EPA stärkt Beziehungen zur frankophonen IP-Community bei der ersten Jahrestagung der Alliance
Chief Patent Research and Policy Officer Gilles Requena vertrat das Europäische Patentamt (EPA) bei der ersten Jahrestagung der Alliance Francophone de la Propriété Intellectuelle (l’Alliance) am 17. Oktober in Casablanca.
Die vom Marokkanischen Amt für gewerblichen und kommerziellen Rechtsschutz (OMPIC) ausgerichtete Veranstaltung fand zum ersten Jahrestag der 2024 in Paris gegründeten Alliance statt. Die Alliance will IP-Ämter, internationale Organisationen, Wissenschaft und Stakeholder auf dem Gebiet der Innovation zusammenbringen und dadurch die gegenseitigen Beziehungen innerhalb der frankophonen IP-Community und das Bewusstsein für den Beitrag des geistigen Eigentums zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung stärken soll.
Bei der Veranstaltung in Casablanca kamen Stakeholder aus der gesamten französischsprachigen IP-Community zusammen. Sie wurde vom marokkanischen Minister für Industrie und Handel Ryad Mezzour eröffnet; die Begrüßungsansprachen hielten der Generaldirektor des französischen Nationalen Instituts für gewerblichen Rechtsschutz (INPI France) Pascal Faure, der Generaldirektor des OMPIC Abdelaziz Babqiqi sowie der Senior Counselor der WIPO George Ghandour. Bei hochrangigen Diskussionen an Runden Tischen ging es um die jüngsten Entwicklungen beim geistigen Eigentum in der derzeitigen Ära neuer Technologien sowie um die Rolle geografischer Angaben für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und die Stärkung der Position von Frauen in der frankophonen Welt.
Die Veranstaltung bot eine wertvolle Gelegenheit, bestehende Partnerschaften zu stärken, gemeinsame Prioritäten zu überprüfen und neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit auszuloten. Bei den Diskussionen trat das Engagement der Teilnehmenden für den Aufbau eines inklusiveren, dynamischeren und resilienteren Innovationsökosystems klar zutage.
Über die Alliance
Bei der vom INPI Frankreich unterstützten Alliance handelt es sich um ein informelles Netzwerk, das nationale IP-Ämter, internationale und regionale Organisationen, wissenschaftliche Institutionen und Stakeholder auf dem Gebiet der Innovation zusammenbringt. Die Alliance soll die Expertise auf dem Gebiet des geistigen Eigentums im frankophonen Raum stärken, indem sie den Wissensaustausch fördert, die gegenseitige Angleichung der IP-Systeme vorantreibt und das Profil von Ausbildungs- und Forschungsinstitutionen in französischsprachigen Ländern schärft.
Das EPA beteiligt sich als Beobachter an der Alliance und bestätigt damit sein Engagement für Vielsprachigkeit und inklusive Zusammenarbeit im globalen IP-System. Zu seinen Beiträgen gehören Schulungen zu IP-Themen in französischer Sprache, Kommunikationsmaterialien und Ressourcen, die von der Europäischen Patentakademie und der Beobachtungsstelle für Patente und Technologie entwickelt wurden. Die Analysen der Beobachtungsstelle zu den Beziehungen zwischen Innovation, Patenten und breiteren gesellschaftlichen Herausforderungen können als wichtige Informationsgrundlage für den Wissensaustausch innerhalb der Alliance dienen. Das EPA fördert außerdem die Initiative Wissenstransfer nach Afrika (KT2A), die das Vorhaben der Alliance insofern ergänzt, als sie Innovationsfähigkeiten und nachhaltige Entwicklung im frankophonen Afrika unterstützt.