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epi feiert 100. Ratssitzung

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​Vice-President Christoph Ernst and epi President Peter Thomsen

​EPA-Vizepräsident Christoph Ernst und epi-Präsident Peter Thomsen

​​Der Vizepräsident des EPA für Rechtsfragen und internationale Angelegenheiten, Christoph Ernst, nahm an einer Feier anlässlich der 100. Sitzung des Rats des Instituts der beim Europäischen Patentamt zugelassenen Vertreter (epi) teil. Die Veranstaltung mit dem Titel "epi Council – Past, Present and Future" fand am 7. November 2025 unmittelbar vor der Jubiläumssitzung statt. 

In seiner Rede gratulierte Christoph Ernst dem epi zu seiner entscheidenden Rolle bei der Gestaltung des europäischen Patentsystems seit seiner Gründung im Jahr 1977. Mit seiner Teilnahme unterstrich der Vizepräsident die enge Partnerschaft zwischen dem EPA und dem epi. 

​Ein Meilenstein für die europäische Patentfachwelt

​Das epi ist seit vielen Jahren eine wichtige Institution für europäische Patentvertreter und arbeitet Hand in Hand mit dem Amt daran, das europäische Patentsystem zu einem dauerhaften Erfolg zu machen. In seiner Rede hob Christoph Ernst mehrere wichtige Errungenschaften dieser Zusammenarbeit hervor, wie die Gründung der Europäischen Patentakademie, die Verwaltung und laufende Reform der europäischen Eignungsprüfung (EEP) und die Schaffung des europäischen Patentverwaltungszertifikats (EPVZ). Die EPVZ hat erst kürzlich neue Karrieremöglichkeiten eröffnet und die beruflichen Pfade innerhalb des europäischen Patentwesens erweitert. 

​Vizepräsident Ernst betonte außerdem die aktive und konstruktive Rolle, die das epi bei den Diskussionen zu Qualität, Stakeholder-Qualitätssicherungspanels (SQAP), Prüfungsstandards und digitalen Diensten spiele. Mit Blick auf die Zukunft unterstrich er die Bedeutung einer weiteren Zusammenarbeit für die Bewältigung neuer Herausforderungen, die von den rasanten Fortschritten bei künstlicher Intelligenz und Biotechnologie bis zur anhaltenden digitalen Transformation des Patentsystems reichten. Angesichts der zunehmenden Globalisierung von Innovation sei diese Partnerschaft essenziell um sicherzustellen, dass das europäische Patentsystem auch künftig der Goldstandard für Qualität, Rechtssicherheit und professionelle Exzellenz innerhalb der globalen Patentlandschaft bleibe. 

Zentrale Bedeutung des Nutzerdialogs für hochwertige Patente

​Am 13. Oktober fand außerdem die jährliche technische Sitzung des EPA mit dem Ausschuss für Europäische Patentpraxis (EPPC) und dem Biotechnologie-Ausschuss des epi statt. Als Leiter der EPA-Delegation fungierte der Vizepräsident Patenterteilungsprozess, Steve Rowan, während Chief Operating Officer Angel Aledo Lopez den Vorsitz innehatte. 

Steve Rowan hob die Wichtigkeit des Nutzerdialogs für die Erlangung hochwertiger Patente hervor und verwies auf die Fortschritte, die im Rahmen des Strategieplans 2028 erzielt worden seien. Konkret nannte er die Themen Nachhaltigkeit, Prüferrekrutierung und -schulung, die digitale Transformation sowie KI-gestützte Tools wie die Legal Interactive Platform und Initiativen wie die aktive Recherchenabteilung und den Qualitätsaktionsplan 2025. Die Sitzung endete mit zwei Breakout-Sessions zu rechtlichen und verfahrenstechnischen Aspekten sowie zur Biotechnologie.