EPA-Präsident trifft wichtige EU-Partner in Brüssel

EPA- und EISMEA-Delegation

EPA-Präsident António Campinos (Mitte links) mit dem EU-Kommissar für Demokratie, Justiz, Rechtsstaatlichkeit und Verbraucherschutz Michael McGrath (Mitte rechts)

Vom 23. bis 25. März besuchte EPA-Präsident António Campinos Brüssel, um die Zusammenarbeit mit wichtigen europäischen Partnern zu stärken. Die Reise bot Gelegenheit, sich mit Interessenvertretern über die laufende Zusammenarbeit auszutauschen, künftige Prioritäten zu erörtern und die neuesten Erkenntnisse aus dem EPO Technology Dashboard 2025 zu teilen, das Innovations-Hotspots und die globale Position Europas aufzeigt. Die Rolle der Patentintelligenz bei der Unterstützung der Innovationspolitik war auch ein zentrales Thema eines hochrangigen Euronews-Panels, an dem auch der Präsident teilnahm.

Europa im globalen Innovationswettlauf: Erkenntnisse aus dem Technologie-Dashboard des EPA

Das EPA und Euronews organisierten gemeinsam die Veranstaltung "From research to global impact: How Europe can win the competitiveness race", bei der politische Entscheidungsträger, Innovatoren und Branchenführer zusammenkamen, um datengestützte Erkenntnisse zu erkunden. Die Veranstaltung wurde mit einer Videobotschaft von Enrico Letta eröffnet, dem Präsidenten des Jacques-Delors-Instituts und Autor eines wichtigen Berichts über die Modernisierung des europäischen Binnenmarktes durch die Stärkung der technologischen Infrastruktur Europas. In seinen Ausführungen stellte er zukunftsweisende Überlegungen zur Wettbewerbsfähigkeit, Größe und Handlungsfähigkeit Europas an. Anschließend nahm Präsident Campinos an einer Podiumsdiskussion mit namhaften Rednern teil, darunter Michiel Scheffer, Vorstandsvorsitzender des Europäischen Innovationsrates, Elvira Fortunato, Finalistin des Europäischen Erfinderpreises und ehemalige portugiesische Ministerin für Wissenschaft, Technologie und Hochschulbildung, und Emmanuelle Ghislain, CEO der Pulse Foundation. In seiner Ansprache betonte Präsident Campinos, wie eine solide Patentintelligenz dazu beitragen kann, Europas wissenschaftliche Stärken in einen globalen Markterfolg umzuwandeln. Diese Botschaft wurde durch wichtige Trends und Zahlen aus dem Technology Dashboard 2025 untermauert, das von Gilles Requena, EPA Chief Patent Research and Policy Officer, vorgestellt wurde.

EPA und EISMEA: Vertiefung der Zusammenarbeit für Start-ups und KMU

Während des Besuchs traf Präsident Campinos mit Momchil Sabev, dem neu ernannten Direktor der Exekutivagentur für den Europäischen Innovationsrat und KMU (EISMEA), zusammen. Sie besprachen die seit 2022 bestehende Zusammenarbeit, in deren Rahmen die Prüfer des EPA den Europäischen Innovationsrat bei der Ermittlung vielversprechender Start-ups und bahnbrechender Innovationen mit hohem Vermarktungspotenzial unterstützen. Die Partnerschaft zielt auch darauf ab, die Aus- und Weiterbildung im Bereich des geistigen Eigentums durch gezielte Sensibilisierungsinitiativen, insbesondere für Start-ups und KMU, auszubauen. Präsident Campinos und Direktor Sabev erörterten den gemeinsamen Jahresarbeitsplan für 2026, der die Zusammenarbeit weiter stärken wird. Der Plan sieht Maßnahmen zur Verbesserung der strategischen Intelligenz vor, einschließlich der Kartierung neuer Technologien. Dieser Bereich ist von zentraler Bedeutung für die Bemühungen des EISMEA und des EPA, öffentliche Einrichtungen, Investoren und kleine Unternehmen zu unterstützen, die auf internationaler Ebene expandieren wollen.

Austausch über Möglichkeiten zum Abbau von Verwaltungshürden für kleine Unternehmen

Außerdem traf Präsident Campinos mit Michael McGrath, EU-Kommissar für Demokratie, Justiz, Rechtsstaatlichkeit und Verbraucherschutz, zusammen. Bei dem Treffen wurde der Meilenstein hervorgehoben, dass die Europäische Patentorganisation (EPOrg) als erste internationale Organisation einen Angemessenheitsbeschluss der EU für ihren hohen Standard beim Schutz personenbezogener Daten erhalten hat, der im Juli 2025 bekannt gegeben wurde. Diese Anerkennung des robusten und modernen Datenschutzrahmens der EPOrg ist ein wichtiger Schritt hin zu einem sicheren und nahtlosen Datenfluss zwischen öffentlichen und privaten Stellen in der EU, der administrative Hürden beseitigt und die Zusammenarbeit und digitale Interaktion beschleunigt. In diesem Sinne tauschten sich die Delegationen auch darüber aus, wie das EPA die Entwicklung eines Rechtsrahmens für innovative Unternehmen unterstützen könnte, damit diese von einem einzigen, harmonisierten, EU-weiten Regelwerk profitieren können, das als 28. Regelung (EU-Inc). Dieser von Enrico Letta in seinem Bericht erstmals vorgeschlagene Rahmen wird es Existenzgründern und KMU erleichtern und kostengünstiger machen, in den 27 EU-Mitgliedstaaten zu wachsen und zu operieren.