Von der Technologie zum Kapital: EPA präsentiert neue Fallstudien zur Innovation bei der SLUSH 2025
Am 19. November nimmt das Europäische Patentamt (EPA) an der SLUSH 2025 teil, einer führenden Messe für junge Unternehmen. Gemeinsam mit dem finnischen Patent- und Registrieramt (PRH) veranstaltet das EPA einen Workshop mit Beiträgen des Europäischen Innovationsrats (EIC) und führender Private-Equity-Experten.
Im Rahmen des Workshops präsentiert das EPA seine ersten anlegerorientierten Fallstudien zur Innovation, die aufzeigen, wie der Brückenschlag zwischen geistigem Eigentum (IP) und Kapital gelingen kann. Die Fallstudien machen deutlich, warum Patente für Investoren so interessant sind, und erläutern deren Perspektive auf die beliebte Reihe der vom EPA veröffentlichten Fallstudien. Am Rednerpult steht unter anderem ein Private-Equity-Investor und Verfasser einer der Fallstudien, der seine Einblicke und Erkenntnisse mit dem Publikum teilen wird.
Das EPA und sein finnisches Pendant stellen außerdem datengetriebene Gratis-Tools und Unterstützungsprogramme vor, die Zukunftstechnologien ins rechte Licht rücken und Investoren wie Start-ups eine verlässliche Basis bieten. Zu den Tools zählt beispielsweise der Deep Tech Finder der EPA-Beobachtungsstelle, der jungen Unternehmen, Investoren und Innovations-Stakeholdern ein gemeinsames Verständnis von geistigen Eigentumsrechten als strategischem Asset vermittelt.
Die Teilname am Workshop ist mit und ohne SLUSH-Ticket möglich. Bitte melden Sie sich hier an: Anmeldung für den Workshop von EPA und PRH.
Neue Fallstudien belegen den Nutzen von Patenten für die Start-up-Finanzierung und -Entwicklung
Die Fallstudien werden in das Programm zur Innovationsfinanzierung der Beobachtungsstelle aufgenommen.
- Infinite Roots (Biotechnologie, Deutschland)
Infinite Roots (zuvor Mushlabs) leistet Pionierarbeit im Bereich neuer Lebensmittelsysteme, indem es entlang der gesamten Wertschöpfungskette Innovationen vorantreibt – von Rohstoffen für die zirkuläre Fermentation aus landwirtschaftlichen Nebenprodukten bis hin zur Entwicklung von Konsumgütern, die die funktionellen Vorteile von Myzel nutzen. Die Vision des Unternehmens beschränkt sich nicht nur auf Fleischalternativen, sondern zielt auch auf weniger Lebensmittelverschwendung, geringere CO2-Emissionen und mehr Ernährungssicherheit ab.
- Lightyear (nachhaltiger Transport, Niederlande)
Mit dem Ziel, ein revolutionäres solarbetriebenes Elektrofahrzeug zu entwickeln, gründete ein Team der Technical University in Eindhoven im Jahr 2016 das Unternehmen Lightyear. Nachdem das Unternehmen seine Fachkenntnisse durch mehrere Siege bei der World Solar Challenge ausbauen konnte und sich frühzeitig auf den Aufbau eines soliden Patentportfolios konzentriert hatte, weckte es das Interesse von Investoren und nahm 2022 die Produktion auf. Trotz drohender Insolvenz ermöglichte seine IP-Strategie eine Umorientierung hin zu einem führenden Anbieter von Solardachmodulen und Ladesystemen.
- Arevo (nachhaltige Landwirtschaft, Schweden)
Das schwedische Start-up-Unternehmen Arevo wurde 2015 von Professor Torgny Näsholm gegründet. Zu diesem Zeitpunkt entwickelte das Unternehmen nachhaltige Pflanzenernährung für die Forstwirtschaft. Nach fast einem Jahrzehnt in der Forstwirtschaft strebte Arevo den Einstieg in den Agrarsektor an, benötigte dafür jedoch Investitionen. Die enge Zusammenarbeit mit Anlegern erwies sich als unschätzbar wertvoll und ermöglichte es dem Unternehmen, seine IP-Strategie zu verfeinern, Investoren zu gewinnen, neue Produkte zu entwickeln, Fachpersonal einzustellen und erfolgreich neue Märkte zu erschließen.
EPA und Mitgliedstaaten intensivieren ihre gemeinsame Zusammenarbeit mit Start-ups
Die SLUSH-Konferenz ist Teil des breiten angelegten Kooperationsprojekts "Kontaktaufnahme zu High-Tech-Start-ups", einer gemeinsamen Initiative der EPO-Mitgliedstaaten. Im Rahmen der Initiative treten das EPA und nationale Patentämter als Unterstützer und Teilnehmer bei Start-up-Messen und Innovationsveranstaltungen auf. Mithilfe von Workshops, Podiumsdiskussionen und Präsentationen soll gezeigt werden, wie geistige Eigentumsrechte beim Transfer innovativer Entwicklungen helfen können.