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EPA veröffentlicht neuen Patentanalysebericht zu Offshore-Windenergie

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Wind turbines at sea

Heute haben das Europäische Patentamt (EPA) und die Internationale Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) einen gemeinsamen Patentanalysebericht zum Thema Offshore-Windenergie veröffentlicht.

Er fasst die Ergebnisse von Patentanalysen auf diesem Gebiet zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass von 2002 bis 2022 rund 17 000 Patentfamilien zum Thema Offshore-Windenergie veröffentlicht wurden. Dabei wurde im Durchschnitt ein jährlicher Zuwachs um 18 Prozent verzeichnet. Von 2014 bis 2017 stagnierte das Wachstum, aber in jüngster Zeit stiegen die Anmeldungen wieder deutlich an.

Wichtige Ergebnisse

Anmeldestatistik:

  • Mit 52 Prozent aller Patentfamilien ist China das Land mit der größten Anzahl von Patentierungen, gefolgt von der Republik Korea (6 Prozent), Deutschland (5 Prozent), Japan (5 Prozent), den USA (4 Prozent) und Dänemark (4 Prozent).
  • Internationale Patentfamilien (IPFs), bei denen einzelne Inlandsanmeldungen nicht berücksichtigt werden, haben einen Anteil von 27 Prozent an der Gesamtzahl der Patentfamilien im Bereich Offshore-Windenergie. Von diesen 27 Prozent handelt es sich wiederum bei 79 Prozent der europäischen Patentfamilien um IPFs. Dieser Anteil beläuft sich in den USA auf 64 Prozent und in China auf 4 Prozent.
  • 67 Prozent aller IPFs im Bereich Offshore-Windenergie umfassen mindestens ein erteiltes Patent.
  • Von allen erteilten europäischen Patenten sind 68 Prozent in mindestens einem Mitgliedstaat nach wie vor in Kraft (der Anteil liegt damit um 10 Prozent über dem Durchschnitt).

Hauptakteure:

  • Die größten IPF-Anmelder sind Vestas, Siemens, General Electric, Mitsubishi Heavy Industries und Hitachi. Wenn man lediglich die Anmeldungen der vergangenen fünf Jahre betrachtet, gehören auch RWE Renewables und Itrec inzwischen zum Kreis der fünf größten Anmelder.
  • Frankreich weist die höchste Anzahl von Patentfamilien auf, bei denen eine internationale Zusammenarbeit stattfindet. Die USA arbeiten mit der größten Anzahl anderer Länder zusammen, nämlich 24 in insgesamt 81 Patentfamilien. In Deutschland findet eine Zusammenarbeit mit 15 Ländern an insgesamt 79 Patentfamilien statt.
  • Seit 2017 werden chinesische Anmeldungen häufiger angeführt, zumeist von anderen chinesischen Anmeldern, aber auch in Anmeldungen aus Deutschland, Dänemark und den USA. Dies lässt darauf schließen, dass sich die Qualität der Patente verbessert.
  • Bis 2012 reichten natürliche Personen 50 Prozent aller Patentanmeldungen ein; sie hatten damit einen ebenso großen Anteil an den Patentanmeldungen wie die Unternehmen. Inzwischen hat sich dieser Anteil merklich auf 6 Prozent verringert.
  • Seit 2013 ist eine Konsolidierung bei den Patentanmeldern zu beobachten: Durch Fusionen und Übernahmen sank die Zahl der Anmelder insgesamt, und es wurden deutlich weniger natürliche Personen als Anmelder registriert. Allerdings reichen natürliche Personen als Anmelder ähnlich viele Patentanmeldungen ein, die zu denselben Erteilungsquoten führen – ein Indikator für die Patentqualität.

Haupttechnologien:

  • Schwimmende Fundamente haben den größten Anteil an allen IPFs (49 Prozent), gefolgt von Transport, Installation und Errichtung (26 Prozent).
  • Die Kombination von Offshore-Windenergie und Elektrolyseuren liegt im Trend: Die Zahl der IPFs verdoppelte sich von 2020 bis 2021, und es gibt Anzeichen dafür, dass sich diese Entwicklung 2022 fortgesetzt hat.