EPA präsentiert Patentinformationen auf dem OECD Blue Sky Forum 2026

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The EPO participated in the 4th OECD Blue Sky Forum on Science, Technology and Innovation Data and Indicators, held in Paris on 14-16 September 2026. Photo courtesy of OECD

Das Europäische Patentamt (EPA) hat am 4. OECD-Blue Sky Forum zu Daten und Indikatoren in Wissenschaft, Technologie und Innovation teilgenommen, das vom 14. bis 16. September 2026 stattfand. Bei der Veranstaltung in Paris hob Yann Ménière, Chefökonom des EPA, hervor, wie das EPA hochwertige Patentdaten in verwertbare Technologieinformationen für Forscher, Innovatoren und politische Entscheidungsträger umwandelt. 

Das OECD Blue Sky Forum, eine alle zehn Jahre stattfindende Flaggschiff-Veranstaltung, versammelt eine internationale Gemeinschaft, die an der Erstellung und Nutzung von Daten zu Wissenschaft, Technologie und Innovation beteiligt ist. Die Ausgabe 2026 konzentrierte sich auf neue Datenquellen, Methoden und Indikatoren, die politischen Entscheidungsträgern helfen, sich schnell entwickelnde Innovationssysteme zu verstehen.

Yann Ménière wirkte an einer Sitzung zum Thema Daten für aufstrebende und kritische Technologiebereiche mit. Er stellte die einzigartige Fähigkeit des EPA vor, aus Patentinformationen Erkenntnisse über technologische Entwicklungen zu gewinnen. Möglich wird dies durch eine wachsende Palette kostenlos nutzbarer EPA-Tools, darunter den Deep Tech Finder, das kürzlich eingeführte Daten-Desk sowie eine sich ständig erweiternde Reihe von Technologieplattformen.

Von Patentdaten zu fundierten Entscheidungen in der Technologie- und Innovationspolitik

Der Chefökonom hob außerdem die Technology Intelligence Platform (TIP) und die globale Patentdatenbank EPO PATSTAT hervor. TIP bietet kostenlosen, browserbasierten Zugriff auf EPO PATSTAT sowie Rechenleistung zur Analyse, Kombination und Visualisierung von Datensätzen aus dieser und jeder anderen vertrauenswürdigen Quelle. 

Darüber hinaus bot das Forum die Gelegenheit, aktuelle Arbeiten der Beobachtungsstelle für Patente und Technologie des EPA zum Beitrag von weiblichen Erfinderinnen zu Patentierungen und Innovationen sowie das DOC-TRACK-Projekt vorzustellen. DOC-TRACK wurde gemeinsam mit einem Konsortium europäischer Forschungseinrichtungen entwickelt und verknüpft Informationen über Doktoranden im MINT-Bereich mit wissenschaftlichen Publikations- und Patentdaten, um Zusammenhänge zwischen Forschungskarrieren, wissenschaftlicher Leistung und Patentierung zu untersuchen. Dies unterstützt die Analyse von Themen wie den Karrierewegen von weiblichen Erfinderinnen und der Mobilität junger Forscher/innen und Erfinder/innen in ganz Europa.

Stärkung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Innovationsdaten

In einer weiteren von der Europäischen Vereinigung der Forschungs- und Technologieorganisationen (EARTO) organisierten Sitzung stellte der Chefökonom Daten des EPA zur Tätigkeit von Forschungseinrichtungen im Bereich des geistigen Eigentums vor. Im Rahmen der Diskussion wurde erörtert, wie der Beitrag von Forschungs- und Technologieorganisationen zu Innovationsökosystemen durch Wissenschafts- und Technologieindikatoren besser erfasst werden kann.

Die Teilnahme des EPA an der Veranstaltung baute auf dessen langjähriger Zusammenarbeit mit der OECD im Bereich der Patentstatistik und Innovationsanalyse auf. Im Dezember 2025 erneuerten die beiden Organisationen ihr Memorandum of Understanding, um die gemeinsame Arbeit zu Patent- und Technologietrends zu verstärken und eine evidenzbasierte Wissenschafts-, Technologie- und Innovationspolitik zu unterstützen.