https://www.epo.org/de/news-events/in-focus/codefest/codefest-2026-patent-and-ip-portfolio-evaluation

Codefest 2026 zum Thema "Patente und IP-Portfolio aus-/bewerten"

 

Wir freuen uns darauf, bei der vierten Ausgabe des EPA-Codefests zu erkunden, wie Code-basierte Lösungen genutzt werden können, um den Wert von Patenten und Portfolios geistigen Eigentums (IP) zu beurteilen.

Die Vereinfachung und Skalierbarkeit von IP-Auswertungen kann es Start-ups und Innovatoren erleichtern, Zugang zu Finanzmitteln zu erhalten, neue Ideen auf den Markt zu bringen und intelligentere Geschäftsentscheidungen zu treffen. Durch die Nutzung von Patentdaten kann der wirtschaftliche Wert geistigen Eigentums entschlüsselt werden und Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen fördern. Diese Ziele stehen ganz oben auf der Agenda der europäischen Politik, wie in der am 28. Mai 2025 veröffentlichten EU-Strategie für Start-ups und Scale-ups zum Ausdruck kommt. Seien Sie dabei, wenn wir die Grenzen dessen, was mit Patentdaten möglich ist, verschieben!

Code-Challenge 

Entwicklung eines automatisierten Systems, das Datenanalysen nutzt, um den Wert eines Patents zu beurteilen.

Potenzielle Ansätze zur Beurteilung eines IP-Werts könnten - jedoch nicht ausschließlich - Folgendes umfassen:

  • Technologische Bedeutung: Bestimmung, wie einzigartig, disruptiv oder breit anwendbar eine Technologie ist
  • Marktbezogene Bewertung: Beurteilung der Marktreife der Technologie, der Bedeutung ihres potenziellen Markts und der bereits vorhandenen Konkurrenztechnologien
  • Rechtliche Stärke: Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, dass ein Patent erteilt wird, rechtlichen Anfechtungen standhält oder erfolgreich durchgesetzt werden kann

Teilnehmende können sich auf ein einzelnes Thema (z. B. NLP-basierte Technologien, monetäre Bewertung oder Vorhersagemodelle für den rechtlichen Bereich) oder Kombinationen daraus konzentrieren. Gesucht werden gemischte Teams aus KI-Fachleuten, Ökonomen sowie Rechts- und IP-Fachleuten, da eine fachübergreifende Zusammenarbeit größere Wirkung entfalten kann.

Diese Challenge bietet die einzigartige Gelegenheit, gemeinsam mit dem EPA daran zu arbeiten, dass das Potenzial von Patentdaten optimal genutzt und geistiges Eigentum besser ausgewertet wird. 

Möchten Sie teilnehmen?

Diese Challenge ist besonders interessant für Patentfachleute, IT- und KI-Spezialist/innen, Fachleute im Bereich Wirtschaft, Recht und IP, Datenbegeisterte, Entwickler/innen, Programmierer/innen, Datenwissenschaftler/innen und Fachleute aus internationalen Organisationen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es können nur in einem EPO-Mitgliedstaat wohnhafte Personen ab 18 Jahren teilnehmen. Reichen Sie Ihren Lösungsvorschlag bis zum 27. November 2025, 23.59 Uhr MEZ ein. Wettbewerbsbeiträge können sowohl von Einzelpersonen als auch von Teams aus bis zu fünf Personen eingereicht werden. Die Teams können aus EPA-Bediensteten, externen Bewerbern/Bewerberinnen oder einer Kombination aus beiden bestehen. Reichen Sie Ihren Lösungsvorschlag bis zum 27. November 2025, 23.59 Uhr MEZ ein. Wettbewerbsbeiträge können sowohl von Einzelpersonen als auch von Teams aus bis zu fünf Personen eingereicht werden. Die Teams können aus EPA-Bediensteten, externen Bewerbern/Bewerberinnen oder einer Kombination aus beiden bestehen.

Im Einklang mit den Anstrengungen des EPA, Vielfalt und Inklusion in der Innovationslandschaft zu fördern, werden Frauen mit Begeisterung für Technologie und Innovation nachdrücklich dazu ermutigt, sich zu beteiligen, ihre Fähigkeiten zu präsentieren und dazu beizutragen, die nächste Generation zu inspirieren.  

Um teilnehmen zu können, müssen Sie zum Zeitpunkt der Einreichung Ihrer Anmeldung alle in den Teilnahmebedingungen aufgeführten Kriterien erfüllen.

Schritte

  1. Reichen Sie Ihren Vorschlag bis zum 27. November 2025, 23.59 Uhr MEZ ein. Er sollte Folgendes enthalten:
  • Das ausgefüllte Formular mit Ihren persönlichen Daten. Bitte beachten Sie, dass sich alle Mitglieder des Teams einzeln anmelden und ihre Mitgliedschaft in einem Team angeben müssen.
  • Eine kurze Beschreibung Ihres Lösungsvorschlags für die Code-Challenge. Im Vorschlag muss Ihr gewählter Ansatz erläutert werden, und die von Ihnen vorgesehene Datenselektion, die mögliche Implementierung des Modells und seine Auswertung müssen aufgezeigt werden.
  1. Im ersten Auswahlverfahren werden die eingereichten Lösungen gemäß der Teilnahmebedingungen ausgewertet, danach wird entschieden, welche in die nächste Runde kommen.
  2. Anfang Dezember 2025 werden Teilnehmende darüber informiert, ob es ihr Vorschlag in die nächste Runde geschafft hat.
  3. In der zweiten Runde arbeiten die ausgewählten Teilnehmenden an der Umsetzung ihres Lösungsvorschlags und reichen ihren Code bis zum 19. April 2026, 23.59 Uhr MEZ ein.
  4. Die Jury bewertet die endgültigen Lösungen auf der Grundlage der Kriterien Kreativität, Funktionalität, Bedeutung für nachhaltige Innovationen und technische Umsetzung.
  5. Wer die Finalist/innen sind, wird im Juni/Juli 2026 veröffentlicht und die Namen der Gewinner/innen werden bei der Preisverleihung im September 2026 bekannt gegeben. 

Preise

Die Gewinner/innen des Codefests 2026 können einen der folgenden Preise gewinnen:

  • Sieger/in: 20 000 EUR
  • Zweitplatzierte/r: 10 000 EUR
  • Drittplatzierte/r: 5 000 EUR

Zusätzlich zum Preisgeld erhalten die Gewinner/innen eine Trophäe. 

Jury
Yann Ménière, EPO Chief Economist, Patent Research and Policies

Yann Ménière, EPA Chefökonom, Patentforschung und -politik

Yann Ménière kam 2016 als Chefökonom zum EPA. Er leitet ein Team, das für die Erstellung von Wirtschaftsstudien, Patentanalysen und digitalen Tools innerhalb der Beobachtungsstelle für Patente und Technologie des EPA zuständig ist. Zuvor war Yann Ménière Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Université Paris Sciences et Lettres, wo er den Lehrstuhl für IP und Technologiemärkte innehatte. Er verfügt über langjährige akademische und praktische Erfahrung in Fragen der Patentökonomie, Innovation, des technologischen Wandels und des Wirtschaftswachstums.

Photo of David Horat

David Horat, Direktor Zertifizierungen und Bildungstechnologien, EPA Generaldirektion Rechtsfragen und internationale Angelegenheiten (GD 5)

David Horat ist für die Europäische Eignungsprüfung (EQE), das Europäische Patentverwaltungszertifikat (EPAC) und die Infrastruktur der Europäischen Patentakademie zuständig. Zuvor war er Direktor für Patentwissen, wo er für die Bereitstellung von Daten-, Informations- und Wissensprodukten und -diensten verantwortlich war. Er begann beim EPA als Patentprüfer und war maßgeblich an der Entwicklung des ersten KI-Algorithmus für die Vorrecherche beteiligt. Danach stand er der Abteilung "Stand der Technik - Datenverwaltung" vor, wo er ein Team mit über 150 Personen an mehr als 10 Standorten leitete und ausbaute, das über 1 000 Datenpipelines und über 2 Petabytes an Daten bereitstellte und neue, innovative Tools einführte. Bevor er zum EPA kam, arbeitete David als Softwareingenieur beim Europäischen Kernforschungszentrum (CERN) und bei Ericsson. David hat einen MSc-Abschluss in Informatik, einen LLM-Abschluss in IP-Management und Betriebswirtschaft und hat ein Programm für Führungskräfte abgeschlossen.

Nathalie Sechi, Team manager of Business Analysis, Business Information and Technology, EPO

Nathalie Sechi , Team-Manager Geschäftsanalyse, Business Information Technology, EPA

Natalie Sechi kam 2015 zum EPA und verfügt über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Geschäftsarchitektur sowie Geschäfts- und Strategieanalyse. Sie hat einen wesentlichen Beitrag zu Initiativen im Bereich der geschäftlichen und digitalen Transformation geleistet, wobei sie sich besonders darauf konzentriert hat, in allen Bereichen – von der Strategie bis zur Umsetzung von Veränderungen – einen konkreten geschäftlichen Mehrwert zu erzielen. Ihre Stärke liegt darin, geschäftliche Herausforderungen zu erkennen, die mithilfe von IT bewältigt werden können. Nathalie hat einen Master-Abschluss in Industrieökonomie und einen Doktortitel in Industrieautomation mit einem Schwerpunkt auf Entscheidungsfindung im Innovationsprozess. 

Volker Hähnke, Data Scientist, Business Information and Technology, EPO

Volker Hähnke , Datenwissenschaftler, Business Information Technology, EPA

Volker Hähnke ist Datenwissenschaftler mit einem Hintergrund in Bioinformatik und Chemoinformatik. Er studierte an der Goethe-Universität Frankfurt und der ETH Zürich. Nach einem Postgraduiertenstipendium am US-amerikanischen National Center for Biotechnology Information, wo er an der Standardisierung chemischer Strukturen für PubChem mitwirkte, kam er 2015 zum EPA. In seiner Funktion wendet er maschinelles Lernen und natürliche Sprachverarbeitung an, um die Patentrecherche und das Abfragen des Stands der Technik zu verbessern. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Learning-to-Rank-Modellen, der Analyse des Nutzerverhaltens und der Recherchenauswertung. Bei allen seinen Tätigkeiten bringt er fundiertes technisches Fachwissen und eine Leidenschaft für angewandte KI mit ein. 

Hélène Dernis, Statistician and Analyst, Directorate for Science, Technology and Innovation (STI), OECD

Hélène Dernis, Statistikerin und Analystin, Direktion Wissenschaft, Technologie und Industrie (STI), OECD

Hélène Dernis ist verantwortlich für das STI Micro-data Lab. Hierbei handelt es sich um eine Dateninfrastruktur, die umfassende Verwaltungsdaten – darunter IP-Anmeldungen und kommerzielle Mikrodatensätze –, sammelt und verknüpft und darauf abzielt, Messgrößen im Zusammenhang mit Innovation und Unternehmergeist bereitzustellen. Seit sie bei der OECD tätig ist, hat sie zur Entwicklung von IP-bezogenen Indikatoren beigetragen, vor allem im Bereich Patente, um evidenzbasierte Politik zu unterstützen.

Julie Callaert, Research Expert, Research and Development Monitoring Research Centre ECOOM, KU Leuven, Belgium

 Julie Callaert, Forschungsexpertin, Research and Development Monitoring Research Centre ECOOM, KU Leuven, Belgien.

Julie Callaert leitet die Technometrie-Studiengruppe des Forschungszentrums. Diese liefert der flämischen Regierung Patentindikatoren als Grundlage für ihre Technologiepolitik. Ihre Forschung konzentriert sich in erster Linie auf die Entwicklung neuartiger und verbesserter Patentindikatoren. Hierbei gilt ihr besonderes Interesse der Dynamik des Zusammenspiels zwischen Wissenschaft und Technologie sowie unternehmerischer Initiative. Zu diesen Themen hat sie Beiträge in folgenden Fachzeitschriften veröffentlicht: Research Policy, Scientometrics, Journal of Technology Transfer, Economics of Innovation and New Technology sowie Industry and Innovation. Vor diesem Hintergrund und als Mitglied der Forschungsabteilung INCENTIM der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der KU Leuven war sie auch an mehreren europäischen Rahmenprojekten beteiligt. 

Zeitplan

Message

Aufgrund zahlreicher Anfragen wurde der Anmeldeschluss auf den 27. November verlängert. 

Der Wettbewerb besteht aus fünf Hauptphasen:


16. September 2025 bis 27. November 2025

Bis zum 27. November 2025, 23.59 Uhr MEZ müssen sich Bewerber/innen anmelden und ihre Vorschläge einreichen. Im Vorschlag muss der gewählte Ansatz beschrieben und erläutert werden, und die vorgesehene Datenselektion, die mögliche Implementierung des Modells und seine Auswertung müssen aufgezeigt werden.


28. November bis 5. Dezember 2025

Die Vorschläge werden gemäß der Teilnahmebedingungen ausgewertet, danach wird entschieden, welche in die nächste Runde kommen.


5. Dezember 2025 bis 19. April 2026

Die Code-Challenge beginnt!

Alle ausgewählten Bewerber/innen erhalten Zugriff auf die Datenressourcen des EPA, einschließlich Datensätzen und Diensten. Für den Wettbewerb stellt das EPA den Teilnehmenden für das Codefest ein spezielles Profil mit erweiterten Datenverarbeitungsressourcen in der Technologiefrüherkennungsplattform zur Verfügung.

Zugriff wird auf Folgendes gewährt:

Bedenken Sie, dass nicht alle Datenquellen für die Umsetzung Ihrer Lösung benötigt werden. Um einen guten Vorschlag basierend auf den verfügbaren Datenquellen einzureichen, sollten Sie sich überlegen, welche Massendatensätze Ihren Bedürfnissen am besten entsprechen. 

Die Code-Challenge läuft über zwölf Wochen und der Code muss bis zum 19. April 2026 um 23.59 Uhr MEZ eingereicht werden.


Juni/Juli 2026

Bekanntgabe der Finalist/innen

Alle Finalist/innen werden zur Preisverleihung des EPA-Codefests eingeladen. 


September 2026

Preisverleihung des EPA-Codefests 2026

Bei der Preisverleihung werden die Gewinner/innen bekannt gegeben. Der genaue Ablauf der Verleihung wird noch bekannt gegeben.

Anmeldung

Anmeldung geschlossen.

Anmeldeschluss 
27. November 2025, 23.59 Uhr MEZ.

Datenschutz
Datenschutzerklärung für das Codefest 2026

Teilnahmebedingungen
Codefest 2026 – Teilnahmebedingungen

Hintergrund

Die Bewertung von Patenten spielt eine immer wichtigere Rolle für den Geschäftserfolg in allen Technologiebereichen. Im Rahmen seines Strategieplans 2028 treibt das EPA Methoden zur IP-Bewertung voran, um Start-ups und Erfinder/innen bei der Beschaffung von Finanzmitteln zu unterstützen und innerhalb des europäischen Innovationsökosystems nachhaltig zu wachsen. Die Nutzung von Patentdaten zur Optimierung der IP- Auswertung ermöglicht es Innovatoren, neue Ideen schneller auf den Markt zu bringen und fundiertere strategische Geschäftsentscheidungen zu treffen. Diese Ziele sind eng an den aktuellen politischen Prioritäten ausgerichtet, wie in der am 28. Mai 2025 veröffentlichten EU-Strategie für Start-ups und Scale-ups zum Ausdruck kommt. Diese Codefest-Challenge ist ein Beitrag zu den Bemühungen des EPA bei der Entwicklung fortschrittlicher Tools, die Innovatoren dabei helfen, den Wert ihrer Patentportfolios zu beurteilen, um intelligentere Entscheidungen in Bezug auf geistiges Eigentum und Investitionen zu treffen.

Weitere Informationen

Codefest 2023 zu grünen Kunststoffen

Codefest 2024 zu generativer KI 

Codefest Frühjahr 2025 zur Klassifikation von Patentdaten für eine nachhaltige Entwicklung

Patentinformationsdaten des EPA