EPA-Präsident besucht Angola und São Tomé und Príncipe, um die Zusammenarbeit bei Innovation und Patentschutz zu stärken
Unterzeichnung des Validierungsabkommens mit der Republik Angola
Neben hochrangigen Gesprächen zu Innovation, Technologietransfer und Patentschutz wurde auch ein Validierungsabkommen zwischen der Republik Angola und der Europäischen Patentorganisation unterzeichnet.
Bei einem offiziellen Besuch in Angola und São Tomé und Príncipe kam EPA-Präsident António Campinos mit dem angolanischen Minister für Industrie und Handel, Rui Miguens, dem Staatssekretär für Industrie, Carlos Rodrigues, sowie dem Premierminister von São Tomé und Príncipe, Américo d'Oliveira dos Ramos, und der Außenministerin, Ilza Amado Vaz zusammen. Thema der Gespräche war die Stärkung der Zusammenarbeit auf den Gebieten Patentschutz, Innovation und Technologietransfer.
Ein Meilenstein für Angola
Ein Höhepunkt des Besuchs war die Unterzeichnung des Abkommens über die Validierung europäischer Patente zwischen der Regierung der Republik Angola und der Europäischen Patentorganisation am 23. Juni. Das Abkommen markiert einen wichtigen Schritt zur Stärkung des angolanischen Innovationsökosystems sowie zu dessen Einbindung in das internationale Patentsystem.
Vertiefung der Innovationspartnerschaft
Auf dem Besuchsprogramm standen auch Treffen mit dem Premierminister von São Tomé und Príncipe, Américo d'Oliveira dos Ramos, und der Außenministerin des Landes, Ilza Amado Vaz, bei denen die Rolle eines hochwertigen Patentschutzes für die Unterstützung des Wirtschaftswachstums, die Gewinnung von Investitionen und die Förderung von Innovationen im Mittelpunkt stand.
Die Delegation des EPA traf sich außerdem mit der Leitung der beiden nationalen IP-Ämter, Ana Paula Miguel, Generaldirektorin des Angolanischen Instituts für gewerblichen Rechtsschutz, und Adérito Bonfim, Direktor des Nationalen Dienstes für gewerblichen Rechtsschutz von São Tomé und Príncipe. Im Rahmen des Besuchs fand auch ein gemeinsames Arbeitsessen mit Vertretern der Hochschule von São Tomé und Príncipe und weiteren wichtigen Akteuren aus dem Innovationsökosystem des Landes statt. Die Veranstaltung trug zu einer besseren Abstimmung und Koordination von Initiativen bei, die auf die Unterstützung lokaler Innovatoren und die Förderung des Technologietransfers abzielen.
Während seines Besuchs bekräftigte Präsident Campinos wiederholt das Bestreben des EPA, nationale Innovationsökosysteme durch den Aufbau von Kapazitäten, den Austausch von Wissen und die technische Zusammenarbeit zu unterstützen. Dabei hob er die Bedeutung starker Partnerschaften für die Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung und einen besseren Zugang zu Technologie hervor. "Das EPA wird im Zuge dieser Partnerschaft Angola seine Expertise, seine Tools und sein Wissen zur Verfügung stellen und das Land dabei unterstützen, lokale Kapazitäten zu stärken, den Technologietransfer zu fördern und ein dynamischeres Innovationsökosystem aufzubauen, das greifbare Vorteile für die angolanische Wirtschaft und für die Bevölkerung des Landes mit sich bringt."
Über Validierungsabkommen
Validierungsabkommen eröffnen Erfindern und Unternehmen eine einfache, zeit- und kostensparende Möglichkeit, mit einer einzigen europäischen Patentanmeldung und ohne Einreichung auf nationaler Ebene einen hochwertigen Schutz für ihre Innovationen zu erlangen.
Validierungsabkommen machen nicht nur die Märkte dieser Länder für Inhaber europäischer Patente attraktiver, sondern können auch dazu beitragen, ausländische Investoren anzuziehen, den Technologietransfer zu erleichtern und das Patentsystem insgesamt nachhaltiger zu gestalten.