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Tech Day 2022 des EPA: Beschleunigung nachhaltiger Innovation

EPO Tech Day 2022 highlights video

Am 16. Februar nahmen fast 7 800 Personen am ersten öffentlichen Tech Day des Europäischen Patentamts teil. Die Online-Veranstaltung befasste sich mit vielfältigen Aspekten nachhaltiger Innovationstätigkeit sowie mit der Frage, wie die Entwicklung von Transformationstechnologien, die zur Erhaltung der Gesundheit der Menschen und unseres Planeten erforderlich sind, beschleunigt werden kann.

Bei der Eröffnung des Tech Day 2022 sagte EPA-Präsident António Campinos: "Was die Nachhaltigkeit angeht, so stehen wir vor großen Herausforderungen. Aber wir haben ein Patentsystem, das die Transformationstechnologien unterstützt, mit denen wir diese Herausforderungen meistern können. Wir haben ein Patentsystem, das die erforderliche Innovationstätigkeit fördert, damit wir unsere Emissions-, Recycling- und sonstigen Nachhaltigkeitsziele erreichen."

Im Rahmen der Sensibilisierungskampagne des Amts für die Rolle des Patentsystems hob Herr Campinos die Pläne des Amts hervor, in diesem Jahr eine Beobachtungsstelle für Patente und Innovation einzurichten, die Erkenntnisse und Analysen zu Patenten liefern soll. Die Umsetzung des einheitlichen Patents und des Einheitlichen Patentgerichts würde dem EPA ebenfalls helfen, die Erfinder in Europa besser zu unterstützen, so Campinos.

Beschleunigung der Innovationen beim Klimaschutz

Philipp Offenberg und Ben Gaddy von Breakthrough Energy hielten den Eröffnungsvortrag zur Beschleunigung von Innovationen beim Klimaschutz und legten dabei den Schwerpunkt auf Start-ups. Sie unterstrichen die dringende Notwendigkeit mutigen Handelns bei der Innovationsförderung, um so zum europäischen Grünen Deal beizutragen. In einer lebhaften Diskussionsrunde erörterten dann führende Vertreter aus dem Innovations- und Wissenschaftsbereich sowie Analysten die Transformationen, die in der aktuellen Technologie- und Politiklandschaft im Hinblick auf mehr Nachhaltigkeit im Gange sind.

Die Diskussion stützte sich auf wichtige aktuelle Studien, die gemeinsam vom EPA (vertreten durch dessen Chefökonomen Yann Ménière) und der Internationalen Energieagentur (vertreten durch den Energietechnikanalysten Simon Bennett) veröffentlicht wurden.

Ergänzt wurden ihre Analysen durch inspirierende praktische Einblicke in die Materialwissenschaft von der Erfinderin Jane ní Dhulchaointigh, Managing Director von Sugru, und dem Erfinder Christoph Gürtler, Leiter des Bereichs "Global Industry Academia Cooperations" bei Covestro Deutschland. Die Runde wurde vervollständigt durch Markus Lienkamp, Leiter des Lehrstuhls für Fahrzeugtechnik an der Technischen Universität München, moderiert wurde sie vom IP-Journalisten James Nurton.

Das dynamische Programm des Tech Day 2022 schloss mit einer Gesprächsreihe zu nachhaltiger Innovation für die Gesundheit des Planeten, bei der Vertreter aus der Erfinderschaft und aus dem EPA Themen erörterten wie Elektroschrott, grüner Wasserstoff, Fleisch auf Pflanzenbasis und Impfstoffe der nächsten Generation.

Unterstützung junger Erfinder und Erfinderinnen, Förderung der internationalen Zusammenarbeit

Die Abschlusssitzung konzentrierte sich auf die Frage, wie das EPA auf das dringende Erfordernis reagiert, die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Der Hauptdirektor Kommunikation und EPA-Sprecher Luis Berenguer Giménez erinnerte an den neuen Preis für junge Erfinder des EPA, der sich an Erfinder und Erfinderinnen im Alter bis zu 30 Jahren richtet, die im Bereich Nachhaltigkeit tätig sind.

Die Vizepräsidentin Allgemeine Dienste Nellie Simon betonte den ganzheitlichen Ansatz des EPA in Sachen Nachhaltigkeit, mit dem das Amt sein Ziel erreichen werde, bis 2030 klimaneutral zu werden. Der Vizepräsident Patenterteilungsprozess Stephen Rowan sprach darüber, wie das EPA kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu seinen Diensten erleichtert, den digitalen Dialog mit allen Anmeldern fördert und Patentwissen für die Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Abschließend betonte der Vizepräsident Rechtsfragen und internationale Angelegenheiten Christoph Ernst die entscheidende Rolle der Digitalisierung bei der weiteren Förderung der internationalen Zusammenarbeit, und dies in einer Zeit, in der sie am dringendsten nötig ist.

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