EPA stärkt Beziehungen beim AIPPI-MidTerm-Meeting 2026
Das EPA nahm am AIPPI-MidTerm-Meeting 2026 in Marrakesch teil, tauschte sich mit internationalen Experten für geistiges Eigentum aus und betonte die Bedeutung starker Partnerschaften, der Validierung und nutzerorientierter Innovationen.
Das Europäische Patentamt (EPA) nahm am 5. und 6. Februar am AIPPI-MidTerm-Meeting 2026 in Marrakesch teil. Die Veranstaltung brachte mehr als 300 Fachleute für geistiges Eigentum aus aller Welt und dem afrikanischen Kontinent zusammen. Als Vertreter des EPA hielt Vizepräsident Christoph Ernst die Grundsatzrede und nahm an einer hochrangigen Podiumsdiskussion über die sich wandelnden Beziehungen zwischen geistigem Eigentum und Geopolitik teil.
Die Tagung stärkte die Sichtbarkeit des EPA in globalen IP-Foren und festigte die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern, darunter die Internationale Vereinigung für den Schutz des geistigen Eigentums (AIPPI) und das marokkanische Amt für gewerblichen und kommerziellen Rechtsschutz (OMPIC). Sie bot auch die Gelegenheit, direkt mit Patentanwälten in Kontakt zu treten, deren Rolle für das Verständnis und die Nutzung des Validierungssystems des EPA von zentraler Bedeutung ist.
Die entscheidende Rolle von Patentanwälten bei der Förderung von Innovation und der Gewährleistung eines zuverlässigen Patentschutzes
In seiner Eröffnungsrede betonte Vizepräsident Ernst den wesentlichen Beitrag von Patentanwälten zum globalen Innovationsökosystem. Als vertrauenswürdige Berater seien sie oft die ersten, die mit technologischen Innovationen in einem frühen Stadium in Berührung kämen, und spielten eine Schlüsselrolle bei der Sicherung eines zuverlässigen und wirksamen Patentschutzes für Erfinderinnen und Erfinder. Er betonte auch, wie wichtig es sei, einen offenen und kontinuierlichen Dialog mit den Praktikern zu pflegen, und hob den Wert ihres Feedbacks für die Bereitstellung vorhersehbarer, hochwertiger IP-Dienstleistungen hervor.
Das EPA begrüßte auch den Fokus der Tagung auf junge AIPPI-Mitglieder und bekräftigte sein Engagement für die Unterstützung der nächsten Generation von Innovatoren und IP-Fachleuten. EPA-Initiativen, darunter das Programm für junge Fachkräfte, das verbesserte Qualifizierungswege unterstützt, wurden als Schlüssel zur Entwicklung von IP-Fachwissen in Europa hervorgehoben.
Verstärkte Zusammenarbeit mit OMPIC durch Validierung
Vizepräsident Ernst hob die langjährige und produktive Partnerschaft mit OMPIC hervor. Die Erfahrungen Marokkos als erster Validierungsstaat wurden als konkretes Beispiel dafür vorgestellt, wie Validierung nationale Innovationssysteme unterstützen kann. In den letzten zehn Jahren hat die Validierung zu einer verstärkten Patentaktivität, einer tieferen Integration in globale Wertschöpfungsketten und einer Verbesserung der Prüfungskapazitäten beigetragen, unterstützt durch moderne digitale Tools. Sie bot auch die Gelegenheit, die kontinuierliche Ausweitung von Wissenstransferprojekten wie "Wissenstransfer nach Afrika" hervorzuheben, das Universitäten und Forschungseinrichtungen in ganz Afrika mit praktischer Innovationsunterstützung verbindet.
Ausblick
Das EPA bekräftigte sein Ziel, ein einfaches, zuverlässiges und weltweit kompatibles Validierungsnetzwerk weiter auszubauen, das Instrumente wie das Einheitspatent ergänzt. Wie Vizepräsident Ernst betonte, "geht es bei der Validierung darum, das Patentsystem in einer fragmentierten Welt stabil und nutzbar zu halten und gleichzeitig die nationale Souveränität zu respektieren, der Nutzerschaft zu dienen und lokale Innovationsökosysteme zu stärken". Darauf aufbauend betonte das EPA, dass der Patentschutz zugänglich und erschwinglich sein müsse und dass eine enge Zusammenarbeit mit Patentanwälten, nationalen IP-Ämtern und Innovationsakteuren für die Erreichung dieses Ziels von entscheidender Bedeutung sein werde.