Global Summit on Technology, R&D and Intellectual Property 2025 des Dachverbands der indischen Industrie (CII) in New Delhi befasst sich mit Deep Tech und IP-Zusammenarbeit

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EPO CSO Roberta Romano-Götsch addressing the public during the CII Global Summit 2025

EPA-CSO Roberta Romano-Götsch bei ihrer Rede auf dem Global Summit des CII 2025  

Eine Delegation des EPA besuchte den Weltgipfel zu Technologie, F&E und geistigem Eigentum des Dachverbands der indischen Industrie am 16. und 17. Dezember 2025. Das EPA nutzte die Gelegenheit, um seine Aufgabe innerhalb des europäischen Patentsystems zu verdeutlichen und den Dialog mit Patentinhabern und Branchenführern zu vertiefen.

Zum Abschluss des in New Delhi vom Dachverband der indischen Industrie (CII) veranstalteten Global Summits on Technology, R&D and Intellectual Property 2025 wurde die enorme Bedeutung von Forschung, Deep Tech und geistigem Eigentum für die wachsende technologische Unabhängigkeit des Subkontinents hervorgehoben. Der Gipfel brachte Führungskräfte aus Industrie, Politik und Forschung zusammen und spiegelte damit die ganze Breite des indischen Innovationsökosystems wider, zu dem auch Vertreter von Tata Steel, Tata Motors und Mahindra & Mahindra gehörten. Bei den Diskussionen zeigte sich das hohe Maß an Übereinstimmung zwischen den indischen Innovationszielen und der Aufgabe des Europäischen Patentamts, weltweit Spitzenleistungen im Bereich des geistigen Eigentums zu fördern. Als gemeinsame Prioritäten wurden effektive IP-Strategien, die Deep-Tech-Entwicklung und eine engere Zusammenarbeit zwischen Europa und Indien identifiziert.

EPA-CSO Roberta Romano-Götsch betonte in ihrer Rede die Rolle von Patenten als entscheidende Instrumente zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Diese gehe über eine reine Schutzfunktion hinaus und ermögliche sowohl den Wissensaustausch als auch die schnellere Entwicklung innovativer Lösungen für globale Herausforderungen. Die freie Zugänglichkeit von Patentwissen und die Ausrichtung von Innovationen an den Nachhaltigkeitszielen öffne den Weg für umweltfreundlichere Technologien, eine widerstandsfähige Landwirtschaft und inklusives Wachstum. Wenn Innovation zielgerichtet gesteuert werde, könne sie ihr positives Potenzial für Gesellschaft, Wirtschaft und die Menschheit als Ganzes voll entfalten. Romano-Götsch nahm auch an Gesprächen über das europäische Patentsystem teil, bei denen es u. a. um die Rolle des EPA als Internationale Recherchenbehörde und die Funktion des Einheitspatents ging. Dabei unterstrich sie die wachsende Bedeutung der weltweiten IP-Zusammenarbeit bei der Beschleunigung von Innovationen.

Innovationswachstum und internationale IP-Zusammenarbeit

Die Diskussionen fanden vor dem Hintergrund des jüngsten IP-Wachstums in Indien statt. So verzeichnete das Land allein 2024 mehr als 100 000 Patentanmeldungen, von denen über die Hälfte im Inland eingereicht wurden. Thematisiert wurde neben dem Anstieg der weltweiten Patenteinreichungen um 15,7 % und der Patenterteilungen um 149,4 % im Jahr 2023 auch die Tatsache, dass Indien zwischen 2020 und 2024 vom 48. auf den 39. Platz des Global Innovation Index vorgerückt ist. All diese Trend untermauern die wachsende Rolle des Landes als Innovationszentrum und relevanter Partner für die internationale Zusammenarbeit.