EPA veröffentlicht Schulungskatalog der Europäischen Patentakademie für 2026

Der diesjährige Schulungskatalog des EPA beinhaltet über 150 Schulungen, die den gesamten Lebenszyklus einer Erfindung abdecken, von der Recherche bis zur Vermarktung und darüber hinaus. Mit einem Umfang von mehr als 2 000 Stunden unterstützt das Programm flexibles digitales Lernen, Wissensaustausch und berufliche Entwicklung einer breit angelegten Zielgruppe, zu der Patentfachleute und die Richterschaft, aber auch Unternehmen und Hochschulen gehören.

Der Schulungskatalog der Europäischen Patentakademie ist Ausdruck des kontinuierlichen Engagements, mit dem das EPA Innovation durch Wissen fördert. Er stärkt die Beziehungen des Amts zu seinen Partnern, insbesondere innerhalb des europäischen Patentnetzes, und seiner wachsenden weltweiten Gemeinschaft. Der Katalog gliedert sich in vier Bereiche: Patenterteilung, Patentinformation und -tools, Technologietransfer und -verbreitung sowie Patentstreitigkeiten.

Neue Lernressourcen für 2026

Der aktuelle Katalog enthält neue und weiterentwickelte Module zu den Themen erfinderische Tätigkeit und ausreichende Offenbarung, Vertiefungskurse zum ANSERA-basierten Recherchetool SEARCH, Angebote für die berufliche Weiterentwicklung von Patentwältinnen und Anwaltsassistenten sowie überarbeitete Schulungsmodule für EEP und EPVZ. Der Bereich Patentstreitigkeiten wurde durch zusätzliche Kurse zu Mediation und Schlichtung abgerundet.

Zu den Neuigkeiten im Bereich Technologietransfer zählen ein Kurs zur Patentevaluierung, mit dem Weiterbildungspunkte für die RTTP-Qualifikation erworben werden können, Initiativen zu anstehenden Studien der Beobachtungsstelle des EPA und ein erweiterter Lernpfad für Patentinformationszentren (PATLIBs) und nationale Ämter.

Etablierte Angebote für IP-Fachleute eröffnen zusätzliche Möglichkeiten für Wissensaustausch und Zusammenarbeit innerhalb des Innovationsökosystems. Hierzu zählen die Konferenzreihe "Search and Examination Matters", die Rechtsprechungskonferenz der Beschwerdekammern, eine Reihe von Workshops zur Patentierbarkeit sowie das Europäische Richterforum, das Treffen der EEP-Tutorinnen und -Tutoren und die PATLIB-Jahreskonferenz.

Ein neues E-Learning-Center für einfacheres und individuelleres Lernen

Mit dem überarbeiteten E-Learning-Center des EPA steht nun eine moderne, intuitive Plattform zur Verfügung, die eine interaktivere, leichter zugängliche und insgesamt attraktivere Lernerfahrung bietet. Moderne Suchoptionen und eine übersichtliche Navigation helfen Nutzerinnen und Nutzern bei der Ermittlung der für sie geeigneten Schulungsangebote. Ansprechende Lernelemente und ein anpassbares Dashboard sorgen ebenfalls für eine dynamischere und stärker nutzerzentrierte Lernumgebung.

Die erweiterte Palette von Online-Selbstlernkursen unterstützt ein inklusives und flexibles Lernen. Zu den Highlights zählen hier strukturierte Module mit Abschlussprüfungen zur Fortschrittskontrolle sowie zusätzliche Ressourcen wie Tutorien, die Aufzeichnung von Schulungen und themenspezifische Veröffentlichungen.

Der Wechsel zum neu gestalteten E-Learning-Center ist problemlos möglich, da Nutzerkonten, Anmeldedaten, Zertifikate und erzielte Fortschritte in die neue Plattform übernommen wurden.

Förderung der IP-Ausbildung in ganz Europa

Eine Ausbildung im Bereich des geistigen Eigentums kann entscheidend für das berufliche Fortkommen sein. Die Angebote der Akademie bauen auf einem Patentsystem auf, das der Gesellschaft dient, Nachhaltigkeit fördert und als Inspirationsquelle für die nächste Generation von Innovatorinnen und Innovatoren dient. Schlüsselinitiativen wie der modulare IP-Ausbildungsrahmen (MIPEF) und das Programm für junge Fachkräfte vertiefen die Integration von IP-Themen in die Hochschullehrpläne und schaffen Karrieremöglichkeiten für talentierte Absolventinnen und Absolventen.