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EPA-EFPIA-Jahrestreffen 2025

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EPO Vice-President Steve Rowan and EFPIA Director of Intellectual Property Policy Michael Swita with their respective delegations

Steve Rowan, Vizepräsident des EPA, und Michael Swita, Direktor für geistiges Eigentum beim EFPIA, mit ihren jeweiligen Delegationen

Am 4. Dezember 2025 trafen sich das EPA und der Europäische Verband der pharmazeutischen Industrie (EFPIA) in München zu ihrem jährlichen Austausch.

Unter dem Vorsitz von EPA-Vizepräsident Steve Rowan kamen hochrangige Vertreter der biopharmazeutischen Industrie zusammen, um über Patentqualität, Rechtssicherheit und Innovation in den Bereichen Gesundheit und Life-Sciences zu sprechen.

Das EFPIA legte seine Prioritäten dar und wies auf die Bedeutung solider Prüfungspraktiken für komplexe pharmazeutische Erfindungen hin, insbesondere für Antikörper und fortschrittliche Biologika. Es hob außerdem die Bedeutung einer vorhersehbaren Praxis für Teilanmeldungen und Klarheit in der sich entwickelnden Rechtsprechung zur Plausibilität hervor sowie die strategische Bedeutung der laufenden EU-Reform zum künftigen einheitlichen ESZ-System, das vom EPA in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk nationaler Fachleute verwaltet werden soll.

Das EPA berichtete über die Fortschritte bei der Umsetzung seines Strategieplans 2028, darunter Investitionen in die Personalbeschaffung, umfangreiche Schulungen für Prüfer/innen und KI-gestützte Tools zur Unterstützung einer einheitlichen, qualitativ hochwertigen Prüfung. Ein Update zur digitalen Transformation umfasste Entwicklungen vom MyEPO-Portfolio bis zum Übergang zu einem volldigitalen Workflow für die Patenterteilung bis 2027. Die Teilnehmenden erhielten außerdem Sachstandsberichte zum Qualitätsaktionsplan 2025, zum erweiterten Programm der EPA-Beobachtungsstelle für Patente und Technologie sowie zur anhaltend starken Akzeptanz des einheitlichen Patentsystems.

Sicherung von Qualität, Vorhersehbarkeit und Vertrauen in einem sich schnell entwickelnden Sektor

Beide Organisationen betonten die Bedeutung eines hochwertigen, zeitnahen und vorhersehbaren Patentsystems für die Unterstützung der langen Entwicklungszyklen und der wissenschaftlichen Komplexität, die mit pharmazeutischen Innovationen einhergehen. Sie waren sich einig, dass eine effektive Zusammenarbeit zwischen Patentämtern und Industrie nach wie vor unerlässlich ist, um Rechtssicherheit zu gewährleisten, Investitionen in Forschung und Entwicklung zu schützen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Bereich der globalen Gesundheitsinnovation zu stärken.

Das EPA bekräftigte sein Engagement für transparente Qualitätsprozesse, harmonisierte Praktiken und eine evidenzbasierte Politik, die sich auf das Feedback der Nutzer stützt. Das EFPIA würdigte die Offenheit des EPA und die Möglichkeit, sich direkt in technische und politische Fragen einzubringen, die für die Life-Sciences-Community von Bedeutung sind.

Das Treffen endete mit der gemeinsamen Absichtserklärung, den regelmäßigen Austausch über Prüfungspraxis, digitale Transformation, Themen im Zusammenhang mit Regulierungs- und Patentrecht sowie Studien der Beobachtungsstelle fortzusetzen.

Über das EFPIA

Das EFPIA ist die Stimme der in Europa tätigen biopharmazeutischen Industrie. Zu den direkten Mitgliedern der Organisation zählen 37 nationale Verbände, 40 führende Pharmaunternehmen und eine Reihe von KMU. Das EFPIA setzt sich für die Interessen ihrer Mitglieder bei der Entwicklung und Bereitstellung neuer Therapien und Impfstoffe ein.