Starke Ergebnisse der EEP 2026 unterstreichen den Erfolg des modernisierten Prüfungsrahmens

Insgesamt nahmen rund 2 500 Bewerberinnen und Bewerber an der diesjährigen Prüfung teil, wobei der Frauenanteil über 42 % lag – eine Zahl, die weiter steigt. 535 Bewerber/innen haben die vollständige EEP bestanden und versorgen den Berufsstand damit mit einer neuen Generation qualifizierter europäischer Patentanwältinnen und -anwälte, während gleichzeitig die letzte Phase des Übergangs zu einem neuen, modularen EEP-Rahmen abgeschlossen wurde.

Das modulare EEP-System wird ab 2027 vollständig eingeführt sein und bietet den Bewerberinnen und Bewerbern einen flexiblen und stufenweisen Qualifizierungsweg, der auf die Gegebenheiten des europäischen Patentwesens abgestimmt ist und dessen Nachhaltigkeit und Zugänglichkeit fördert. Darüber hinaus zielt die modulare EEP– wie in den Zielen der EEP-Reform festgelegt– darauf ab, Spitzenleistungen zu bewahren und gleichzeitig die Modernisierung voranzutreiben.

Ein Jahr des Wachstums und des Wandels

Im Jahr 2026 ermöglichte die ausgereifte Form des digitalen Prüfungsformats, Prüfungsaufgaben sowohl nach den bisherigen als auch nach den neuen Prüfungsrahmen parallel durchzuführen. Die Prüfungen A, B, C und D wurden zum letzten Mal angeboten, während die neuen modularen Prüfungen M1 und M2 zum ersten Mal abgelegt werden konnten. Die Rückmeldungen bestätigen, dass die neuen Prüfungsaufgaben mit klar strukturierten Fragen es den Bewerberinnen und Bewerbern ermöglichen, die für ihre Antworten aufgewendete Zeit effizienter einzuteilen.

Die Bewerber/innen erhielten am 9. Juli ihre Ergebnisse für diese Prüfungsaufgaben. Insgesamt waren die Ergebnisse weiterhin solide und ausgewogen, was sowohl die gute Vorbereitung der Bewerber/innen als auch den bewährten Prüfungsrahmen widerspiegelt.

Nächste Schritte für neu qualifizierte Bewerber/innen auf MyEPO

Erfolgreiche Bewerber/innen können sich nun über die digitale Plattform "MyEPO" in die Liste der beim EPA zugelassenen Vertreter eintragen lassen.

Nächste Schritte für Bewerber/innen, die einige Prüfungen nach den bisherigen EEP-Bestimmungen bestanden haben

Bewerber/innen, die im Rahmen des bisherigen EEP-Systems bereits einige, jedoch nicht alle Prüfungsteile bestanden haben, werden von den entsprechenden Prüfungen im Rahmen des neuen modularen EEP befreit. Der Befreiungsmechanismus, der speziell darauf ausgelegt ist, diesen Bewerberinnen und Bewerbern einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wird in der kürzlich veröffentlichten Mitteilung näher erläutert.

Wichtige Termine für die EEP 2027

Das modulare Prüfungsformat, bestehend aus den Prüfungsteilen F, M1, M2, M3 und M4, wird im Jahr 2027 vollständig eingeführt, wenn die Prüfungen M3 und M4 zum ersten Mal angeboten werden. Im EEP-Compendium werden Musterprüfungen zur Verfügung gestellt, um Bewerber/innen bei der Vorbereitung auf die EEP 2027 zu unterstützen. Die Bewerber/innen werden außerdem gebeten, die folgenden Fristen zu beachten:

  • Die Anmeldung für das Fach F und die Hauptprüfungen (M1–M4) ist für teilnahmeberechtigte Bewerber/innen bis zum 30. September 2026 über das Portal für die europäische Eignungsprüfung und Zertifizierung (EQC-Portal) möglich;
  • die Anmeldung für den Online-Kurs "Preparing for EQE Paper F" der Europäischen Patentakademie ist jetzt möglich. Der Kurs beginnt am 1. September 2026.

Die EEP als Gütesiegel

Die EEP ist ein Gütesiegel für das europäische Patentsystem, die Patentanwaltschaft und alle, die die Prüfung erfolgreich absolviert haben, darunter zahlreiche EPA-Prüferinnen und -Prüfer. Seit Einführung der EEP im Jahr 1979 wurden auf diese Weise mehr als 14 000 Patentfachleute in die Liste der beim EPA zugelassenen Vertreter aufgenommen.

Nähere Informationen zur EEP-Reform und zum Prüfungsprozess finden sich unter den nachstehenden Links.