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Austausch mit baltischen Partnern zur Zukunft Europas

Von 23. bis 26. Februar besuchte eine EPA-Delegation unter Leitung von Präsident Campinos Estland, Lettland und Litauen, um mit Regierungsvertretern und Amtsleitungen zu Gesprächen zusammenzukommen.

Der Besuch war Teil der breit angelegten Konsultation des EPA zu seiner neuen strategischen Initiative mit dem Titel "Szenarien für die Zukunft 2025–2045". Die Initiative geht der Frage nach, wie die Zukunft des Innovationssystems aussehen könnte, und beinhaltet eine aktuelle Studie mit möglichen Szenarien, die zum 50-jährigen Bestehen des EPA im Juni 2027 veröffentlicht werden soll.

Sicherung der technologischen und ökonomischen Souveränität Europas

Im Rahmen seines Besuchs tauschte sich der EPA-Präsident mit der stellvertretenden Justizministerin von Lettland, Frau Lauma Paegļkalna, den stellvertretenden litauischen Justizministerinnen, Frau Barbara Aliaševičienė und Frau Kristina Zamarytė-Sakavičienė sowie ihrem Kollegen Herrn Martynas Dobrovolskis, und mit der Generalsekretärin des estnischen Ministers für Justiz und digitale Angelegenheiten, Frau Tiina Uudeberg, aus. Im Zentrum des Meinungsaustausch standen die europäische Innovationslandschaft sowie die Frage, wie sich die technologische und ökonomische Souveränität Europas in den kommenden Jahrzehnten sichern lässt. Thema der Gespräche waren unter anderem die Technologien, die die künftige Strategie prägen werden, sowie die Rolle, die Patentsystem und Patentämter in Zukunft spielen werden.

Der Präsident betonte bei seinen Ausführungen die Wichtigkeit derartiger Gespräche. Sie stellten sicher, dass die im nächsten Jahr vorgelegten Szenarien umfassend, inklusiv, strategisch wertvoll und an den Realitäten und Prioritäten der europäischen Staaten ausgerichtet seien.

Die ersten Ergebnisse dieser hochrangigen Konsultationen werden zusammen mit den vorläufigen Entwürfen der Szenarien bei der jährlichen Kooperationssitzung weiter erörtert, die im Mai im kroatischen Split stattfindet.

Die EPA-Initiative "Szenarien für die Zukunft 2025–2045"

2007 veröffentlichte das Amt eine Studie mit dem Titel "Scenarios for the Future", die sich mit der Zukunft des Innovationsökosystems und der Frage befasste, welche Rolle Patentsystem und Patentämter im Jahr 2025 spielen könnten. Ausgehend von dieser Studie hat das Amt nun eine neue Initiative ins Leben gerufen, die ausloten soll, wie die weitere Entwicklung in den kommenden zwei Jahrzehnten aussehen könnte.

Um eine möglichst umfassende Beteiligung sicherzustellen, begann das Amt einen breit angelegten Konsultationsprozess mit wichtigen Interessengruppen wie Mitgliedstaaten, führenden Anmeldern, Nutzerverbänden, Vertretern aus Wissenschaft und Justiz, EPA-Bediensteten und der breiteren Öffentlichkeit. Anhand der Konsultation sollen rückblickende Bewertungen der Szenarien aus der ersten Studie eingeholt und Perspektiven für die Zukunft entwickelt werden.