https://www.epo.org/de/node/maria-papadimitriou

Maria Papadimitriou

Ohne Titel, 1999  
Lambda-Print, Duraflex
126 x 180 cm  

Das fortlaufende Forschungsprojekt von Maria Papadimitriou (*1957 Athen, GR) geht auf ihren ersten Besuch im Alviza-Viertel außerhalb Athens zurück. In diesem Bezirk leben hauptsächlich sozial unterprivilegierte Menschen, darunter viele Roma. Beeindruckt von der Vielfalt und den eigenen sozialen Codices kehrte Papadimitriou mehrfach dorthin zurück und knüpfte auch Beziehungen zu den Bewohnern. Gemeinsam mit Lucy Orta und der Kuratorin Gabi Scardi entstand schließlich das Projekt T.A.M.A. (Temporary Autonomous Museum for All). Die Fotografien, die sich im Besitz des EPA befinden, wurden im Rahmen einer Ausstellung zum Thema Identitäten in Europa gezeigt und stellen zwei separate Arbeiten im Zuge des langjährigen T.A.M.A.-Projektes von Papadimitriou auf dem Feld der Identitätsforschung dar. Das Volk der Roma, weit über Europa verstreut, oft ausgegrenzt von den sozialen Mehrheitsgemeinschaften, steht exemplarisch für die nationalistischen Vorurteile und Ausgrenzungspolitiken, die sich von der Geschichte bis in die Gegenwart erkennen lassen.  

 Maria Papadimitriou, Untitled, 2000    Lambda print, Duraflex   126 x 180 cm
Ohne Titel, 200  
Lambda-Print, Duraflex 
126 x 180 cm 

© Maria Papadimitriou