Das EPA startet seinen „Data Desk“ und stellt damit verwertbare Informationen für Europas Innovatoren und politische Entscheidungsträger bereit

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President Campinos introducing the new Data Desk when speaking at the Sovereignty Arena of VivaTech
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Präsident Campinos stellt den neuen Data Desk bei seiner Rede in der Sovereignty Arena der VivaTech vor

Der neue Data Desk des EPA bietet auf einer einzigen, benutzerfreundlichen Plattform einzigartige Einblicke in globale Technologietrends, Patentanmeldungen und die neuesten Deep-Tech-Entwicklungen. Das vom EPA-Observatorium entwickelte Tool bietet Nutzern kostenlosen und uneingeschränkten Zugang, um Trends in allen Ländern und Technologiebereichen detaillierter als je zuvor zu erkunden, zu analysieren und zu visualisieren. Das Tool wurde gestern in Paris auf der VivaTech vorgestellt, Europas größter jährliche Start-up- und Technologiemesse, an der das EPA zum dritten Mal in Folge in Zusammenarbeit mit dem französischen Institut für gewerbliches Eigentum (INPI France) teilnahm. 

Zu den Höhepunkten zählten eine Präsentation von Amtspräsident António Campinos, ein Workshop mit Start-ups und Investoren aus den Bereichen Quanten- und Deep-Tech sowie gemeinsame Veranstaltungen mit dem INPI France. Über die VivaTech hinaus arbeitet das EPA bei Start-up-Veranstaltungen in ganz Europa mit nationalen Patentämtern zusammen, um für geistiges Eigentum zu werben, kostenlose Tools wie den „Data Desk“ vorzustellen und direkt mit Start-ups und KMU in Kontakt zu treten.

 

Nutzbare Informationen für die technologische Souveränität Europas

Die Einführung des Data Desk erfolgt zu einem äußerst günstigen Zeitpunkt: Die Europäische Kommission hat Anfang dieses Monats ihr „Technologie-Souveränitätspaket“ vorgestellt, das wichtige Politikbereiche wie KI, Quanteninformatik, Daten, Cybersicherheit, Energie und Halbleiter zusammenführt, um den Rückstand Europas gegenüber den USA und anderen Ländern in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Beschäftigung und Marktanteile zu verringern.

Bei der Bewertung der Innovationslandschaft stellt EPA-Präsident António Campinos fest: „Die technologische Souveränität Europas steht unter beispiellosem Druck, da viele Schlüsselbranchen von externen Abhängigkeiten betroffen sind. Europa sollte seine erstklassige Forschung nutzen, um bei strategischen Technologien wie Batterien, Halbleitern, Quantencomputern und künstlicher Intelligenz unabhängiger zu werden. Es sollte den Schwerpunkt auf die Skalierung von Innovationen legen, die die größte Wirkung erzielen können. Deshalb ist Patentintelligenz so wichtig. Beispielsweise liefern die Kartografien in unserem neuen Data Desk politischen Entscheidungsträgern und Investoren detaillierte Informationen, anhand derer sie erkennen können, welche Nischenbereiche das größte Potenzial haben, und die führenden Akteure identifizieren können.“ 

Speziell zusammengestellte Kartografien bahnbrechender Technologiebereiche

Die öffentlich zugängliche Online-Ressource ermöglicht es jedem, Patenttrends detaillierter als je zuvor zu erkunden. Sie enthält speziell zusammengestellte Datensätze zu fünf entscheidenden, sich rasch entwickelnden Bereichen, wobei die ersten Kartografien Technologien der Energiewende und Quantencomputing abdecken. Weitere wichtige digitale Technologien werden im Laufe dieses Jahres im Einklang mit dem „Technology Sovereignty Package“ hinzugefügt.

 

Erweiterte globale Daten zum europäischen Technologiemarkt

Der „Data Desk“ enthält alle vom EPA bereits veröffentlichten Daten zu Technologietrends, jedoch mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche und Daten aus 15 Jahren. Er umfasst Dashboards, die die Patentanmeldetätigkeit in verschiedenen Herkunftsländern und allen 35 Technologiebereichen veranschaulichen. Nutzer können Trends bei erteilten Patenten und Einheitspatenten sowie die Patentanmeldungen pro Kopf für wichtige Herkunftsländer untersuchen.

Dashboard bestätigt die verbesserte Leistung patentaktiver Deep-Tech-Start-ups

Der „Data Desk“ umfasst zudem ein neues Dashboard, das Kennzahlen zu über 8.000 europäischen Deep-Tech-Start-ups liefert, die aus dem „Deep Tech Finder“ des EPA ausgewählt wurden. Die Kennzahlen vergleichen die Gesamtleistung dieser Start-ups, von denen jedes mindestens eine europäische Patentanmeldung vorweisen kann, mit der von weiteren 280 000 europäischen Start-ups ohne Patentanmeldungen. Daraus wird der Einfluss von Patentanmeldungen auf die Finanzierung, die Häufigkeit von Transaktionen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Exit-Rate deutlich; dabei können Nutzer je nach Interesse nach Ländern und Branchen filtern. Mit Blick auf den Zeitraum 2020–2024 zeigt das Dashboard, dass die Gruppe der patentaktiven europäischen Deep-Tech-Start-ups im Vergleich zu europäischen Start-ups ohne Patentanmeldungen eine Finanzierungsintensität von +137 %, eine Transaktionshäufigkeit von +356 % und eine Arbeitsplatzschaffungsrate von +181 % aufwies.

VivaTech 2026 – Wachstumsimpulse für Technologie-Start-ups

Präsident Campinos tauschte sich auf der VivaTech auch direkt mit wichtigen Akteuren im Innovationsbereich aus, darunter INPI-Generaldirektor Pascal Faure. Sie bekräftigten die starke Partnerschaft zwischen den beiden Ämtern, unter anderem im Hinblick auf die Förderung von Innovation und die Bedeutung des geistigen Eigentums. Gilles Requena, Chief Patent Research and Policy Officer, eröffnete zudem den „Germany Day“ in der Quantum Zone der VivaTech, einem Bereich, der der Quanteninnovation aus Frankreich und Deutschland gewidmet ist.

Während seines Aufenthalts in Paris traf Präsident Campinos mit Arthur Mensch, dem CEO von Mistral AI, zusammen, um sich über den verantwortungsvollen und effektiven Einsatz künstlicher Intelligenz auszutauschen. Im Mittelpunkt ihres Gesprächs am Dienstag standen gemeinsame Ziele zur Stärkung der Innovation, zur Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen – einschließlich der strategischen Zusammenarbeit von Mistral AI mit dem EPA – sowie zur Förderung der technologischen Souveränität Europas durch vertrauenswürdige KI-Lösungen. Ebenfalls am Rande der VivaTech traf Präsident Campinos mit Jean-Luc Moullet, Generaldirektor für Forschung und Innovation im französischen Ministerium für Hochschulbildung, Forschung und Raumfahrt, zusammen, um sich über Politik, Technologietrends und Wettbewerbsfähigkeit auszutauschen. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche standen die starken Leistungen Frankreichs im Bereich der Patentierung und der Deep-Tech-Innovation.