Ergebnisse der EPVZ 2025 weiterer Meilenstein auf dem Weg zur modularen Zertifizierung im Jahr 2026
Angesichts der zunehmenden internationalen Reichweite des Europäischen Patentverwaltungszertifikats (EPVZ) bietet die neue modulare Struktur den Kandidatinnen und Kandidaten mehr Flexibilität und verankert das Zertifikat noch stärker im Innovations- und IP-Sektor.
Die EPVZ-Prüfung 2025, die am 9. Oktober stattfand, stellt den nächsten Meilenstein in der Entwicklung des paneuropäischen Patentverwaltungszertifikats dar.
Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse am 20. November haben sich weitere 119 Fachleute der wachsenden Gemeinschaft der EPVZ-zertifizierten Patentverwaltungsfachleute angeschlossen, wodurch sich die Gesamtzahl seit 2022 auf fast 500 erhöht hat.
EPVZ zieht breites, umfassendes und globales Spektrum an Kandidatinnen und Kandidaten an
Die Vielfalt der EPVZ 2025-Kandidatinnen und Kandidaten unterstreicht die große Attraktivität und die wachsende internationale Reichweite des EPVZ. Die 442 Kandidatinnen und Kandidaten, die sich in diesem Jahr für die Prüfung angemeldet haben, kamen aus 50 Nationen und hatten ihren Wohnsitz in 43 Ländern, was den integrativen Ansatz und die breite Zugänglichkeit des EPVZ unterstreicht. Was den beruflichen Hintergrund anbelangt, so sind etwa 80 % der Kandidatinnen und Kandidaten in Patentanwaltskanzleien oder IP-Abteilungen in der Industrie beschäftigt, und etwa 15 % arbeiten in Patentämtern. Die übrigen sind in der Beratung, im akademischen Bereich, in der Regierung oder in anderen innovationsbezogenen Funktionen tätig. Über 80 % der Bewerber/innen waren Frauen, während die Zahl der männlichen Teilnehmer seit der ersten Ausgabe weiter gestiegen ist, was die wachsende Bedeutung der EPVZ für das gesamte Spektrum der Innovations- und IP-Fachleute weltweit widerspiegelt. Das EPVZ wird sowohl von Arbeitgebern als auch von Arbeitnehmern als ein Kennzeichen für Kompetenz geschätzt.
Positive Erfahrung der Kandidatinnen und Kandidaten und Prüfungsintegrität
Die Rückmeldungen aus der Umfrage nach der Prüfung zeigen, dass die Kandidatinnen und Kandidaten eine positive Erfahrung hatten, wobei die Klarheit der Anweisungen, die Benutzerfreundlichkeit der digitalen Prüfungsplattform und die Verfügbarkeit der Schulungsmaterialien und des EPVZ-Kurses der Europäischen Patentakademie besonders gut bewertet wurden. Die Integrität der Prüfung ist nach wie vor von größter Bedeutung: Ein/e Kandidat/in wurde von der diesjährigen und der nächstjährigen Prüfung ausgeschlossen, weil er/sie entgegen den Anweisungen für die Kandidatinnen und Kandidaten während der Prüfung ein Mobiltelefon benutzte.
EPVZ wird modular ab 2026
Seit seiner Einführung im Jahr 2022 hat das EPVZ rund 1 800 Kandidatinnen und Kandidaten mit fast 70 Nationalitäten und aus 50 Ländern angezogen. Die Reichweite und Bedeutung des Zertifikats haben von Jahr zu Jahr zugenommen, und Arbeitgeber ermutigen ihre Mitarbeiter/innen zunehmend zur Teilnahme – 40 % der diesjährigen EPVZ-Kandidatinnen und Kandidaten gaben an, dass ihr Arbeitgeber sie unterstützt.
Aufgrund der Rückmeldungen der Kandidatinnen und Kandidaten, von denen über 86 % ein flexibleres Format für vorteilhaft hielten, führt das EPA nun eine vollständig modulare Struktur für das EPVZ ein. Ab 2026 bieten vier themenbezogene Module die Möglichkeit, für jedes Modul ein separates EPA-Diplom zu erlangen. Dies sorgt für mehr Flexibilität und führt zu einer Stärkung der Bedeutung des EPVZ für die berufliche Weiterentwicklung im Innovations- und IP-Sektor.
CSP für das EPVZ
Zukünftig wird das Programm zur Unterstützung von Bewerberinnen und Bewerbern (CSP) auch ausgewählte Kandidatinnen und Kandidaten unterstützen, die sich auf alle vier Module des EPVZ 2026 vorbereiten, und damit die Unterstützung auf das gesamte Patentwesen ausweiten. Die Bewerbungsphase beginnt am 30. Januar – interessierte Kandidatinnen und Kandidaten können auf dem CSP-Hub weitere Informationen finden.