EPA veranstaltet bilaterales Treffen mit JPAA
Videointerview mit JPAA-Vizepräsident Masakazu Takahashi
EPA und Japan Patent Attorneys Association (JPAA) bestätigen ihr Engagement, Erfinder/innen durch ihre Zusammenarbeit und ihren Dialog zu unterstützen.
Am 26. November empfing das Europäische Patentamt eine Delegation der Japan Patent Attorneys Association (JPAA) an seinem Sitz in München. Der Austausch folgte einem früheren Treffen 2024 und Gesprächen im Rahmen des Besuchs von EPA-Präsident António Campinos in Japan Anfang des Jahres. Die Treffen sind Teil des fortwährenden Dialogs des EPA mit Nutzerverbänden aus wichtigen Innovationsmärkten.
EPA-Vizepräsident Christoph Ernst begrüßte die Delegation der JPAA und betonte die Bedeutung der kontinuierlichen Zusammenarbeit zur Stärkung des Patentsystems durch Qualität und Zugänglichkeit, insbesondere vor dem Hintergrund des wachsenden Interesses japanischer Anmelder/innen am Einheitspatent. Er erklärte, "Europa ist weiterhin ein wichtiger Markt für fortschrittliche Technologien und Innovationen japanischer Unternehmen. Das Einheitspatent bietet eine praktische Möglichkeit, diese Präsenz zu stärken, indem es einen einfacheren und effizienteren Schutz innerhalb Europas bietet."
Le Vice-Président de l'OEB Christoph Ernst et le Vice-Président de la JPAA Masakazu Takahashi, avec leurs délégations respectives
Anschließend berichtete die JPAA über jüngste IP-Entwicklungen in Japan sowie über ihre Erfahrungen mit den Diensten des EPA. Während des Besuchs nutzte das EPA die Gelegenheit für ein Interview mit JPAA-Vizepräsident Masakazu Takahashi. Herr Takahashi erklärte, "wir begrüßen die Anerkennung für Japans kontinuierliches Engagement im europäischen Patentsystem. Die intensive Patentaktivität und das wachsende Interesse am Einheitspatent spiegeln unser gemeinsames Bestreben wider, Innovationen und einen effizienten IP-Schutz zu fördern. Wir sind davon überzeugt, dass die fortgesetzte Zusammenarbeit und der offene Dialog zwischen dem EPA und der JPAA unsere Nutzerinnen und Nutzer weiter dabei unterstützen werden, diese Chancen bestmöglich auszunutzen."
Die Nutzungsrate des Einheitspatents durch japanische Patentanmelder/innen ist von 4,8 % im Jahr 2023 auf 7,9 % im Jahr 2024 gestiegen, wobei für 2025 bereits ein weiterer Anstieg auf 9,2 % zu beobachten ist.
Fortlaufende Verbesserung der hochwertigen EPA-Produkte und -Dienste
Das EPA stellte seinen Qualitätsaktionsplan 2025 vor und schilderte jüngste Verbesserungen bei Recherche und Prüfung, z. B. mit Blick auf die aktive Recherchenabteilung, harmonisierte Praktiken und neue Tools und Aus- und Fortbildungen für Prüfer. Die Aktionen für 2025 bauen auf den folgenden Errungenschaften von 2024 auf: 85,1 % der Standardrecherchenberichte gingen den Antragstellern pünktlich zu und 81,9 % der Standardeinreichungen wurden innerhalb der vorgesehenen Frist bearbeitet.
Technologietrends und Ausblick
Ein weiteres Gesprächsthema war die Arbeit der EPA-Beobachtungsstelle für Patente und Technologie, die datengestützte Einblicke in Innovationstrends bereitstellt. Aktuelle Projekte der Beobachtungsstelle konzentrieren sich auf Entwicklungen in Bereichen wie Innovationsfinanzierung, Nachhaltigkeit, Technologien aus Gesundheitswesen und Quantenforschung.
Abschließend äußerten die Teilnehmenden ihr gemeinsames Interesse an einer Fortsetzung des Dialogs und einer weiteren Vertiefung ihrer Zusammenarbeit 2026.