Wichtigste Erfolge: Treiber 5
Finanzielle Nachhaltigkeit
Die langfristige finanzielle Nachhaltigkeit ist Teil des im SP2028 definierten übergreifenden Gesamtziels der EPA, eine nachhaltigere Organisation zu werden. In diesem Kontext hat die FinanzstudiePhase I (CA/68/23) dem EPA eine umfassende langfristige Prognose geliefert, wie sich seine Finanzlage zwischen 2023 und 2042 voraussichtlich entwickeln wird. Sie bestätigte, dass die sechs im Jahr 2020 umgesetzten Maßnahmen zur Bewältigung des Deckungsbedarfs positive Auswirkungen hatten und die langfristigen finanziellen Aussichten mit einem erwarteten Deckungsüberschuss von 4,2 Mrd. EUR über die nächsten 20 Jahre wesentlich verbesserten. Allerdings zeigten die Sensitivitätsanalysen eine weiterhin bestehende Anfälligkeit für Kapitalmarktvolatilität und Inflation, was den zukünftigen Finanzierungsbedarf des EPA beeinträchtigen könnte.
Phase II der Finanzstudie (CA/23/24) sollte deshalb Optionen zur Optimierung der verfügbaren Finanzierungsquellen ermitteln und einen umfassenden Finanzierungsplan erstellen, um eine vollständige Deckung aller langfristigen Verbindlichkeiten zu ermöglichen. Das Amt unterbreitete außerdem eine Reihe von Vorschlägen zur Stärkung der langfristigen finanziellen Nachhaltigkeit (CA/39/24). Die Arbeit an diesen Vorschlägen wurde 2025 weiter vorangetrieben, zum Beispiel an dem Aufbau und der Finanzierung von Reserven (operative Rücklagen für kurzfristigen Liquiditätsbedarf: 2,5 Mrd. EUR, Nachhaltigkeitsfonds für außergewöhnliche Umstände: 1,0 Mrd. EUR, Puffer für rechtliche Risiken, die mit dem ausstehenden VGIAO-Urteil über das Gehaltsanpassungsverfahren verbunden sein könnten: 2,0 Mrd. EUR) und der Vorbereitung des Insourcing der EPOTIF-Anlagenverwaltung in die RFPSS.
2025 setzte das Amt die folgenden, aus den Vorschlägen der Finanzstudie Phase II (CA/23/24) stammenden Maßnahmen um:
- Rahmen für das Risikomanagement und die Risikoüberwachung: Nachdem der Verwaltungsrat den Rahmen für das Risikomanagement und die Risikoüberwachung (CA/89/24) im Dezember 2024 verabschiedet hatte, wurde das Dashboard für die KPIs der Finanzstudie in der ersten Jahreshälfte 2025 entwickelt. Das Dashboard zeigt Risiko-KPIs in drei Kategorien an: strategische, makroökonomische und betriebliche Risiken. Alle Mitglieder des Haushalts- und Finanzausschusses und des Verwaltungsrats haben Zugriff auf das Dashboard, um es ihnen zu ermöglichen, die Fortschritte des EPA hin zur langfristigen finanziellen Nachhaltigkeit zu überwachen.
- Insourcing der EPOTIF-Anlagenverwaltung: Im Dezember 2025 genehmigte der Verwaltungsrat die Eingliederung der Anlagenverwaltung des EPOTIF in die Fondsverwaltung der RFPSS (CA/68/25). Die Projektplanung war 2025 bereits auf gutem Wege. Die Arbeiten 2026 konzentrieren sich auf die Anpassung der internen und externen Anlagenverwaltungsdienstleistungen und der Anlagenverwaltungsplattformen an die Anforderungen des EPOTIF, die Änderung von Vorschriften, die Überprüfung der strategischen Anlagenverteilung und die Kündigung der Verträge mit den externen Anlagenverwaltern und der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG). Die Liquidierung der von den drei externen Anlagenverwaltern gehaltenen EPOTIF-Anlagen und die Wiederanlage der Barmittelerlöse durch die Fondsverwaltung ist für das erste Quartal 2027 geplant.
- Schaffung finanzieller Sicherheitspuffer: In der Finanzstudie Phase II wurde eine Finanzierungsstrategie definiert, die einen Deckungsgrad von 105 % für alle Leistungsansprüche vorsieht. 2025 setzte das Amt die Umsetzung des Finanzierungsplans fort und erreichte zum Ende des Jahres einen Deckungsgrad von 88,0 % im Vergleich zu 80,1 % im Dezember 2024. Ende 2025 erreichten die Reserven für die Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf das Gehaltsanpassungsverfahren (SAM-Puffer; von engl. salary adjustment method) den Zielwert von 2 Mrd. EUR. Dies umfasst 1 340 Mio. EUR an zweckgebundenen Barmittelübertragungen und 660 Mio. EUR an Anlageerträgen aus dem gesamten EPOTIF.
- Anwendung der neuen Risikotoleranzen des EPA auf die Deckung der Versorgungs- und Sozialversicherungssysteme: Die Beratergruppe "EPA-Versicherung" erstellte 2025 ein versicherungsmathematisches Gutachten, das die regelmäßige Überprüfung der demografischen und finanziellen Annahmen und die Anwendung der neuen vom Amt infolge der Finanzstudie übernommenen Risikotoleranzen umfasste und zu einer Anpassung des Abzinsungssatzes führte. Das Ergebnis war eine Erhöhung des Beitragssatzes zum Versorgungssystem von 32,1 % auf 37,8 %. Außerdem wurden der Beitragssatz zum neuen Versorgungssystem von 28,5 % auf 33,9 % und der Beitragssatz zum Krankenversicherungssystem von 9,6 % auf 10,5 % angehoben, während der Beitragssatz zur Pflegeversicherung bei 1,8 % stabil gehalten wurde. Die neuen Beitragssätze werden ab dem 1. Januar 2026 angewendet und spiegeln die gemeinsamen Bemühungen des EPA und der Bediensteten wider, die finanzielle Nachhaltigkeit unserer Versorgungs- und Sozialversicherungssysteme zu sichern.
- Überprüfung des Gehaltsanpassungsverfahrens und der finanziellen Auswirkungen des Maßnahmenbündels der Finanzstudie 2019: Im Dezember 2025 legte das EPA dem Verwaltungsrat einen Überprüfungsbericht zum 2020 eingeführten Gehaltsanpassungsverfahren vor (CA/79/25). Diese Überprüfung bestätigte, dass das aktuelle Verfahren im Zeitraum 2021 - 2026 seine wichtigsten Ziele erreicht hat, einschließlich der Wahrung der langfristigen finanziellen Nachhaltigkeit, der Kontrolle des Gehaltswachstums im Einklang mit den wirtschaftlichen Bedingungen und der Gewährleistung der Kaufkraftparität zwischen den Dienstorten. Die Leitlinien für das neue Verfahren wurden dem Verwaltungsrat im März 2026 zur Stellungnahme vorgelegt, mit dem Ziel, im Juni 2026 einen endgültigen Vorschlag zur Beschlussfassung vorzulegen. Ebenfalls im Dezember 2025 legte das Amt eine Beurteilung der Auswirkungen der vom Verwaltungsrat nach der Finanzstudie 2019 verabschiedeten finanziellen Maßnahmen vor (CA/86/25) und stellte fest, dass die Umsetzung der Maßnahmen schneller als erwartet fortschreitet und bereits Gewinne in Höhe von 3,2 Mrd. EUR realisiert hat.
Abbildung 25 – Pipeline Finanzielle Nachhaltigkeit SP2028
Leistungsindikatoren für Treiber 5
Die KPIs für den Treiber Finanzielle Nachhaltigkeit wiesen 2025 weiterhin eine positive Entwicklung auf.
Die Produktivität verfolgte das gesamte Jahr über einen anhaltenden steigenden Trend und erreichte im Dezember 2025 einen neuen Rekordwert von 115,6 RPE-Produkten pro VZÄ. Damit übertraf dieser KPI seinen Zielwert und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 %. Darüber hinaus lag die gesamte Produktion 1,3 % über dem Jahresplan.
Der Deckungsgrad gibt an, zu welchem Grad das EPA seine langfristigen Verbindlichkeiten für die Versorgungs- und Sozialversicherungssysteme (die leistungsorientierten Verpflichtungen zu einem Standard-Abzinsungssatz von 4,6 %) durch den Marktwert der RFPSS decken kann. Dieser Indikator stieg von 80,1 % Ende 2024 auf 88,0 % Ende 2025, was in erster Linie auf das solide Betriebsergebnis und die starken Entwicklungen der Finanzmärkte 2025 zurückzuführen ist.
23 Der Wert der leistungsorientierten Verpflichtungen wird mithilfe des Standard-Abzinsungssatzes von 4,6 % berechnet.
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