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Akademisches Forschungsprogramm: neuer Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen

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Das Europäisches Patentamt (EPA) hat heute einen neuen Aufruf zum Einreichen von Forschungsvorschlägen gestartet, die zeigen, wie die neuesten Tools des EPA zum Generieren einzigartiger Patent Intelligence genutzt werden können.

Das akademische Forschungsprogramm des EPA richtet sich an Forscher und Forscherinnen, die einen echten Unterschied in unserer realen Welt bewirken möchten. Nach acht Jahren und fünf früheren Aufrufen zum Einreichen von Vorschlägen hat das Programm über zwanzig wegweisende Forschungsprojekte in den verschiedensten patentbezogenen Themenbereichen finanziert – von Innovation und Wirtschaftswachstum bis hin zum Wissenstransfer.

Deie sechste Ausschreibung soll praktische, lösungsorientierte Forschungsprojekte unterstützen, die zwei leistungsstarke Tools des EPA nutzen: die Technology Intelligence Platform (TIP) und PATSTAT. Dies ist eine einzigartige Gelegenheit, Patent Intelligence zu generieren, die für Innovatorinnen und Innovatoren, Unternehmen, Entscheidungsträger/innen, Anleger/innen und die nächste Generation in einer immer komplexeren Welt einen echten Mehrwert liefert. Insgesamt können bis zu sechs Projekte mit je bis zu 50 000 EUR finanziert werden.

Zwei Themenbereiche

Vorschläge für Forschungsprojekte können bis 27. Februar 2026 für diese Themenbereiche eingereicht werden:

  • Themenbereich A: Fortschrittliche Methoden für die Erstellung von Prognosen über Patentanmeldungen

    Datengesteuerte Einblicke in Innovationen können uns dabei helfen, technologische Entwicklungen zu verstehen und zu lenken. Das EPA lädt Forschungsteams ein, Methoden zum Prognostizieren der zukünftigen Patentanmeldungen in verschiedenen Ländern, Branchen und Technologiebereichen zu entwickeln.

  • Themenbereich B: Lokale Ökosysteme akademischer Erfinder und Universitäten

    In Zeiten rasanter technologischer Änderungen hängt die Wettbewerbsfähigkeit Europas von der Kenntnis ab, was an welchem Ort, von wem und mit welchen möglichen Auswirkungen entwickelt wird. Dieser Themenbereich betrifft Forschung über akademische Erfinder und Hochschulen, deren Leistung als wichtige Akteure in Innovationssystemen in Europa sowie die damit verbundenen Herausforderungen wie den Zugang zu Finanzierung und Barrieren bei der Vermarktung. Das EPA lädt Hochschulteams ein, aufbauend auf einer Studie des EPA aus 2024 über die Rolle europäischer Hochschulen bei Patentierung und Innovation, Forschungsprojekte zu diesem Thema zu entwickeln.

Leistungsstarke Tools zur Unterstützung der Forscherinnen und Forscher

Für ihre Projekte stehen den Forscherinnen und Forschern zwei leistungsstarke Tools des EPA zur Verfügung.

Die Technology Intelligence Platform  ist die hochmoderne Plattform des EPA zur Verarbeitung, Analyse und Visualisierung von Patentdaten. Die Plattform bietet Forschenden, Unternehmen und allen Personen mit Interesse an Daten und Innovation die Möglichkeit, anspruchsvolle Analysen von Patentdaten aus den PATSTAT-Datenbanken und zahlreichen anderen hochwertigen Datensätzen auszuführen. Die Technology Intelligence Platform ist kostenlos und bietet freien Zugriff auf PATSTAT.

PATSTAT wurde über die letzten 20 Jahre vom EPA zusammengestellt und enthält umfassende bibliografische Daten und Rechtsereignisdaten von über 100 Patentämtern weltweit, was es zu einer führenden, erstklassigen Quelle für Patent Intelligence und Statistiken macht. Zu den PATSTAT-Nutzern zählen führende internationale Organisationen, Patentinformationszentren (PATLIBs) in ganz Europa und nationale Patentämter weltweit.

Wer kann sich für das akademische Forschungsprogramm des EPA bewerben?

Projektvorschläge können von einzelnen Forschungseinrichtungen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Patentorganisation oder Gruppen von Einrichtungen eingereicht werden. Im letzteren Fall können die Partnereinrichtungen weltweit ansässig sein, solange der offizielle Bewerber für das Forschungsprojekt (Vertragspartner) seinen Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Patentorganisation hat. Die Staatsangehörigkeit der leitenden oder mitwirkenden Forscherinnen und Forscher ist dabei unerheblich.

Wie werden die Projekte ausgewählt?

Das Auswahlverfahren wird von einem wissenschaftlichen Ausschuss unter dem Vorsitz des Chefökonomen des EPA geleitet und gewährleistet die wissenschaftliche Prägnanz und die Orientierung an den strategischen Zielen des EPA, die im Strategieplan 2028 festgelegt sind, sowie am kürzlich gestarteten Zweijahresarbeitsplan (2026-2027) der Beobachtungsstelle für Patente und Technologie des EPA. Je Themenbereich werden drei Projekte ausgewählt. Die Projekte können eine Laufzeit von bis zu 18 Monaten haben.

Wo finde ich Details zu den früheren Projekten des akademischen Forschungsprogramms?

Zuletzt wurde 2021 zum Einreichen von Vorschlägen aufgerufen. Das EPA hat mehr als zwanzig Forschungsberichte veröffentlicht, die über den Link unten aufgerufen werden können. Viele der Forschungsprojekte haben langfristige Aktivitäten beim EPA angeregt, zum Beispiel den bevorstehenden Bericht über Frauen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT), der im ersten Quartal 2026 veröffentlicht werden soll.

Nächste Schritte

Lassen Sie sich diese einzigartige Gelegenheit nicht entgehen und gestalten Sie mit Ihrem Forschungsprojekt die Zukunft der Patent Intelligence, um Innovatorinnen und Innovatoren, Anleger/innen und Entscheidungsträger/innen mit verwertbaren Einblicken zu unterstützen. Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 27. Februar 2026.

Weitere Informationen über das Bewerbungs- und Auswahlverfahren finden Sie auf den unten aufgeführten Webseiten zum akademischen Forschungsprogramm und zu häufig gestellten Fragen (FAQ) zum Programm.