European Patent Office

T 0784/89 (Offenbarung mit einem Computer verbundenen Geräts) du 06.11.1990

Identifiant européen de la jurisprudence
ECLI:EP:BA:1990:T078489.19901106
Date de la décision
6 novembre 1990
Numéro de l'affaire
T 0784/89
En ligne le
21 décembre 1990
Requête en révision de
-
Numéro de la demande
84113819.1
Classe de la CIB
G01N 24/08
Langue de la procédure
Anglais
Distribution
Publiées au Journal officiel de l'OEB (A)
Téléchargement
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Titre de la demande
-
Nom du demandeur
General Electric
Nom de l'opposant
-
Chambre
3.4.02
Sommaire

1. Wenn in einer Patentanmeldung in der ursprünglich eingereichten Fassung explizit ein Verfahren zur Erzielung einer besonderen Wirkung und eine Vielzahl mathematischer Ausdrücke und Impulsfolgen offenbart werden, die einem geeigneten Programm entsprechen, und wenn darin außerdem unter Bezugnahme auf ein Dokument des Stands der Technik implizit ein programmierbares Gerät offenbart wird, dann gilt ein solches Gerät, wenn es zur Ausführung des Verfahrens zur Erzielung der besonderen Wirkung entsprechend programmiert ist, im Sinne des Artikels 123 (2) EPÜ als in der Anmeldung in der ursprünglich eingereichten Fassung offenbart.

2. Als offenbart gilt aber nur diese spezielle Kombination, und nicht ein Gerät zur Ausführung des genannten Verfahrens oder zur Erzielung der besonderen Wirkung, da ein solches Gerät auch zur Ausführung anderer Verfahren oder zur Erzielung anderer Wirkungen geeignet ist. Geänderte Patentansprüche, die auf ein solches Gerät zur Ausführung des Verfahrens oder zur Erzielung der besonderen Wirkung gerichtet sind, sind daher nicht gewährbar, da ein Patent mit solchen Ansprüchen über die Anmeldung in der ursprünglich eingereichten Fassung hinausgehen würde (Artikel 123 (2) EPÜ).

Dispositions juridiques pertinentes
European Patent Convention Art 123(2) 1973
Mots-clés
Ursprünglich nicht offenbartes Gerät
Offenbartes Gerät umfaßt in geeigneter Weise programmierten Computer
Exergue
-
Affaires citées
-
Affaires citantes
T 0410/96T 1149/97

ENTSCHEIDUNGSFORMEL

Aus diesen Gründen wird entschieden:

1. Die angefochtene Entscheidung wird aufgehoben.

2. Die Sache wird an die erste Instanz mit der Auflage zurückverwiesen, auf der Grundlage des von der Beschwerdeführerin in der mündlichen Verhandlung am 6. November 1990 vorgelegten Hilfsantrags Nr. 6 ein Patent zu erteilen. Dieser Antrag lautet wie folgt:

Beschreibung: Seiten 1 bis 13 in der in der mündlichen Verhandlung eingereichten Fassung;

Ansprüche: Nr. 1 bis 13 und 15 bis 26 in der in der mündlichen Verhandlung eingereichten Fassung, wobei Anspruch 14 durch den Anspruch 28 des Hauptantrags ersetzt worden ist;

Zeichnungen: Blatt 1/2 und 2/2 in der ursprünglich eingereichten Fassung.