Ergebnisse von Aufgabe F der EEP 2026 veröffentlicht
Weniger als zwei Wochen nach der Europäischen Eignungsprüfung (EEP) am 12. März 2026 erhielten die rund 650 Bewerberinnen und Bewerber die Ergebnisse von Aufgabe F.
Die Grundlagenaufgabe, die das deklarative Wissen auf dem Gebiet des Verfahrensrechts und der Anspruchsanalyse testet, wurde 2026 von mehr als 530 Prüflingen bestanden – eine Erfolgsquote von rund 84 %. Nachdem sie das 2025 im Zuge der laufenden EEP-Neustrukturierung eingeführte Grundlagenmodul gemeistert haben, können die Bewerberinnen und Bewerber nun die vier Hauptprüfungsaufgaben der Europäischen Eignungsprüfung in Angriff nehmen.
Die zügige Veröffentlichung der Ergebnisse belegt die Effizienz des seit 2021 geltenden vollständig digitalen EEP-Formats. Die mit der EEP-Reform schrittweise eingeführte modulare Struktur stärkt die Qualität, Zugänglichkeit, Inklusivität und Nachhaltigkeit des Patentsystems insgesamt. Bewerberinnen und Bewerber können dadurch frühzeitig ihre Prüfungsreife einschätzen.
Erfolgreicher Abschluss der Übergangsphase
Die europäische Eignungsprüfung wird in enger Zusammenarbeit mit der Patentfachwelt entwickelt, darunter auch dem Institut der beim EPA zugelassenen Vertreter (epi). Die diesjährigen Prüfungen markieren einen wichtigen Meilenstein in der 45-jährigen Geschichte der EEP. Neben den vier bisherigen Hauptprüfungsaufgaben A, B, C und D wurden erstmals die Prüfungen M1 und M2 sowie die Grundlagenaufgabe F angeboten. Rund 5 000 Prüfungen wurden erfolgreich abgeschlossen, wobei bis zu 1 500 Teilnehmende die Online-Prüfungen gleichzeitig abgelegt haben.
Die Hauptprüfungsaufgaben A bis D werden 2026 zum letzten Mal angeboten. Mit der Einführung der Aufgaben M3 und M4 im Jahr 2027 ist der Übergang zu einer vollständig modularen EEP dann abgeschlossen.
Wissenswertes zur EEP-Reform
Die europäische Eignungsprüfung eröffnet den Zugang zur europäischen Patentanwaltschaft und prüft die Eignung der Bewerberinnen und Bewerber für eine Tätigkeit als zugelassener Vertreter vor dem EPA.
Aufgabe F kann nach einem Jahr Berufserfahrung unter der Aufsicht eines beim Europäischen Patentamt zugelassenen Vertreters abgelegt werden. Die in dieser frühen Phase der Berufstätigkeit gewonnenen strukturierten Ergebnisse geben Aufschluss über grundlegende rechtliche und analytische Fähigkeiten und helfen den Kandidatinnen und Kandidaten bei der gezielten Vorbereitung auf die Hauptprüfungen. Nach zwei Jahren Berufserfahrung können die Prüfungen M1 und M2 zu Patentanalyse und Verfahrensrecht abgelegt werden. Nach drei Jahren können die Teilnehmenden dann ihre fortgeschrittenen Kenntnisse und Fähigkeiten bei der Ausarbeitung von Patentanmeldungen, bei der Begründung und bei der strategischen Beratung ihrer Klienten unter Beweis stellen.
Wichtige Termine
- Die Registrierung für die EEP ist bis zum 31. Mai 2026 möglich – siehe ABl. EPA 2026, A8.
- ie Anmeldung zu Aufgabe F der EEP 2027 ist vom 8. April bis zum 30. September 2026 möglich – siehe ABl. EPA 2026, A15.
- Die Anmeldung zu den Hauptprüfungsaufgaben M1 bis M4 ist vom 7.Juli bis zum 30. September 2026 möglich – siehe ABl. EPA 2026, A15.