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Search and Examination Matters 2026

Das Europäische Patentamt (EPA) und das Institut der beim Europäischen Patentamt zugelassenen Vertreter (epi) waren vom 2. bis 5. Februar 2026 Gastgeber der für Patentfachleute vermutlich wichtigsten Konferenz "Search and Examination Matters".

Die virtuelle Veranstaltung zog fast 1 600 Teilnehmer aus der ganzen Welt an. Das viertägige Programm umfasste Präsentationen, Workshops und Podiumsdiskussionen, bei denen sich Spezialisten des EPA und des epi über zentrale Themen im Zusammenhang mit den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz (KI) auf das Patentwesen (IP) austauschten. Die Veranstaltung bot einen transparenten Überblick darüber, wie das EPA bei der Recherche und Prüfung KI einsetzt, und verschaffte Patentfachleuten mehr Klarheit über die verantwortungsbewusste Nutzung von KI während des Patentanmeldeverfahrens.

"Wir beim EPA verfolgen beim Thema KI einen menschenzentrierten Ansatz", sagte Steve Rowan, EPA-Vizepräsident Patenterteilungsprozess, in seiner Eröffnungsrede. "Das epi und das EPA treiben den Einsatz von KI bei der Patenterteilung als frühe Anwender voran. Beide Organisationen arbeiten bei der Nutzung von KI eng zusammen, um eine gute Formulierung von Anmeldungen zu unterstützen, um dafür zu sorgen, dass die Recherche zum Stand der Technik den stetig wachsenden Bestand abdeckt, und um den Überprüfungsprozess so effizient wie möglich zu gestalten. Dies führt zu qualitativ hochwertigen Patenten.“

Auswirkungen der KI: Von der Erfindung bis zur Prüfung

In 16 Sessions wurde unter anderem darüber diskutiert, wie sich die KI auf unterschiedliche Technologiegebiete und den Patenterteilungsprozess selbst auswirken kann und wie das Patentsystem diese Veränderungen für sich nutzen und robust bleiben kann. Die Herangehensweise der Beschwerdekammern an Themen wie Patentierbarkeit und Plausibilität sowie die künftigen Auswirkungen der KI auf die Praxis waren ebenfalls wichtige Themen.

EPA und epi wollen Veranstaltung gemeinsam auf Bedürfnisse der Stakeholder abstimmen

Die Nutzung von KI für die Erteilung hochwertiger Patente und die Erbringung effizienter Dienstleistungen ist ebenso wie die Stärkung der Partnerschaften des EPA mit Organisationen wie dem epi ein wichtiges Element im Strategieplan 2028 des EPA. 2026 werden die beiden zuvor eigenständigen Konferenzen Search Matters und Examination Matters zum zweiten Mal in einer Veranstaltung zusammengefasst, und das EPA und das epi arbeiten gemeinsam weiter an der Erstellung eines umfassenden Programms, das den Bedürfnissen der Stakeholder entspricht.