European Patent Office

T 0439/06 (Elektronisches Handelssystem/REUTERS) du 31.01.2007

Identifiant européen de la jurisprudence
ECLI:EP:BA:2007:T043906.20070131
Date de la décision
31 janvier 2007
Numéro de l'affaire
T 0439/06
En ligne le
20 mars 2007
Requête en révision de
-
Numéro de la demande
96942546.1
Classe de la CIB
G06F 17/60
Langue de la procédure
Anglais
Distribution
Publiées au Journal officiel de l'OEB (A)
Téléchargement
Décision en allemand
Autres décisions pour cet affaire
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Résumés pour cette décision
-
Titre de la demande
Electronic trading system including an auto-arbitrage feature or name switching feature
Nom du demandeur
REUTERS LIMITED
Nom de l'opposant
HSBC Bank plc et al.
Chambre
3.5.01
Sommaire

I. Gemäß Artikel 122 (1) EPÜ kann ein Patentinhaber nur dann wieder in den vorigen Stand eingesetzt werden, wenn er alle nach den gegebenen Umständen gebotene Sorgfalt beachtet hat. Die gebotene Sorgfalt hängt somit von den jeweiligen Umständen im Einzelfall ab. Zu berücksichtigen sind dabei nicht nur die persönlichen Umstände der betreffenden Person, sondern auch die Art der einzuhaltenden Frist und die Rechtsfolgen einer Fristversäumung.

II. Die letzte Verantwortung trägt der Vertreter. Da eine Versäumung der Frist für die Einreichung der Beschwerdebegründung schwerwiegende Rechtsfolgen nach sich zieht, erfordert es die gebotene Sorgfalt unter diesen Umständen, dass der Vertreter die von seiner Verwaltungsabteilung berechnete Frist noch einmal überprüft, wenn ihm die Akte zur Bearbeitung vorgelegt wird. Er kann sich nicht einfach darauf verlassen, dass er diese Aufgabe ein für alle Mal seiner Verwaltungsabteilung übertragen hat (s. Nummern 8 und 10 der Entscheidungsgründe).

Mots-clés
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (verneint)
Beachtung aller gebotenen Sorgfalt des Vertreters (verneint)
Anwendung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes (verneint)
Exergue
-

ENTSCHEIDUNGSFORMEL

Aus diesen Gründen wird entschieden:

1. Der Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wird zurückgewiesen.

2. Die Beschwerde wird als unzulässig verworfen.