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​​Ulf Landegren, Simon Fredriksson und Team​

​​Sensitive und spezifische Assays zur Proteinerkennun​

Preiskategorie
Industrie
Technisches Gebiet
Biotechnologie
Firma
​Formerly Olink AB​
​​ Die Methode "Proximity Extension Assay" (PEA), die den sensiblen Nachweis von Proteinen in Zellen ermöglicht und Proteine mit DNA-Strängen verknüpft, um erfassbare Daten zu liefern, wurde von Ulf Landegren und Simon Fredriksson entwickelt. Vom frühen Krankheitsscreening bis zu individualisierten Behandlungsplänen hat PEA das Potenzial, die Patientenergebnisse in vielen Bereichen der Medizin erheblich zu verbessern.​

Die Proteomik befasst sich mit den Interaktionen, Funktionen und Strukturen von Proteinen im menschlichen Körper. Die Erfinder Ulf Landegren und Simon Fredriksson sehen in der Proteomik eine Schlüsseldisziplin zur Erkennung bestimmter gesundheitlicher Risikofaktoren, die wirksamere Aussagen treffen kann als die Genomik.

Durch ihr Unternehmen Olink entwickelte das Duo das Proximity Ligation Assay (PLA) als Werkzeug zur Messung der Proteinspiegel in Blutproben. PLA verwendet Paare von Antikörpern mit komplementären DNA-Sequenzen. Wenn die Antikörper ihre Zielproteine binden, bilden die DNA-Stränge einzigartige, leicht erkennbare DNA-Sequenzmarker, die mittels Hochdurchsatzverfahren aus der Genomik aufgezeichnet werden können.. 
 
Die Fähigkeit von PEA zur Erkennung von Proteinen als Diagnose-Marker könnte einen wesentlichen Fortschritt für Krebsforschung, Wirkstoffentdeckung und die Früherkennung von Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria bedeuten, die jedes Jahr Millionen von Menschenleben fordern. Außerdem besteht die Hoffnung, dass diese Verfahren auch das Risiko einer Organabstoßung nach Transplantationen ermitteln und die Wahrscheinlichkeit von dauerhaften Behinderungen im Fall von degenerativen Krankheiten vorhersagen können. Fredriksson erklärt das Prinzip mit einer Analogie: "Wenn Sie eine Panne mit Ihrem Auto haben, würden Sie wohl auch kaum Volvo anrufen und nach dem Bauplan fragen... Der Bauplan ist in diesem Fall dasselbe wie die Genomik. Stattdessen ist es wesentlich sinnvoller, die Motorhaube zu öffnen und die Bauteile direkt zu untersuchen. Die Bauteile entsprechen der Proteomik."

Das Potenzial der Proteomik nutzen

Die Grundlagenarbeit von Ulf Landegren und Simon Fredriksson hat das Fundament für den Unternehmenserfolg von Olink gelegt. Nachdem Landegren Fredriksson als Mentor begleitet hatte, gründeten die beiden Olink AB, das später als Olink Proteomics firmierte. Im Jahr 2023 wurde Olink für 2,85 Milliarden EUR vom Biotechnologie-Giganten Thermo Fischer übernommen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte das Unternehmen über ein solides IP-Portfolio mit 38 Patentfamilien und hatte sich einen Namen als feste Größe des weltweiten Affinitätsproteomik-Marktes gemacht.

Fredriksson ist ein bewährter Unternehmer, der im Lauf seiner Karriere mehrere erfolgreiche Unternehmen gegründet hat. Er fungiert derzeit als Partner des Early-Stage-Investors im Bereich Life Sciences, Colibri Ventures, und ist CEO von Pixelgen Technologies. Als Senior-Professor der Universität von Uppsala verfolgt Landegren auf eine beachtliche akademische Laufbahn und fördert die industrielle Anwendung modernster molekularer Technologien sowie die Gründung von Unternehmen. 
 
Landegren beschreibt das Potenzial der Proteomik so: "Die Genetik ist zwar sehr aussagekräftig, allerdings nicht besonders dynamisch. Dadurch bietet sie keine Möglichkeit, den Verlauf einer Krankheit zu verfolgen. Proteine eignen sich in der Regel nicht zur Bestimmung von Risikofaktoren in jungen Jahren, allerdings können sie oftmals Aussagen über den Beginn einer Erkrankung oder ihren wechselhaften Verlauf treffen. Proteinsignale können unter Umständen schon wahrgenommen werden, bevor die Patientin oder der Patient Symptome entwickelt." 

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