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Wichtigste Erfolge: Treiber 2

Technologien

2025 setzte das EPA seine digitale Transformation in Einklang mit SP2028 fort und konzentrierte sich dabei auf einfachere Prozesse, moderne Plattformen und reduzierte Komplexität bei gleichzeitiger Gewährleistung von Sicherheit, Verfügbarkeit und Vertrauen der Nutzer.

Innerhalb des Patenterteilungsprozesses wurden durchgehende digitale Workflows und die Skalierbarkeit durch moderne Tools für die Prüfung und die Formalsachbearbeitung, größere Automatisierung und integrierte KI-Unterstützung gestärkt, während die Verantwortung für Entscheidungen weiterhin vollständig in menschlicher Hand blieb. Zur selben Zeit reduzierte die Außerbetriebnahme von Altsystemen die Fragmentierung und das betriebliche Risiko. 

Die Nutzerdienste und die internen Systeme entwickelten sich parallel zueinander. Erweiterte MyEPO-Dienste brachten das EPA seinem Ziel näher, bis 2027 papierlos zu werden, während verbesserte Systeme im Personal- und Finanzwesen sowie Investitionen in die Infrastruktur und Cybersicherheit die Effizienz, Datenqualität und operative Exzellenz untermauerten.

Pipeline für den Patenterteilungsprozess

Die Pipeline für den Patenterteilungsprozess unterstützt den Patenterteilungsprozess des EPA. Sie konsolidiert alle Änderungen, die sich direkt auf die Bediensteten in Prüfer- und Formalsachbearbeiterpositionen auswirken, und umfasst Prozessvereinfachungen, neue Tools, die Integration von KI und die Außerbetriebnahme veralteter Systeme.

  • Verbesserung der Aufgabenverwaltung: Die Patent Workbench (PWB)8 entwickelte sich weiter zur zentralen Arbeitsumgebung in der Prüfung. Dank stärkerer Integration mit anderen Tools wurden eingehende Einreichungen zunehmend in strukturierte Aufgaben in der PWB umgewandelt. In der Formalprüfung fanden 2025 noch umfangreichere Änderungen an Tools und Workflows statt, wobei hier Automatisierung, Nutzerfreundlichkeit und die Außerbetriebnahme veralteter Oberflächen wie CasexPrima9 im Mittelpunkt standen. Dank der Erweiterung digitalisierter FO-Formblätter und der engeren Integration mit der Patent Workbench konnte ein breiteres Spektrum an eingehenden Einreichungen in strukturierte Aufgaben umgewandelt werden. Dies unterstützte die Automatisierung bestimmter Verfahrensschritte, wie zum Beispiel die Versendung von Bescheiden, den Umgang mit Anhängen und (in ausgewählten Fällen) den vollständig automatisierten Abschluss von Verfahren. Manuelle Eingriffe in der Formalprüfung beschränken sich nun größtenteils auf die Bearbeitung von Ausnahmen, während routinemäßige Tätigkeiten stark reduziert wurden. 
  • Unterstützung der Verwaltung des Arbeitsaufkommens: Die Digitale Aktenzuweisung10 wurde weiter ausgebaut und ist sowohl für die Autonomie von Prüferinnen und Prüfern als auch für die administrative Leitung von Nutzen. Die Einführung der Aktenzuweisung auf Nachfrage ermöglichte es autorisierten Prüferinnen und Prüfern, neue Akten anzufordern, wenn sie die Kapazitäten dazu hatten, während die unmittelbaren Vorgesetzten die Verantwortung für die Überwachung der Pünktlichkeit und die Verteilung der Arbeitslast beibehielten. Dieser Ansatz wurde mit manueller Zuweisung kombiniert und durch Live-Dashboards unterstützt, die die aktuelle Arbeitslast sichtbar machen. Insgesamt haben diese Entwicklungen dazu beigetragen, das Bestandsmanagement und die Pünktlichkeit zu verbessern. 
  • Integration von ANSERA mit Prüfungstools und weitere Verbesserungen: Eine engere Integration von ANSERA11 in die Prüfungstools ermöglicht die automatisierte Abfrage von Informationen über angeführte Dokumente für Recherchenberichte und reduziert die manuelle Arbeitslast für Prüferinnen und Prüfer. Die Bearbeitung von Dokumenten des Stands der Technik in ANSERA wurde weiter verbessert, zum Beispiel wurde die automatische Drehung von Abbildungen auf neue und bereits bestehende Dokumente in einem Konvolut von etwa 100 Millionen Dokumenten angewendet, um manuelle Eingriffe zu vermeiden. Darüber hinaus führte ANSERA zu ergonomischen Verbesserungen, insbesondere durch Tastenkombinationen und Sprachsteuerung.   
  • Unterstützung bei der Abfassung von Bescheiden: Die Stakeholder-Qualitäts­sicherungspanels (SQAP) befanden, dass bei der Vollständigkeit der Bescheide des EPA und der Begründung von Einwänden Verbesserungspotenzial besteht und dass die Kommunikation klarer und mit einer einheitlicheren Struktur aufgebaut sein sollte. Als Reaktion darauf wurde die erste Version eines neueren, smarteren Tools für die Abfassung von Mitteilungen und Bescheiden an Teilnehmende eines Pilotprojekts freigegeben, das die direkte Wiederverwendung von Informationen aus ANSERA ermöglicht. Dieses Tool unterstützt derzeit EP-Recherchetätigkeiten und wird letztendlich auf alle wesentlichen Phasen über alle Verfahren hinweg erweitert werden. Die schrittweise Einführung des neuen Tools zur Abfassung von Bescheiden wird ab 2026 fortgesetzt. 
  • KI-gestützte Abfassung von Niederschriften über mündliche Verhandlungen: Ausgewählte Bereiche haben die KI-Unterstützung zur effizienteren Strukturierung und Abfassung von Niederschriften im Rahmen eines Pilotprojekts getestet. Verhandlungen wurden aufgezeichnet und nur zu diesem Zweck transkribiert; danach wurden die Aufzeichnungen gelöscht, sobald die Niederschrift erstellt worden war. 2025 wurde dieser Ansatz bei etwa 150 mündlichen Verhandlungen erfolgreich eingesetzt, was zu einer geschätzten Einsparung an Prüferkapazitäten von 15 Tagen führte.  
  • KI-generierte Markierungen für PreSearch: Neue KI-Funktionen, die auf Abfragen von echten Prüfern basieren, helfen dem System, bessere und genauere benutzer­definierte Suchbegriffe in mehreren Sprachen vorzuschlagen. Darüber hinaus wurde Figure Proxy PreSearch eingeführt, um den Abruf wichtiger technischer Informationen aus Zeichnungen zu verbessern. Insgesamt erreichte die Genauigkeit von PreSearch ungefähr 72 % bei 80 betrachteten Dokumenten.  
  • Explainable AI zur Unterstützung bei der Klassifikation: Bei den Entwicklungen in Bezug auf Klassifikation stand die Verbesserung der Qualität und Transparenz der KI‑gestützten Klassifikation im Mittelpunkt. Im September wurden KI-generierte Erklärungen für vorgeschlagene Klassifikationssymbole eingeführt. Sie umfassen Begründungen in natürlicher Sprache und stützende Textpassagen für die Vorschläge des KI‑gestützten Tools zur Verfügung, um so das Vertrauen zu stärken und die Nachprüfbarkeit zu erhöhen. 
  • KI-Unterstützung in DFR integriert: Das Pilotprojekt "DFR12‑AI" ermöglichte es den Prüferinnen und Prüfern durch die direkte Einbettung der KI-Unterstützung in die tägliche Arbeit, die Inhalte von Akten zu analysieren und kontextbezogene Fragen in natürlicher Sprache zu stellen. DFR‑AI unterstützt Aufgaben wie die Zusammen­fassung, Übersetzung, Abfassung und Analyse von Dokumenten, wobei die vollständige menschliche Verantwortung für das Ergebnis bestehen bleibt. Alle Ergebnisse erfordern eine Verifizierung, und Bedienstete in der Prüfung und der Formalsachbearbeitung bleiben vollständig verantwortlich für Entscheidungen. Der Zugriff auf das Tool wird 2026 schrittweise ausgeweitet. 

Abbildung 4 – Pipeline Patenterteilungsprozess SP2028


8 Die Patent Workbench (PWB) ist ein Tool zur Verwaltung verschiedener patentbezogener Arbeitsabläufe und Prozesse. Sie bietet eine einzige Schnittstelle für alle eingehenden Arbeitsaufgaben der Prüfer/innen, Formalsachbearbeiter/innen und Team-Manager
9 CasexPrima ist ein veraltetes System, das in der Formalsachbearbeitung zur Verarbeitung und Verteilung von strukturierten Mitteilungen im Zusammenhang mit Patentakten verwendet wird.
10 Die digitale Aktenzuweisung (DFA) ist ein System für die Zuweisung von Arbeitsaufgaben an Prüfer/innen und Formalsachbearbeiter/innen. Es nutzt KI und andere Techniken, um die Akten möglichst passgenau der Prüfungsabteilung zuzuweisen, die vom technischen Standpunkt aus am besten geeignet ist.
11 ANSERA ist die integrierte Plattform des EPA zur Recherche und Analyse des Stands der Technik, die es Prüferinnen und Prüfern ermöglicht, relevante Patentliteratur und Nichtpatentliteratur zu identifizieren und zu beurteilen, um eine hohe Qualität im Patenterteilungsprozess sicherzustellen
12 Die digitale Aktenablage (DFR) ist ein digitales Archiv, in dem alle relevanten Dokumente einer Akte gespeichert werden, sowie ein Tool, das Zusammenarbeit und den Austausch betreffend geistiger Arbeit ermöglicht.

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Pipeline für das Online-Nutzerengagement

Die Pipeline für das Online-Nutzerengagement soll die Qualität und Transparenz der digitalen Dienste des EPA verbessern. Das Ziel ist, die Autonomie der Nutzer zu stärken, indem mehr Selbstbedienungsfunktionen bereitgestellt werden und die Interaktionen mit dem Amt in allen Phasen des Patentlebenszyklus vereinfacht werden. Die wichtigsten Entwicklungen im Jahr 2025 waren:

  • Legal Interactive Platform für alle Nutzerinnen und Nutzer von MyEPO zugänglich: Dank der Freigabe der Legal Interactive Platform für alle Nutzerinnen und Nutzer von MyEPO können diese nun relevante rechtliche Informationen aus mehr als 6 000 Seiten an patentbezogenen Rechtstexten vom EPA und den Beschwerdekammern ermitteln. Die Plattform bietet Zugriff auf rechtliche Informationen über europäische Patentverfahren durch Abfragen in natürlicher Sprache und liefert strukturierte quellengestützte Antworten. Das Pilotprojekt für andere KI-gestützte Funktionen innerhalb von MyEPO wird 2026 anlaufen.  
  • Verbesserte Nutzeroberfläche von MyEPO und mehr Selbstbedienungsfunktionen und digitale Handlungen: Die neue Startseite von MyEPO, die anhand von Feedback von Nutzergruppen neu gestaltet wurde, erleichtert die Navigierung und ermöglicht eine schnellere Abwicklung täglicher Aufgaben. Die Selbstbedienungsfunktionen wurden erweitert, um den Nutzern mehr Kontrolle zu geben und eine engere Zusammenarbeit zu ermöglichen. Somit können Unternehmensadministratoren jetzt direkt in MyEPO neue Zusammenschlüsse erstellen, die Daten eines Zusammenschlusses aktualisieren und die Mitglieder verwalten, ohne auf externe Unterstützung angewiesen zu sein. Seit Oktober 2025 können auch Rechtsanwälte über ihr Profil auf MyEPO Zusammenschlüssen beitreten oder Zusammenschlüsse erstellen und auf derselben Nutzeroberfläche ihre Eintragung ins Register beantragen, was dieses Verfahren viel einfacher macht. 
  • Durchsuchbare Datenbank für zugelassene Vertreter: Die Datenbank ermöglicht es den Nutzern, anhand mehrerer Suchkriterien zugelassene Vertreter zu finden. Die Datenbank ersetzt die monatliche Veröffentlichung der Änderungen im Amtsblatt und verbessert so den Zugang, stellt sicher, dass Informationen immer aktuell und einheitlich sind, und ermöglicht eine effizientere Suche nach beim Europäischen Patentamt zugelassenen Vertretern. 
  • B2B: Verbesserung von APIs und Stärkung ihrer Nutzung zur Unterstützung der Umstellung auf MyEPO: Die Verbesserung der Schnittstellenpakete für die Anwendungsprogrammierung für B2B-Nutzer (B2B APIs) und die Förderung einer stärkeren Nutzung dieser APIs trug zu einer reibungslosen Umstellung von eOLF auf MyEPO bei. Die Nutzung von APIs erleichtert die sichere Integration von MyEPO in interne IP-Managementsysteme und unterstützt die Automatisierung und einen standardisierten Datenaustausch. 
  • Verbesserungen des gemeinsamen Bereichs und Integration mit den Backoffice-Prozessen: Der gemeinsame Bereich unterstützt die Echtzeitinteraktion mit Prüferinnen und Prüfern bei Live-Beratungen und ermöglicht einen offeneren und effizienteren Austausch, der die Qualität verbessern und den Bedarf für langwierige formelle Korrespondenz reduzieren kann. 2025 wurde er durch Nutzerbenachrichtigungen und die Unterstützung von PDF-basiertem Austausch erweitert, was die Transparenz und Nutzerfreundlichkeit verbesserte. Außerdem schritten die Vorbereitungen voran, um ihn 2026 auf zusätzliche Verfahren, einschließlich PCT, zu erweitern.  
  • Einreichungen in Farbe und durchgängige Verarbeitung von DOCX als Einreichungsformat: Im Oktober 2025 führte das EPA die Verarbeitung von Patentanmeldungen und zugehörigen Dokumenten in Farbe ein, um Fehler zu minimieren und die Klarheit zu verbessern und so ein effizienteres Prüfungsverfahren zu gewährleisten. Parallel dazu schritten die Vorbereitungen für die durchgängige Verarbeitung von DOCX als Einreichungsformat vor dem Inkrafttreten im April 2026 weiter voran. Dadurch können Dokumente in einem standardisierten Format eingereicht, bearbeitet und geteilt werden, was den Verwaltungsaufwand reduziert, die Datengenauigkeit verbessert und digitale Workflows ermöglicht.  
  • Außerbetriebnahme von eOLF: Die Außerbetriebnahme von eOLF war ein entscheidender Schritt der digitalen Transformation des EPA. Alle Einreichungs­aktivitäten wurden auf der neuen, hochmodernen MyEPO-Plattform konsolidiert. Diese Umstellung steigerte die Effizienz, senkte die Wartungskosten und bietet Nutzern ein intuitiveres, integriertes Nutzererlebnis für Einreichungen. 

Abbildung 5 – Pipeline Online-Nutzerengagement SP2028 

 

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Corporate pipeline

Die Corporate Pipeline soll die Systeme, die unsere Funktionen im Bereich der internen allgemeinen Verwaltung ("Corporate-Bereich") unterstützen, modernisieren und vereinfachen, und gleichzeitig sicherstellen, dass unsere internen und externen IT-Dienste auf einer belastbaren, sicheren und nachhaltigen Infrastruktur beruhen. Innerhalb des Personalwesens stand weiterhin die Verbesserung von Nutzererfahrung, Transparenz und Effizienz im Vordergrund:

  • Einrichtung eines Talent Intelligence Hub: Die Einführung des Talent Intelligence Hub ermöglicht einen auf Daten gestützten Blick auf die Fähigkeiten der Bediensteten über das formelle Stellenprofil hinaus. Dies unterstützt die Bediensteten dabei, ihre Entwicklung in Bezug auf Fähigkeiten und Laufbahnentwicklung aktiv selbst zu steuern, und ermöglicht es den Vorgesetzten, Qualifikationslücken zu identifizieren und zielgerichtete Weiterbildungen und Umschulungen zu planen.
  • Vereinfachung und Digitalisierung der HR-Prozesse: Neue, einfache digitale Verfahren haben die manuelle Eintragung von Partnern, Datenpflege und Elternschaftserklärungen ersetzt. Sie erleichtern den Datenaustausch zwischen Bediensteten und der Personalabteilung und stellen sicher, dass die Informationen auf dem neuesten Stand bleiben, während sie gleichzeitig den Verwaltungsaufwand für die Personalabteilung sowie für die Bediensteten reduzieren. Wir haben Fortschritte bei der Aufrüstung unseres medizinischen Fallmanagementsystems gemacht. Das Selbstbedienungsportal, das 2026 freigeschaltet werden soll, bietet erweiterte Funktionen wie das selbständige Buchen von Terminen sowie die sichere Handhabung von medizinischen Dokumenten.
  • Verbesserung der Verfahren und Tools für das Offboarding: Das Verfahren zum Offboarding wurde durch die digitale Abwicklung von Offboarding-Anträgen sowie strukturierte, vorgegebene Leitfäden, die direkt in HR-Workflows eingebunden sind, verbessert. Weitere Einzelheiten hierzu können unter Treiber 1 nachgelesen werden. 
  • Erstellung eines Ruhegehaltssimulators für dem neuen Versorgungssystem angehörende Bedienstete und Familien: Der Ruhegehaltssimulator für Bedienstete, die dem neuen Versorgungssystem angehören, wurde freigegeben. Durch diese Selbstbedienungsfunktion wurde die Anzahl der Anfragen an die Personalabteilung reduziert.

In den Bereichen Finanzen und Beschaffung ermöglichten neue Technologien Effizienzsteigerungen:

  • Optimierung des Prozesses zum Abschluss der Jahresrechnung: Die Migration zur neuen Plattform für den Corporate-Bereich (SAP S4/HANA) ermöglichte Verbesserungen der finanziellen Transparenz und Vorhersehbarkeit. Die monatlichen finanziellen Abschlüsse wurden gestrafft und die Vorbereitungen für die Einführung von SAP Advanced Financial Closing im Jahr 2026 schritten voran. Dies wird schnellere, standardisierte und zuverlässigere Prozesse ermöglichen. 
  • Verbesserung des Prozesses für Einnahmenprognosen: Durch die Integration von Daten aus dem Patenterteilungsprozess in das Prognosemodell wurden Einnahmen­prognosen weiter verbessert und die Verbindung zwischen betrieblichen Tätigkeiten und finanzieller Planung gestärkt. Dies ermöglicht eine bessere Finanzverwaltung dank besserem Verständnis des Erlösflusses und der Auswirkungen des Produktmix. 

Zusätzlich betrafen verschiedene Verbesserungen alle Bereiche des EPA sowie unsere Stakeholder: 

  • Verbesserte Workflows im Bereich des Verwaltungsrats: Das Ratssekretariat erhielt neue Online-Dienste im einheitlichen Zugangsportal, um die Effizienz bei der Vorbereitung von Tagungen, bei Registrierungen und Erstattungen zu steigern. Ein spezieller KI-Agent wurde erstellt, um die Anfertigung von Protokollen zu straffen und zu beschleunigen. 
  • Selbstbedientes Übersetzen und Verfassen bestimmter nicht vertraulicher Texte: Die neuesten Fortschritte bei Selbstbedienungslösungen ermöglichen es allen Bediensteten, nicht vertrauliche Texte mit KI-gestützten Übersetzungstools zu übersetzen und mit der Hilfe von smarten Assistenten Dokumente mit präziser Terminologie zu verfassen. Die Übersetzungs- und Editierteams können sich so auf anspruchsvollere und komplexere Aufgaben konzentrieren. Nach einem Pilotprojekt werden die Dienste im Laufe des Jahres 2026 allen Bediensteten zur Verfügung gestellt.  
  • Abfragen in natürlicher Sprache in den Daten-Dashboards: Parallel zur Migration der Tools zur Berichterstattung von Tableau zu PowerBI untersucht das EPA das Potenzial von KI-Unterstützung in Daten-Dashboards. 2025 wurde das erste analytische Dashboard mit Unterstützung für natürliche Sprache und Daten zum Einheitspatent eingeführt. So können Nutzer natürliche Sprache verwenden, um sich einen Überblick zu verschaffen, anstatt vorgegebene Filter oder technische Abfragen nutzen zu müssen. 
  • Migration zum neuen Dokumentmanagementtool und Außerbetriebnahme von Legacy-Systemen: Die neue EPA-Dokumentmanagementplattform OpenText ist eine moderne, cloudbasierte zentrale Ablage für Verwaltungsdokumente, die allen Bediensteten zur Verfügung steht. Sobald die amtsweite Migration von Verwaltungs­dokumenten abgeschlossen war, wurden veraltete Speicherlösungen entweder außer Betrieb genommen oder ihre Nutzung wesentlich reduziert, was den Umfang an Tools vereinfachte und die Informationssicherheit sowie die Kontrolle über Verwaltungsdokumente stärkte. 

Schließlich wurde die IT-Landschaft durch mehrere Initiativen weiter modernisiert, um die IT-Funktion einfacher und nachhaltiger zu gestalten und eine hochverfügbare und sichere digitale Umgebung für das EPA bereitzustellen: 

  • Upgrade auf die neue SAP-Technologie: Die Migration zu SAP S/4HANA, die neue cloudbasierte Plattform des Amts, führte zu einer stärker integrierten, skalierbaren und zukunftsfähigen digitalen Umgebung. Die Umstellung verbesserte die Einheitlichkeit der Daten im Personal-, Finanz- und Beschaffungswesen sowie in zugehörigen amtsinternen Prozessen und ermöglichte so eine schnellere und zuverlässigere Berichterstattung, während gleichzeitig durch die Außerbetriebnahme überholter Funktionen die Komplexität des Systems reduziert wurde. Außerdem wurde dadurch die Grundlage für die Integration zukünftiger erweiterter und KI-gestützter Funktionen gelegt.  
  • Wi-Fi 6 in Berlin in Betrieb: Die moderne drahtlose Technologie bietet in unserem neu angemieteten Gebäude in Berlin eine schnellere Datenübertragung, eine höhere Kapazität, eine bessere Stromeffizienz und eine bessere Leistung in Bereichen, in denen zahlreiche Geräte verbunden sind.  
  • Außerbetriebnahme des Legacy-Tools für die Fallbearbeitung: Eine neue Fallbearbeitungslösung wird vorbereitet, um die Arbeit von Rechtsexperten zu unterstützen und so Verbesserungen in Effizienz und Aufsicht herbeizuführen. Nach der geplanten Einführung 2026 wird das Legacy-Tool (MatterSphere) außer Betrieb genommen werden.  
  • Außerbetriebnahme von veralteten Technologien: Im Einklang mit den Prioritäten des SP2028 werden veraltete Technologien zugunsten moderner Alternativen schrittweise eingestellt. Nach der amtsweiten Implementierung des neuen Dokumentenmanagementsystems OpenText wurde Lotus Notes13 außer Betrieb genommen. Im Bereich der Finanzverwaltung war die Außerbetriebnahme von PGVal ein wichtiger Schritt in der Modernisierung der IT-Landschaft in der Nacherteilungsphase, wie auch die schrittweise Außerbetriebnahme von VMware14, wodurch die Kapazität der Datenzentren optimiert werden konnte.

Abbildung 6 – Corporate Pipeline SP2028


13 Lotus Notes ist eine veraltete Unternehmensplattform von IBM, die Anwendungen für E-Mail, Kalender und Dokumente umfasste und für das Dokumentenmanagement weit verbreitet war.
14 VMware ist eine Software, mit der auf einem beliebigen Betriebssystem ein virtuelles Betriebssystem installiert werden kann, um die effiziente Nutzung der IT-Infrastruktur und der Anwendungsleistung zu verbessern.

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Leistungsindikatoren für Treiber 2

 

Bei den KPIs für den Treiber Technologien wurden 2025 beträchtliche Erfolge erzielt; zwei der fünf Kennzahlen entsprachen bereits den langfristigen Zielen des SP2028.

Dank der laufenden Investitionen in hochmoderne Tools, der weiteren Abschaffung alter Tools und eines umsichtigen Problem-Managements blieben die KPIs für die interne und externe Verfügbarkeit der IT-Systeme 2025 kontinuierlich deutlich über den Zielwerten. Daher wurden die SP2028-Ziele für 2026 angehoben, damit sie weiterhin ehrgeizig bleiben. 

Die oben beschriebenen Fortschritte bei der Transformation und Vereinfachung unserer Verfahren schlagen sich auch in den relevanten KPIs nieder. Nachdem die Verfahren im Patenterteilungsprozess bereits seit Juni 2024 zu 100 % digitalisiert sind, verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Digitalisierung der Patentverwaltungsverfahren. Der KPI hierfür hat seit seiner Einführung Anfang 2025 stete Fortschritte gemacht und lag zum Jahresende bei 32,1 %. Im "Corporate"-Bereich der allgemeinen amtsinternen Dienste machte der KPI für die Digitalisierung der Prozesse in den Bereichen HR, Finanzen, allgemeine Verwaltung und anderen amtsinternen Bereichen im Jahr 2025 stete Fortschritte und erreichte zum Jahresende einen Stand von 78,1 %.

Der Anteil an Aufgaben im Bereich Klassifikation, die keine menschliche Klassifikation benötigen, bewegte sich über das Jahr hinweg zwischen 46 % und 47 %. Dank der Bemühungen um eine hochwertige, effiziente und präzise KI-gestützte Klassifikation bewegt sich der KPI für die "Nutzung von KI" weiterhin auf seinen Zielwert für 2028 von 90 % zu.

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