Joachim Fiedler (DE)

Finalist für den Europäischen Erfinderpreis 2022

Joachim Fiedler (DE)

Zusätzliches Video:

Kategorie: KMU

Sektor: Mechanik

Unternehmen: Fidlock GmbH

Patente: EP2040572B1, EP2389084B1, EP2782468B1, EP2833754B1, EP2825075B1

Erfindung: Originelle und unkomplizierte Magnetverschlüsse

Von Haus aus ist Joachim Fiedler eigentlich Musiker - auf die Idee, einen Verschluss  zu entwickeln, der sich leicht mit einer Hand lösen lässt, brachte ihn die unpraktische Halterung seines Cellobogens. Seine magnetisch-mechanischen Verschlüsse begegnen uns mittlerweile in Dutzenden von Produkten, mit denen wir tagtäglich zu tun haben - vom Fahrradhelm bis zum Autositz.

Mit gerade einmal 16 Jahren machte Joachim Fiedler seine erste Erfindung: ein Tragegurtsystem, mit dem er sein Cello auf den Rücken schnallen konnte, um mit dem Fahrrad zum Musikunterricht zu fahren. Der "Cello-Rucksack" war die erste von vielen Ideen, die schließlich dazu führten, dass er seine Karriere als Berufsmusiker an den Nagel hängte und sich ganz dem Unternehmerdasein widmete. Sein erster Verschluss war dann  eine magnetische Bogenhalterung - sein Gegenentwurf zu dem umständlichen Mechanismus des Bogenhalters in seinem Cellokoffer, der sich nur mit zwei Händen öffnen und schließen ließ. Fiedler und sein Team entwickeln heute eine ganze Reihe einfach zu bedienender Verschlüsse, bei denen Magnete mit einem mechanischen Verschlussmechanismus kombiniert werden.

Es gibt zwar noch andere Magnetverschlüsse, aber Fiedlers einzigartiger mechanischer Verschlussmechanismus hebt sich klar von anderen ab. Jeder Verschluss wird mittels einer ganz bestimmten Bewegung geöffnet, beispielsweise muss man die Teile, die damit befestigt werden, verdrehen oder verschieben. Sie werden in Konsumgütern wie Taschen, Helmen oder Schuhen und in Rückhaltesystemen für Autositze und Kinderwägen verbaut. Besonders verbreitet sind sie auch in der Fahrradbranche. Hier kommen sie in bedienerfreundlichen Helmschnallen und Halterungen zum Einsatz, mit denen man beispielsweise Wasserflaschen und Handys an den Fahrrädern befestigen kann. Da sich die Verschlüsse mit einer Hand öffnen und schließen lassen, sind sie auch für Menschen mit Behinderungen eine große Hilfe. Das Unternehmen hat sogar einen eigenen Designer, der sich speziell mit diesem Aspekt beschäftigt.

Schnelles Wachstum für Schnellverschlüsse

FIDLOCK wurde 2007 gegründet und es dauerte nicht lange, bis seine Produkte den Markt eroberten. Innerhalb von vier Jahren verkaufte es über eine Million Magnetverschlüsse und -schnallen. Mittlerweile beschäftigt FIDLOCK 90 Mitarbeiter und arbeitet mit 60 Vertriebspartnern in 40 Ländern der Welt zusammen.

  • Joachim Fiedler

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  • Originelle und unkomplizierte Magnetverschlüsse

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