Teilnahme des EPA an den Feierlichkeiten zum Welttag des geistigen Eigentums in Portugal
Veranstaltung zum Thema "Auswirkungen von KI auf IP" anlässlich des Welttags des geistigen Eigentums, Berufungsgericht Lissabon, 30. April. Foto: Emerson Coutinho.
EPA-Präsident António Campinos hat am 30. April auf einer Veranstaltung zum Welttag des geistigen Eigentums in Lissabon eine Rede gehalten. Die Veranstaltung wurde vom Berufungsgericht Lissabon und dem portugiesischen Institut für gewerblichen Rechtsschutz (INPI) gemeinsam organisiert und konzentrierte sich auf das Thema Auswirkungen von KI auf geistiges Eigentum. Unterschiedlichste portugiesische IP-Akteure aus Wissenschaft, Justiz und der Anwaltschaft waren vertreten.
Den Programmauftakt bildeten Ansprachen des Richters Carlos Castelo Branco, Präsident des Berufungsgerichts Lissabon, und des stellvertretenden Justizministers Gonçalo da Cunha Pires. Der Präsident des EPA nahm an einer Diskussionsrunde teil, die von der Richterin Eleonora Viegas moderiert wurde. Unter den Teilnehmern waren außerdem WIPO-Generaldirektor Daren Tang (per Videobotschaft), Luís Azevedo Mendes, Vizepräsident des Obersten Rates für die Justiz, Ana Bandeira, Präsidentin des Verwaltungsrats des INPI, Rui Cruz, Direktor IP-Services bei der Generalaufsichtsbehörde für kulturelle Aktivitäten (IGAC), und João Negrão, Exekutivdirektor des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum. In den Gesprächen wurde erörtert, wie künstliche Intelligenz IP-Systeme insbesondere im Bereich der Patentrecherche und -prüfung umgestaltet, während eine menschenzentrierte Entscheidungsfindung erhalten bleibt.
Der Präsident des EPA unterstrich in seinen Ausführungen, dass die Entwicklung von KI gepaart mit einem soliden Schutz geistigen Eigentums für die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationsstrategien Europas von großer Bedeutung ist. Er wies darauf hin, dass die zunehmende Nutzung von KI durch Patentämter weltweit auch wichtige Fragen aufwirft, die im Zuge der Weiterentwicklung der Technologie rechtlich zu klären sind, um Erfindern, Nutzern und der Wirtschaft insgesamt Sicherheit zu bieten.
Der Präsident erläuterte außerdem, wie das EPA KI im gesamten Patenterteilungsprozess einsetzt, um Effizienz, Qualität und Pünktlichkeit zu verbessern und gleichzeitig eine verantwortungsvolle und sichere Nutzung zu gewährleisten. Die menschliche Kontrolle bleibt von zentraler Bedeutung, wobei abschließende Entscheidungen von Fachleuten getroffen und sensible Daten durch Sicherheitsvorkehrungen geschützt werden.