Programm zur Unterstützung von Bewerbern verzeichnet Rekordzahl an EEP-Bewerbungen

Das Programm zur Unterstützung von Bewerbern (CSP) fördert weiterhin die Vielfalt und die Zugangsmöglichkeiten für angehende europäische Patentvertreter und -verwalter. Im Rahmen des Strategieplans 2028 des EPA und in Zusammenarbeit mit den nationalen Patentämtern zielt das Programm darauf ab, eine Patentfachwelt aufzubauen, die integrativer, qualifizierter und in Bezug auf Geografie und Geschlechterparität ausgewogener ist. Das CSP unterstützt ausgewählte Bewerberinnen und Bewerbern bei ihrer Vorbereitung auf die europäische Eignungsprüfung (EEP) oder das europäisches Patentverwaltungszertifikat (EPVZ).

Der EEP-Jahrgang 2026 spiegelt die Ausweitung des Programms wider: 48 Bewerber aus 17 Mitgliedstaaten wurden von ihren nationalen Ämtern für eine Förderung vorgeschlagen; weitere 38 setzten ihre Teilnahme fort. Seit der Modernisierung des CSP im Jahr 2025 hat sich die Gesamtzahl der EEP-Bewerberinnen und -Bewerber nahezu verdoppelt. Gegenüber den Jahrgängen 2023 und 2024 ist dies ein Anstieg um mehr als das Siebenfache.

​Hoher Frauenanteil

​Unter den 2026 vorgeschlagenen 48 EEP-Bewerbern befinden sich 34 Frauen; damit liegt der Frauenanteil des Programms bei über 70 %. Dieser Wert unterstreicht den Beitrag des CSP für eine breitere Beteiligung am Patentberuf und mehr Vielfalt unter den europäischen Patentvertretern.

Umfassende Unterstützung für die künftige europäische Patentvertreterschaft

Das CSP bietet einen einheitlichen Rahmen, über den angehende europäische Patentvertreterinnen und -vertreter eine EEP-Unterstützung beantragen können. Dabei können die nationalen Patentämter der teilnehmenden Mitgliedstaaten pro Zyklus bis zu zehn CSP-Bewerber auswählen, sodass sie ihre Unterstützung flexibel und gezielt dorthin lenken können, wo sie am meisten benötigt wird.

Von den ausgewählten Personen erhalten zehn eine Förderung, die sämtliche Anmelde- und Prüfungsgebühren für die EEP abdeckt. Weitere 38 profitieren von einer umfassenden CSP-Unterstützung, einschließlich Vorbereitungskursen auf die EEP, Coaching durch europäische Patentvertreter in Zusammenarbeit mit dem Institut der zugelassenen Vertreter vor dem EPA (epi), einem Stipendium und der Übernahme der Prüfungsgebühren.

Alle am CSP teilnehmenden Personen werden bis zu drei Jahre fortlaufend unterstützt, während sie die einzelnen EEP-Module absolvieren – von Aufgabe F im ersten Jahr, über Aufgabe M1 und M2 im zweiten Jahr bis zu Aufgabe M3 und M4 im dritten und letzten Jahr. Die Schulungen finden von Oktober bis Februar statt, die nächste europäische Eignungsprüfung wird im März 2027 abgelegt.

Wachsendes Interesse in Europa

Seit der 2025 erfolgten Modernisierung des CSP haben sich zahlreiche nationale Patentämter der Initiative angeschlossen, wodurch sich auch die Zahl der Geförderten deutlich erhöht hat. 2026 wurde das Programm auf EPVZ-Bewerberinnen und -Bewerber ausgedehnt; bereits im ersten Jahrgang konnten 16 Teilnehmer begrüßt werden.

Angesichts steigender Anmeldungszahlen leistet das CSP einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Patentfachwissens in ganz Europa. Das Programm fördert eine vielfältigere, widerstandsfähigere und geografisch ausgewogenere Patentfachwelt und trägt so dazu bei, die fachliche Qualität vor Ort in den EPO-Mitgliedstaaten zu verbessern.