Reise des EPA-Präsidenten nach Georgien

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President’s mission to Georgia

Soso Giorgadze, Vorsitzender von Sakpatenti, Givi Mikanadze, Minister für Bildung, Wissenschaft und Jugend, und António Campinos, Präsident des EPA

Am 20. und 21. April 2026 besuchte der Präsident des Europäischen Patentamts (EPA), António Campinos, Tiflis in Georgien, um an einer Reihe hochrangiger Treffen teilzunehmen und an einer gemeinsam mit dem georgischen Nationalen Zentrum für geistiges Eigentum (Sakpatenti) organisierten Konferenz teilzunehmen, die sich mit der Rolle von Patenten beim Technologietransfer befasste. Der Besuch bot zudem Gelegenheit, die starke und langjährige Partnerschaft zwischen dem EPA und Sakpatenti zu bekräftigen.

Förderung der langfristigen Partnerschaft und der künftigen Zusammenarbeit

Während seines Besuchs traf Präsident Campinos mit dem Minister für Bildung, Wissenschaft und Jugend, Herrn Givi Mikanadze, zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Beitrag eines robusten Patentsystems zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Innovationspolitik und zur internationalen Technologiezusammenarbeit sowie die fortgesetzte Angleichung Georgiens an die europäischen Patentpraktiken.

Der Besuch unterstrich zudem die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Sakpatenti und dem EPA. In den Gesprächen wurde der Erfolg des Validierungsabkommens Georgiens mit dem EPA hervorgehoben, das in zwei Jahren zu mehr als 300 Validierungsanträgen geführt hat. Dieser Austausch zeigte, wie die Validierung durch die Förderung von Technologietransfer, ausländischen Investitionen und der Entwicklung neuer Technologien zum Aufbau eines wettbewerbsfähigeren und attraktiveren Innovationsökosystems beiträgt. Wie Minister Mikanadze betonte: „Das Validierungsabkommen unterstützt die Entwicklung des geistigen Eigentums in Georgien, indem es ein Umfeld schafft, in dem Wissen in Innovation umgewandelt wird.“

Patente als Motor für Innovation und Technologietransfer

Die Konferenz „From Research to Impact: The Role of Patents in Technology Transfer“, die am 20. April in Tiflis stattfand, brachte Universitäten, Forschungszentren, Technologietransferstellen und Innovationsakteure zusammen, um zu erörtern, wie Patente dazu beitragen, Forschungsergebnisse in marktreife Lösungen umzusetzen, und eine effektivere internationale Zusammenarbeit ermöglichen können.

Die Tagesordnung bot einen umfassenden Überblick über die Innovationswertschöpfungskette und verband strategische politische Perspektiven mit praktischen Erkenntnissen. In seiner Grundsatzrede hob Präsident Campinos die Rolle von Patenten bei der Überbrückung der Kluft zwischen Forschungseinrichtungen und dem Markt hervor, die Rolle, die Universitäten und Forschungszentren als Motoren der Innovation spielen, sowie die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit durch Validierung. „Technologietransfer, ausländische Investitionen und die Entwicklung neuer Technologien hängen von starker Forschung, qualifizierten Fachleuten für geistiges Eigentum und soliden rechtlichen Rahmenbedingungen ab.  Patente und unser Validierungsabkommen unterstützen durch Rechtssicherheit, Vorhersehbarkeit und klare berufliche Standards Forscher, Universitäten, Unternehmen jeder Größe und einzelne Erfinder dabei, Ideen vom Labor auf den Markt zu bringen.“

Der Vorsitzende von Sakpatenti, Herr Giorgadze, betonte, wie die Zusammenarbeit zwischen Sakpatenti und dem EPA einen transformativen Effekt auf die IP- und Innovationslandschaft in Georgien hat. Dank dieser Zusammenarbeit führte Georgien seine erste Fachprüfung für Patentanwälte seit 10 Jahren durch.

An dem Programm nahm auch Xavier Seuba teil, Hauptdirektor des EPA für die Akademie, berufliche Zertifizierungen und Lernpartnerschaften, der die Bedeutung von IP-Kompetenzen und beruflichen Qualifikationen für einen effektiven Technologietransfer und die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit unterstrich. Er hob das Zertifizierungsangebot des EPA hervor, darunter die europäische Eignungsprüfung (EEP) und das europäische Patentverwaltungszertifikat (EPVZ) als international anerkannte Qualitätsmaßstäbe.

Innovation in der Praxis: Besuch bei JSC BioChimPharm

Im Rahmen der Mission besuchte Präsident Campinos auch die JSC BioChimPharm, ein führendes georgisches biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Forschung, Entwicklung und industrielle Herstellung von Therapien auf Basis von Bakteriophagen spezialisiert hat. Die Phagentherapie stützt sich auf natürlich vorkommende Viren, die bestimmte Bakterien gezielt bekämpfen und eliminieren, ohne menschliche Zellen zu beeinträchtigen, und gilt als vielversprechende Alternative oder Ergänzung zu Antibiotika, insbesondere im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen.

Innovation in practice: visit to JSC BioChimPharm


Präsident Campinos zu Besuch bei der JSC BioChimPharm

BioChimPharm nutzt das europäische Patentsystem aktiv. Mit einem starken Fokus auf Forschung, qualitativ hochwertiger Fertigung und exportorientierten Aktivitäten verdeutlicht das Unternehmen, wie ein solider Patentschutz und internationale Zusammenarbeit dazu beitragen, Georgien als wachsenden Knotenpunkt für fortschrittliche Innovationen in den Biowissenschaften zu positionieren.

Stärkung von Zusammenarbeit und Innovation

Die Mission diente zudem der Förderung wichtiger gemeinsamer Initiativen, darunter die Sensibilisierung für geistiges Eigentum und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Entwicklung einer Patentkultur, beruflicher Qualifikationen und Talente im Bereich des geistigen Eigentums. Sie spiegelte das langfristige Engagement des EPA wider, innovationsgetriebenes Wachstum zu unterstützen, die internationale Zusammenarbeit zu stärken und zur Entwicklung robuster und nachhaltiger Patentsysteme in Partnerländern beizutragen.