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Starke Ergebnisse für das Programm zur Unterstützung von EEP-Bewerbern

Das Programm zur Unterstützung von EEP-Bewerberinnen und -Bewerbern hat seine Teilnehmerzahl im Jahr 2025 verdreifacht, wobei 82 % der Bewerbungen von Frauen stammen und 30 Mitgliedstaaten beteiligt sind, was zum Aufbau einer inklusiveren Patentfachwelt beiträgt.

Das Programm zur Unterstützung von EEP-Bewerberinnen und -Bewerbern – kurz CSP für Candidate Support Programme – zielt darauf ab, eine Patentfachwelt aufzubauen, der integrativer, qualifizierter und in Bezug auf Geografie und Geschlechterverteilung ausgewogener ist. Es bietet ausgewählten Bewerberinnen und Bewerbern finanzielle Unterstützung, Coaching sowie Aus- und Fortbildung zur Vorbereitung auf die Europäische Eignungsprüfung (EEP) sowie Unterstützung für das Europäische Patentverwaltungszertifikat (EPVZ), das ab 2026 eingeführt wird. Die diesjährigen Auswahlergebnisse zeigen bereits die wachsende Wirkung des kürzlich überarbeiteten Programms.

Mit 30 Mitgliedstaaten, die sich in diesem Jahr am CSP beteiligen – darunter neun Neuzugänge (Österreich, Schweiz, Spanien, Finnland, Frankreich, Dänemark, Italien, Irland und den Niederlanden) –, hat das Programm seine Reichweite in ganz Europa ausgebaut. Diese teilnehmenden Mitgliedstaaten haben 32 Bewerber nominiert, darunter 26 Frauen, was einer Verdreifachung der durchschnittlichen Teilnehmerzahl der Vorjahre entspricht. Gleichzeitig stammten 82 % aller Bewerbungen von Frauen, was zeigt, wie das Programm Chancen eröffnet und Talente in ganz Europa fördert.

Candidate Support Programme impact

 

Verbesserung der Qualität an der Quelle und Förderung der Vielfalt im Einklang mit SP2028

In 31 Mitgliedstaaten stellen Frauen derzeit weniger als die Hälfte der europäischen Patentanwälte, und in 22 Mitgliedstaaten sind weniger als die Hälfte der Anwälte EEP-qualifiziert. Im Einklang mit dem Strategischen Plan 2028 des EPA (SP2028) kombiniert das CSP eine größere geografische Reichweite, eine digitale Zugänglichkeit und gezielte Unterstützung zur Verbesserung der Qualität an der Quelle im Europäischen Patentsystem. Unterdessen trägt der stetige Anstieg der Zahl und der Vielfalt hochqualifizierter Fachkräfte für die EEP dazu bei, einen Patentberuf voranzubringen, der nachhaltige Innovationen unterstützt.

Führen Sie die Kandidaten durch ihre EEP-Reise

Alle ausgewählten Bewerber werden nun über einen Zeitraum von drei Jahren Unterstützung erhalten, die an die progressive und modulare Struktur der EEP angepasst ist, um sie Schritt für Schritt auf dem Weg zu vollqualifizierten europäischen Patentanwälten zu unterstützen. Sowohl das CSP als auch die EEP werden vollständig online bereitgestellt und machen den Qualifizierungsprozess zugänglicher, integrativer und nachhaltiger, während gleichzeitig das Wohlergehen der Bewerber und die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben gefördert werden.

Schaffung einer nachhaltigen, selbsttragenden Berufsgemeinschaft

Ein Eckpfeiler des überarbeiteten CSP ist das Prinzip des "Zurückgebens", wonach sich die Teilnehmenden verpflichten, nach Abschluss des Programms künftige Bewerberinnen und Bewerber zu betreuen. Dadurch entsteht eine nachhaltige, selbsttragende Berufsgemeinschaft in ganz Europa.

Nächster Schritt: Unterstützung des EPVZ

Ab 2026 wird das CSP neben den EEP-Bewerberinnen und -Bewerbern auch das EPVZ unterstützen. Jedes Jahr können die teilnehmenden nationalen Patentämter eine Kandidatin oder einen Kandidaten für das EPVZ nominieren, die bzw. der ein Jahr lang spezielle Unterstützung bei der Vorbereitung auf die Prüfung erhält. Durch die Ausweitung des Programms auf den Beruf des Patentverwalters wird das CSP seinen Anwendungsbereich weiter ausbauen und das Niveau der beruflichen Zertifizierung in ganz Europa anheben. Dadurch wird sichergestellt, dass mehr qualifizierte Fachkräfte erkannt und befähigt werden, Innovationen zu unterstützen.

Hintergrund

Das 2012 ins Leben gerufene CSP stand zunächst Mitgliedstaaten mit einer geringen Anzahl von EEP-qualifizierten Patentfachleuten zur Verfügung. Seitdem haben rund 130 unterstützte Bewerberinnen und Bewerber die EEP bestanden, was die Qualifikation und Vielfalt des Berufsstands in ganz Europa gestärkt hat. Im Rahmen der Überarbeitung im Jahr 2025 wurden folgende wesentliche Verbesserungen eingeführt: eine neue Geschlechterkomponente für EEP-Bewerberinnen und -Bewerber, die Ausweitung des Zugangs auf alle 39 Mitgliedstaaten und die Übernahme der EEP-Prüfungsgebühren, wodurch die finanziellen Hürden für die Bewerberinnen und Bewerber weiter gesenkt wurden.

Um Transparenz und Zugänglichkeit zu fördern, dient der CSP-Hub auf epo.org als zentrale Informationsquelle zu den Zielen, dem Auswahlverfahren und den Zeitplänen des Programms. Die nationalen Patentämter fördern das CSP auf nationaler Ebene und nominieren Bewerberinnen und Bewerber, um sicherzustellen, dass das Programm in ganz Europa fest verankert ist.