Die EPO-Mitgliedstaaten treffen sich zu ihrer 20. Jahrestagung zur Zusammenarbeit
20. Jahrestagung des EPA zur Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten in Split am 11. und 12. Mai 2026
Das EPA hielt am 11. und 12. Mai 2026 seine 20. Jahrestagung zur Zusammenarbeit mit den nationalen Patentämtern in Split, Kroatien, ab. Die Veranstaltung konzentrierte sich auf die Zukunft der Innovation in Europa und brachte über 80 Teilnehmer zusammen, darunter 27 Amtsleiter und wichtige Interessengruppen, um die für Innovationsökosysteme ausschlaggebenden Faktoren zu besprechen und gemeinsame Prioritäten für das Europäisches Patentnetz (EPN) zu definieren.
Das vom Staatlichen Amt für geistiges Eigentum der Republik Kroatien veranstaltete Treffen wurde mit einem Grußwort des kroatischen Wirtschaftsministers Ante Šušnjar und einer Eröffnungsrede des Präsidenten des EPA, António Campinos, eröffnet.
In seiner Eröffnungsrede betonte Präsident Campinos, wie wichtig es sei, das europäische Innovationsökosystem durch Zusammenarbeit zu stärken: "Der Fortschritt ist am stärksten, wenn er über ganz Europa hinweg zusammen aufgebaut wird. Dieser gemeinsame Zweck bringt uns hier zu unserem 20. jährlichen Treffen zusammen. Doch heute ist mehr als ein Meilenstein. Es ist ein Moment, um aus unserer jetzigen Perspektive zurückzublicken, aber auch nach vorne zu schauen, auf die nächsten 20 Jahre und auf die Art von Netzwerk, die wir noch werden müssen."
Prioritäten für die kommenden Jahre setzen
Im Zentrum der Diskussionen standen die wichtigsten Treiber, die die Innovation prägen und dazu beitragen, zukünftige strategische Prioritäten zu definieren. Die als Meilenstein für die neue Initiative Szenarien für die Zukunft 2025–2045 konzipierte Jahrestagung 2026 brachte die Mitgliedstaaten zu einer strategischen Diskussion darüber, wie das Netzwerk zukunftsfähig gemacht werden kann, zusammen. Die Teilnehmenden betonten Prioritäten, wie Fortschritte bei KI-gestützten Prozessen, Investitionen in gemeinsame Dateninfrastruktur, die Stärkung der Fähigkeiten über alle Ämter hinweg und die Verbesserung des Zugriffs auf das Patentsystem für KMU, Start-up-Unternehmen und erstmalige Nutzer und Nutzerinnen.
Im Rahmen des Programms fanden mehrere interaktive Sitzungen rund um drei Kernthemen statt: die Auswirkungen von KI auf das Patentsystem, die Modernisierung der Patenterteilungsprozesse des EPN und die Entwicklung neuer Dienstleistungen zur Unterstützung des breiteren europäischen Innovationsökosystems. Diese Sitzungen kombinierten Einblicke von Experten mit Beiträgen aus dem gesamten Netzwerk und ermöglichten so einen offenen Austausch von Perspektiven.
Bei der Tagung wurde ebenfalls die Zusammenarbeit in Aktion hervorgehoben und laufende Initiativen sowie praktische Beispiele der Zusammenarbeit präsentiert, darunter die Kontaktaufnahme mit Start-up-Unternehmen und jungen Erfindern sowie kapazitätsaufbauende Programme über das gesamte Netzwerk hinweg.
In seinen abschließenden Ausführungen fasste der Vizepräsident des EPA, Christoph Ernst, wichtige Erkenntnisse zusammen und bekräftigte das gemeinsame Engagement für die Stärkung der europäischen Innovationslandschaft durch fortgesetzte Zusammenarbeit, um in den nächsten 20 Jahren ein noch stärkeres Europäisches Patentnetz aufzubauen.