Auszeichnung bahnbrechender Start-ups in den Bereichen Quanteninformatik und KI

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(l-r) Alexandre Vulic, General Council of France to Bavaria; Camille Von Arnim, President of La French Tech Munich; Christoph Ernst, Vice-President Legal & International Affairs, EPO; Franziska Neuberger, Head of Unit Digitisation & ICT, Chamber of Commerce and Industry for Munich and Upper Bavaria (IHK); Dr. Hans Michael Strepp, Head of the Bavarian State Ministry for Digital Affairs

(v. l. n. r.) Alexandre Vulic, Generalkonsul von Frankreich in München; Camille Von Arnim, Präsidentin von La French Tech München; Christoph Ernst, Vizepräsident für Rechts- und internationale Angelegenheiten, EPA; Franziska Neuberger, Referatsleiterin Digitalisierung & IKT, Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern (IHK); Dr. Hans Michael Strepp, Leiter des Bayerischen Staatsministeriums für digitale Angelegenheiten

Das Europäische Patentamt (EPA) nahm an der „Servus Scale Up 2026“ in München teil und hob dabei die Rolle von Patenten, Patentdaten und IP-Fachwissen bei der Unterstützung des europäischen Innovationsökosystems im Bereich der Quanteninformatik hervor. Die Veranstaltung brachte 200 französische und bayerische Start-ups, Investoren, Fachleute für Technologietransfer, Forscher und politische Entscheidungsträger zusammen, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei neuen Technologien zu stärken.

Die Veranstaltung am 8. Juli war die vierte Ausgabe, die von La French Tech Munich organisiert wurde, um die französischen und bayerischen Start-up-Ökosysteme zusammenzubringen. Das diesjährige Programm war den Quantentechnologien gewidmet und bot Start-ups, Investoren, politischen Entscheidungsträgern und anderen Akteuren aus dem Innovationsbereich die Möglichkeit, an Podiumsdiskussionen zu diesem Thema teilzunehmen sowie an einem Live-Pitching-Wettbewerb und Networking-Aktivitäten.

Christoph Ernst, Vizepräsident für Rechts- und internationale Angelegenheiten beim EPA, hielt eine Eröffnungsrede, in der er die Bedeutung der Unterstützung europäischer Deep-Tech-Start-ups und die Notwendigkeit der Stärkung grenzüberschreitender Innovationsökosysteme hervorhob. Unter Bezugnahme auf aktuelle Erkenntnisse des EPA stellte er fest, dass sich die Zahl der Quantenpatente in den letzten zehn Jahren verfünffacht habe, bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 20 % – etwa zehnmal schneller als der Durchschnitt aller Technologiebereiche. Er hob außerdem hervor, dass der Anteil Europas an den internationalen Patentfamilien (IPFs) im Bereich der Quantentechnologien im gleichen Zeitraum von 19 % auf 25 % gestiegen sei, was die starke Position des Kontinents in diesem strategisch wichtigen Bereich unterstreiche. Er betonte ferner die Notwendigkeit, Europas Deep-Tech-Start-ups dabei zu unterstützen, zu wachsen und weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben. In diesem Zusammenhang listet der „Deep Tech Finder“ des EPA mittlerweile fast 150 europäische Quanten-Start-ups auf und bietet damit wertvolle Einblicke in einen Sektor, in dem Europa zwar weiterhin stark ist, aber im Vergleich zu den Vereinigten Staaten nach wie vor mit einer Finanzierungslücke konfrontiert ist. Im weiteren Verlauf des Abends überreichte Christoph Ernst einen der Preise im Rahmen des Start-up-Pitching-Wettbewerbs und stärkte damit den Dialog des EPA mit der Deep-Tech-Community. 

Umwandlung hochwertiger Patentdaten in verwertbare Erkenntnisse zu Quantentechnologien

Die Teilnahme des EPA an dieser Veranstaltung ergänzte zudem die Arbeit der EPA-Beobachtungsstelle für Patente und Technologie im Bereich der Quantentechnologien, darunter die gemeinsame Studie mit der OECD, die spezielle Plattform für Quantentechnologie sowie den kürzlich gestarteten EPO Data Desk, der detaillierte Dashboards zu quantenbezogenen Patenttrends bereitstellt. Zusammen bilden diese Initiativen einen Teil des wachsenden Instrumentariums des EPA zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und helfen Innovatoren, Investoren und politischen Entscheidungsträgern, fundierte Entscheidungen zu treffen und Chancen in sich rasch entwickelnden Deep-Tech-Bereichen zu erkennen. Durch die Kombination von Patentwissen, Daten und Informationen unterstützt das EPA die Akteure dabei, sich neu entstehende Chancen zu erschließen und schnell darauf zu reagieren, um eine industrielle Führungsposition zu erlangen.