Akademisches Forschungsprogramm

A group of young people around laptops

Es ist geplant, dass alle Bewerber im Laufe des Monats November 2020 über den Ausgang informiert werden.

Es ist geplant, dass alle Bewerber im Laufe des Monats November 2020 über den Ausgang informiert werden.

Das EPA weiß um die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Forschung im Bereich des patentbezogenen geistigen Eigentums: sie dient der Information politischer Entscheidungsträger und erleichtert fundierte unternehmerische Entscheidungen in einem Umfeld, in dem immaterielle Vermögenswerte, Innovation und geistige Eigentumsrechte eine zentrale wirtschaftliche Rolle spielen. Mit diesem seit 2017 bestehenden Forschungsprogramm möchte das EPA insbesondere die akademische Forschung zur Rolle von Patenten für die europäische Wirtschaft fördern und die Verbreitung von Forschungsergebnissen unterstützen.

Auswahlkriterien

Die Beihilfen werden an eine begrenzte Zahl klar definierter Projekte vergeben, die sich einer konkreten Frage aus den acht nachstehenden Themenbereichen widmen. Die Bandbreite der Disziplinen umfasst u. a. Wirtschaft, IP-Management und Datenwissenschaft. Interdisziplinäre Projekte kommen ebenfalls in Betracht.

  • Messung der Wirkung von Patenten auf die Innovation
  • Die Rolle von geistigen Eigentumsrechten für den Technologietransfer, die Kommerzialisierung und/oder Investitionen
  • Patentdienstleistungen und Patentvermittler
  • "IP-Bündelung": kombinierte Nutzung von Patenten und anderen IP-Rechten
  • Patente und disruptive Technologien (KI, Blockchain, 3D usw.)
  • Auswirkung staatlichen Handelns und regulatorischer Rahmenbedingungen auf die Nutzung von Patenten durch KMU und öffentliche Forschungseinrichtungen in Europa
  • Patente und Klimaschutztechnologien
  • Erweiterter Einsatz von PATSTAT, Patentrecherche und -analyse (z.B. Klassifikation, Potenzial von Linked Open Data im IP-Bereich)

Ob Ihr Projektvorschlag thematisch relevant ist, wird in unabhängigen Peer-Reviews geprüft. Das für das akademische Forschungsprogramm zuständige EPA-Team kann Sie während des Bewerbungsverfahrens nicht zum Projektinhalt beraten und Ihnen auch kein Feedback geben.

Der Projektvorschlag und die Berichte an das EPA - Zwischenbericht bzw. Abschlussbericht - müssen in englischer Sprache abgefasst sein. 

Projektvorschläge können von einzelnen Forschungsinstituten oder Gruppen von Instituten eingereicht werden. Im letzteren Fall können die Forschungsinstitute weltweit ansässig sein, solange der Vertragspartner (Projektleitung) seinen Sitz in einem Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation hat. Die Staatsangehörigkeit der leitenden oder mitwirkenden Forscher/innen ist dabei unerheblich.

Unser Angebot

Das akademische Forschungsprogramm (Academic Research Programme, ARP) des EPA stellt finanzielle Unterstützung für gezielte Forschungsprojekte bereit, die aussagekräftige empirische Daten für politische Entscheidungsträger und die Wirtschaft in Europa erbringen sollen. In den vergangenen drei Jahren gingen im Rahmen des Programms 154 Vorschläge aus 21 europäischen Ländern ein. Elf Forschungsprojekte wurden vom EPA unterstützt und vier Forschungsprojekte aus 2019 sind ausgewählt.

Im Rahmen dieses vierten jährlichen Projektaufrufs werden wieder insgesamt 300 000 EUR für Patentforschungsvorhaben bereitgestellt. Ausgewählte Projekte werden mit Beträgen zwischen 20 000 EUR und 100 000 EUR gefördert.

Das EPA kann im Einzelfall auch praktische Hilfe anbieten, etwa durch Bereitstellung von internem Know-how oder Mitwirkung bei der Organisation projektspezifischer Workshops. Außerdem werden die Ergebnisse der abgeschlossenen Projekte auf speziellen Veranstaltungen und in Form von Publikationen verbreitet.

Abgeschlossene EPA-ARP-finanzierte Forschungsprojekte

Die nach dem Projektaufruf 2017 finanzierten sechs Forschungsprojekte wurden Ende 2019 abgeschlossen, und die Forscher/innen stellten ihre Ergebnisse im Dezember 2019 in einem Workshop im EPA einer Kollegen- und Expertenrunde vor.

Auswahlverfahren

Die Vorschläge werden von externen Expertinnen und Experten auf dem jeweiligen Forschungsgebiet geprüft. Die Beihilfen werden vom Wissenschaftlichen Ausschuss des Programms unter Vorsitz des EPA-Chefökonomen vergeben. Wir gehen davon aus, dass alle Bewerber im Laufe des Monats November 2020 über den Ausgang informiert werden.

Die Forschungsvorschläge werden nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Originalität und Innovativität der Forschungsfrage
  • potenzielle politische/wirtschaftliche Auswirkungen
  • Klarheit und Qualität der vorgeschlagenen Methodik
  • Fähigkeit zur erfolgreichen Abwicklung des Projekts
  • Relevanz des vorgeschlagenen Budgets

Fragen richten Sie bitte an arp@epo.org.

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