EEP 2025 und Vorbereitung auf die EEP 2026
Nach den jüngsten Sitzungen des EEP-Aufsichtsrats im Juni und der Prüfungskommission im Juli wurden alle Ergebnisse der Europäischen Eignungsprüfung (EEP) 2025 versandt und die Prüfungsdaten für 2027 bekannt gegeben. Unter den insgesamt rund 2 000 Teilnehmenden aus 65 Ländern der diesjährigen EEP waren mehr als 41 % Frauen.
Mitteilung über Prüfungsergebnisse 2025
Über 600 Bewerberinnen und Bewerber erhielten ihre Ergebnisse drei Wochen nach Absolvieren der erstmals durchgeführten Grundlagenaufgabe F. Die Ergebnisse der Hauptprüfungsaufgaben A bis D wurden am 7. Juli versandt. Während in allen Mitteilungen das Ergebnis – bestanden oder nicht bestanden – korrekt angegeben war, stellte sich heraus, dass sich bei der automatischen Erstellung der Mitteilungen einige kleinere Fehler eingeschlichen hatten. Das EPA reagierte umgehend mit dem Versand angepasster Schreiben binnen 24 Stunden. Rechtsverbindlich sind allein die auf den 8. Juli 2025 datierten, korrigierten Fassungen. Wir sind uns der Bedeutung bewusst, die diese Mitteilung für alle Bewerberinnen und Bewerber hat, und bitten aufrichtig um Entschuldigung für die Verwirrung und Unannehmlichkeiten.
EEP-Umfrage 2025: mehr Flexibilität, Barrierefreiheit und ausgewogenere Geschlechterverteilung dank Digitalformat
Seit Einführung der vollständig digitalen EEP im Jahr 2021 kann die Prüfung von jedem beliebigen Ort der Welt aus elektronisch abgelegt werden – ein wesentlicher Beitrag zu mehr Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit der EEP sowie einer besseren Work-Life-Balance der Bewerberinnen und Bewerber. Dies spiegelt sich deutlich in der jährlichen EEP-Umfrage unter Prüfungsteilnehmenden mit in diesem Jahr knapp 500 Antworten wider.
Besonders erfreulich ist dabei, dass die digitale EEP offenbar 77 % der Bewerberinnen und Bewerber die Vereinbarkeit familiärer und beruflicher Verpflichtungen erleichtert; 2021 waren es mit 61 % noch 16 % weniger. Dies zeigt, dass die Flexibilität elektronischer Prüfungsformate zunehmend wertgeschätzt wird. Diese sorgt neben einer besseren Work-Life-Balance auch für ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis, da nun mehr Frauen an der Prüfung teilnehmen. Tatsächlich hat sich der Anteil der EEP-Kandidatinnen auf mittlerweile mehr als 41 % gesteigert. Um die Inklusion weiter zu fördern, hat das EPA das Programm zur Unterstützung von EEP-Bewerberinnen und -Bewerbern (CSP) ins Leben gerufen, das Frauen mehr Chancen in der Patentwelt eröffnen und damit Genderparität erreichen will.
Auf dem Weg zur Europäischen Eignungsprüfung 2026
Die EEP 2025 und mit ihr die erste Grundlagenaufgabe F markieren einen wichtigen Meilenstein in der laufenden EEP-Reform für den Übergang zu einem modernen modularen Prüfungsformat, dessen Aufgaben M1 bis M4 schrittweise von 2026 bis 2027 eingeführt werden sollen. Die Hauptprüfungsaufgaben A bis D werden nächstes Jahr zum letzten Mal angeboten. Für eine bessere Vorbereitung sind bereits Probeprüfungen mitsamt Modelllösungen für die neuen Aufgaben F und M1 verfügbar.
Wichtige Termine für die EEP 2026
Bei der Vorbereitung auf die EEP 2026 sind folgende Fristen zu beachten:
- Die Anmeldung über das EQC-Portal ist vom 8. Juli bis zum 22. September 2025 möglich.
- Derzeit laufen Anmeldungen zum Kurs der Europäischen Patentakademie für die Vorbereitung auf die EEP-Aufgabe F, der am 1. September 2025 beginnt.
Die EEP als Gütesiegel
Die EEP ist ein Gütesiegel für das europäische Patentsystem, die Patentanwaltschaft und alle, die die Prüfung erfolgreich absolviert haben, darunter zahlreiche EPA-Prüferinnen und -Prüfer. Seit Einführung der EEP im Jahr 1979 wurden auf diese Weise mehr als 14 000 Patentfachleute in die Liste der beim EPA zugelassenen Vertreter aufgenommen.
Nähere Informationen zur EEP-Reform und zum Prüfungsprozess finden sich unter den nachstehenden Links.