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EPA trifft das CEA

Das Europäische Patentamt (EPA) veranstaltete kürzlich ein Online-Nutzertreffen mit dem Commissariat à l'énergie atomique et aux énergies alternatives (CEA).

Am 30. September traf sich das EPA mit Vertreterinnen und Vertretern des CEA, das nicht nur ein intensiver Nutzer des Einheitspatents ist, sondern 2024 auch führender Anmelder unter den öffentlichen Forschungseinrichtungen war. Das Treffen ist Teil der laufenden Bemühungen des EPA, einen offenen Dialog mit den Nutzern zu fördern, der sich auf die Qualität und die Rolle der öffentlichen Forschungseinrichtungen im europäischen Innovationsökosystem konzentriert.

Förderung eines offenen Dialogs durch direkte Einbeziehung der Nutzerschaft

Steve Rowan, Vizepräsident des EPA für den Patenterteilungsprozess, eröffnete das Treffen. Er stellte die strategische Vision des EPA vor und gab einen Überblick über die Fortschritte im Rahmen des Strategieplans 2028, wobei der Schwerpunkt auf Investitionen in das EPA-Personal, dessen Aus- und Fortbildung und Tools lag sowie auf digitaler Transformation, Qualität und Partnerschaften. Er betonte auch, wie wichtig es ist, durch die direkte Einbeziehung der Nutzerschaft einen offenen Dialog zu fördern, und sprach über den Qualitätsaktionsplan des EPA, der jährlich aktualisiert wird, um das über verschiedene Kanäle gesammelte Nutzerfeedback zu berücksichtigen.

Die Rolle europäischer Forschungseinrichtungen und ihrer Spin-offs bei der Gestaltung des Innovationsökosystems

Corinne Vedel, Leiterin der Abteilung für geistiges Eigentum beim CEA, erläuterte anschließend die aktuellen Schwerpunkte ihrer Organisation in den Bereichen Gesundheitstechnologie, nukleare Abschreckung und Sicherheit, kohlenstoffarme Energie und digitaler Wandel sowie den Auftrag des CEA, die Industrie durch Innovation zu unterstützen.

Im weiteren Verlauf des Treffens informierten die EPA-Expertinnen und -Experten über eine Reihe von Themen, darunter das Programm des EPA zur Verbesserung der Kommunikation mit KMU, Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen, sowie über Themen wie Qualität, Pünktlichkeit, Gebührenermäßigungen und Tools wie den Deep Tech Finder. Auch die Beobachtungsstelle für Patente und Technologie des EPA war ein Gesprächsthema, vor allem ihre neue Studie über europäische öffentliche Forschungseinrichtungen und Innovation, die bei einer Online-Veranstaltung am 22. Oktober vorgestellt wurde. Hervorgehoben wurde auch die Teilnahme eines Spin-off-Unternehmens des CEA an der Podiumsdiskussion "Warum Patente für KMU wichtig sind" im Rahmen des EPA-Nutzertags 2025.

Zum Abschluss des Treffens bekräftigte das CEA seinen Willen zum weiteren Austausch und dankte dem EPA für seine Initiative für Nutzertreffen. ​

Anknüpfend an das Treffen wird das EPA ein Videointerview mit Frau Vedel führen und die Aufzeichnung auf seiner Website veröffentlichen.

Über das CEA

Das Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien (CEA), das 1945 mit dem ursprünglichen Ziel gegründet wurde, die Nutzung der Kernenergie zu erforschen, ist heute eine bedeutende französische und europäische Forschungseinrichtung, die sich auf kohlenstoffarme Energietechnologien (Kernenergie und erneuerbare Energien), digitale Technologien, Verteidigung, nationale Sicherheit und Technologien für die Medizin der Zukunft konzentriert. Das CEA verfügt über ein Jahresbudget von 6,4 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 22 100 Mitarbeitende. In den letzten 15 Jahren hat die Organisation über 1 Milliarde Euro durch CEA-Start-ups aufgebracht. Seit 1972 hat sie mehr als 260 Spin-offs im Deep-Tech-Bereich gegründet. Das IP-Modell des CEA unterstreicht die Bedeutung des Technologietransfers, und die Hauptaufgabe der Organisation besteht darin, die Industrie durch Innovation zu unterstützen.