Innovation in der Brandbekämpfung: EPA und INPI Portugal präsentieren Ausstellung in Sintra

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Pressemitteilungen
  • "Technology vs. Fire – Erfindungen helfen uns, eine bessere Welt zu schaffen" ist eine europäische Ausstellung, die nun in Portugal Station macht
  • Im Mittelpunkt der Initiative stehen Technologien in den Bereichen Branderkennung und -verhütung, Brandbekämpfung, Schutzausrüstung und Sanierung nach Brandschäden

Lissabon/München, 15. Mai 2026 – Waldbrände stellen eine zunehmende Bedrohung für Menschen, Sachwerte und den Planeten dar. In den letzten Jahren haben mehrere europäische Länder, darunter Portugal, schwere Waldbrandsaisons erlebt, bei denen große Gebiete von Feuern heimgesucht wurden. Vor diesem Hintergrund kann Innovation dazu beitragen, Vermeidung, Vorsorge und Reaktion zu stärken.

So haben angesichts dieser Herausforderung Feuerwehrleute, Erfinderinnen und Erfinder, Forschungsinstitute und Organisationen auf der ganzen Welt Innovationen im Bereich der Brandbekämpfung entwickelt und patentiert. Um diese Innovationen zu zeigen, hat das Europäische Patentamt (EPA) in Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Institut für gewerbliches Eigentum INPI Portugal die Ausstellung "Technology vs. Fire – Erfindungen helfen uns, eine bessere Welt zu schaffen" eröffnet, die vom 15. bis zum 29. Mai im Luftfahrtmuseum (Museu do Ar) in Sintra zu sehen ist. Sie bietet eine interaktive, eindrucksvolle Präsentation von Spitzentechnologien, die auf Patentinformationen und technischem Fachwissen basieren, sowie inspirierende und bewegende Erfahrungsberichte von portugiesischen Feuerwehrleuten und Technologieentwicklern. Sie sollen die Dringlichkeit der Brandbekämpfung verdeutlichen und die Rolle der Technologie dabei anschaulich machen. Nach erfolgreichen Ausstellungen in Griechenland und Slowenien im Jahr 2024 ist dies bereits die dritte Ausgabe der Initiative.

Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Feuerwehrverband Liga dos Bombeiros Portugueses  organisiert wurde, ist zwei Wochen lang für Besucher geöffnet. Sie konzentriert sich auf vier Hauptbereiche: Branderkennung und -verhütung, Brandbekämpfung, Schutzausrüstung und Sanierung nach Brandschäden. 

"Da die Vereinten Nationen bis 2050 einen Anstieg der Waldbrände um 30 % prognostizieren, ist die Herausforderung, vor der wir stehen, sowohl global als auch langfristig", sagt EPA-Präsident António Campinos. "Um sie zu bewältigen, bedarf es einer Zusammenarbeit, die auf Wissen und Innovation basiert. Durch den Austausch der in Patenten enthaltenen technischen Informationen tragen Initiativen wie diese Ausstellung dazu bei, Ideen in praktische Lösungen umzusetzen, die vor Ort einen echten Unterschied machen können."

„Laut der 2022 veröffentlichten Studie, die wir gemeinsam mit dem spanischen Patent- und Markenamt durchgeführt haben, wurden zwischen 2010 und 2021 weltweit mehr als 3.000 Patentdokumente veröffentlicht, die in direktem Zusammenhang mit der Bekämpfung von Waldbränden stehen, was einen sehr deutlichen Anstieg im letzten Jahrzehnt zeigt“, erklärt Präsident des Direktoriums des INPI, Ana Bandeira. „Diese Daten verdeutlichen einerseits das rasante Innovationstempo in diesem Bereich. Sie zeigen jedoch auch, dass noch viel zu tun bleibt, insbesondere bei der Stärkung des Schutzes dieser Erfindungen, um sicherzustellen, dass generiertes Wissen in wirtschaftlichen und sozialen Mehrwert umgesetzt wird. Das INPI hat sein Engagement für die Förderung des gewerblichen Eigentums als strategisches Instrument zur Unterstützung von Innovation, nachhaltiger Entwicklung und der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes verstärkt.“

„Diese Partnerschaft zwischen dem Europäischen Patentamt und dem INPI ist ein konkretes Beispiel dafür, wie die europäische Zusammenarbeit Ergebnisse mit spürbarer Wirkung hervorbringt“, sagt der portugiesische Staatssekretär für Justiz, Gonçalo da Cunha Pires. „Portugal hat seine Zahl der Patente in diesem Bereich erhöht - ein klares Zeichen dafür, dass unsere Wissenschaft und unsere Technologien bei der Innovation im Bereich Brandschutz und Brandbekämpfung gemeinsam eine Vorreiterrolle einnehmen. Patente sind nicht nur technische Dokumente, sondern Instrumente des Fortschritts und des Schutzes öffentlicher Interessen."

Einzelheiten zur Ausstellung

Dienstag-Sonntag 10.00-17.00 Uhr 

Air Museum (Museu do Ar)
Granja do Marquês
2715-021 Pêro Pinheiro

Eine offene Wissensdatenbank zur Waldbrandbekämpfung

Viele der in der Ausstellung vorgestellten Technologien basieren auf Patenten, die im Bereich der Waldbrandbekämpfung angemeldet wurden. So wurden zwischen 2016 und 2025 insgesamt 78 europäische Patentanmeldungen in diesem hochspezialisierten Bereich beim EPAeingereicht. Sie decken Technologien zur Erkennung, Vermeidung und Bekämpfung von Waldbränden ab. 

Diese können auch über die Brandbekämpfungsplattform des EPA erkundet werden. Sie bietet einen strukturierten Zugang zu weltweitem, patentbasiertem technischem Wissen in Schlüsselbereichen wie Erkennung und Prävention, Brandbekämpfung, Schutzausrüstung und Sanierung nach Brandschäden bietet. Die Plattform wird kontinuierlich aktualisiert und ermöglicht es den Nutzern, sich anhand von Patentinformationen über konkrete technologische Lösungen und Innovationsaktivitäten zu informieren, was wiederum die Grundlage für neue Ideen und Erfindungen im Bereich der Brandbekämpfung bilden kann. 

Portugiesische Patentanmeldungen

Zwischen 2016 und 2025 wurde beim Europäischen Patentamt eine wachsende Zahl von Patentanmeldungen im Zusammenhang mit Technologien zur Waldbrandbekämpfung eingereicht, darunter auch Beiträge portugiesischer Anmelder/innen. 

Auch wenn Portugal ein relativ kleines Land ist, verzeichnet es einen deutlichen Anstieg seiner Innovationsaktivitäten, und das Wachstum bei den Patentanmeldungen unterstreicht seine zunehmende Bedeutung innerhalb der europäischen Innovationslandschaft. Dieser Trend scheint insbesondere durch die drängenden Herausforderungen stark stimuliert zu werden, denen sich die südeuropäischen Länder im Kontext des beschleunigten Klimawandels gegenübersehen, vor allem in Bereichen wie Energie, Umwelttechnologien und Klimaanpassung.

Weitere Informationen

Medienkontakte Europäisches Patentamt

Roberta Romano-Götsch 
EPA-Sprecherin

EPA-Pressestelle
[email protected]

Über das EPA

Mit 6 300 Beschäftigten ist das Europäische Patentamt (EPA) eine der größten Behörden in Europa. Das EPA, das seinen Hauptsitz in München sowie Niederlassungen in Berlin, Brüssel, Den Haag und Wien hat, wurde mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit zwischen den Staaten Europas auf dem Gebiet des Patentwesens zu stärken. Dank des zentralisierten Verfahrens vor dem EPA können Erfinderinnen und Erfinder hochwertigen Patentschutz in bis zu 46 Staaten erlangen, die zusammen einen Markt von rund 700 Millionen Menschen umfassen. Das EPA ist ferner weltweit führend in den Bereichen Patentinformation und Patentrecherche.

Über INPI Portugal

Das portugiesischen Instituts für gewerbliches Eigentum (INPI) ist eine Einrichtung, die dem Justizminister untersteht (in Abstimmung mit dem Minister für Wirtschaft und territorialen Zusammenhalt sowie dem Minister für Bildung, Wissenschaft und Innovation). Seine Aufgabe besteht darin, den Schutz des gewerblichen Eigentums zu gewährleisten und dafür zu sorgen, dass die Erteilung, Aufrechterhaltung und Beendigung von Rechten ordnungsgemäß, effizient und zeitnah erfolgt. 

Außerdem zielt es darauf ab, Innovation, Entwicklung und das Wirtschaftswachstum des Landes zu fördern sowie Fälschungen und unlauteren Wettbewerb zu bekämpfen.