G 0001/12 vom 30.04.2014
- Europäischer Rechtsprechungsidentifikator
- ECLI:EP:BA:2014:G000112.20140430
- Datum der Entscheidung
- 30. April 2014
- Aktenzeichen
- G 0001/12
- Antrag auf Überprüfung von
- -
- Anmeldenummer
- 99955620.2
- IPC-Klasse
- B01D 65/08C02F 1/44B01D 61/22
- Verfahrenssprache
- Englisch
- Verteilung
- Im Amtsblatt des EPA veröffentlicht (A)
- Download
- Entscheidung auf Englisch
- Amtsblattfassungen
- Weitere Entscheidungen für diese Akte
- -
- Zusammenfassungen für diese Entscheidung
- -
- Bezeichnung der Anmeldung
- Water filtration using immersed membranes
- Name des Antragstellers
- Zenon Technology Partnership
- Name des Einsprechenden
- Siemens Industry, Inc.
- Kammer
- -
- Leitsatz
- -
- Relevante Rechtsnormen
- EPC1973_R_088_Sent_1EPC2000_R_005_Sent_2EPC2000_R_109_Sent_1EPC2000_R_131(2)_Sent_2EPC2000_R_132(2)_Sent_1EPC2000_R_139_Sent_1European Patent Convention Art 106European Patent Convention Art 107European Patent Convention Art 107 1973European Patent Convention Art 108European Patent Convention Art 109European Patent Convention Art 112(1)European Patent Convention Art 133(2)European Patent Convention Art 133(3)European Patent Convention Art 14(4)European Patent Convention R 100(1)European Patent Convention R 101(1)European Patent Convention R 101(2)European Patent Convention R 116(1)European Patent Convention R 137(1)European Patent Convention R 41(2)(c)European Patent Convention R 43 1973European Patent Convention R 65(2) 1973European Patent Convention R 66(1) 1973European Patent Convention R 71a(1) 1973European Patent Convention R 76(1)European Patent Convention R 76(2)European Patent Convention R 99(1)
- Schlagwörter
- Zulässigkeit der Beschwerde
Identität der Beschwerdeführerin
Beschwerde im Namen einer nicht beschwerdeberechtigten Person eingelegt - angeblicher Fehler hinsichtlich der Identität
Mangel im Sinne der Regeln 101 (2) und 99 (1) a) EPÜ
Mängelberichtigung nach Regel 139 Satz 1 EPÜ - Orientierungssatz
- Die der Großen Beschwerdekammer vorgelegten Fragen werden wie folgt beantwortet:
Frage 1
Die umformulierte Frage 1 - nämlich ob es in dem Fall, dass eine Beschwerdeschrift entsprechend der Regel 99 (1) a) EPÜ den Namen und die Anschrift des Beschwerdeführers nach Maßgabe der Regel 41 (2) c) EPÜ enthält und behauptet wird, es sei aus Versehen die falsche Identität angegeben worden und die wirkliche Absicht sei es gewesen, die Beschwerde im Namen der juristischen Person einzulegen, die sie hätte einlegen sollen, möglich ist, diesen Fehler nach Regel 101 (2) EPÜ auf einen Antrag hin zu korrigieren, den Namen durch den des wahren Beschwerdeführers zu ersetzen - wird bejaht, sofern die Erfordernisse der Regel 101 (1) EPÜ erfüllt sind.
Frage 2
Im Verfahren vor dem EPA findet der Grundsatz der freien Beweiswürdigung Anwendung. Dies gilt auch für den Problemkreis in dieser Vorlagesache.
Frage 3
Im Falle einer fehlerhaften Angabe des Namens des Beschwerdeführers greift nach den in der Rechtsprechung der Beschwerdekammern aufgestellten Bedingungen das allgemeine Verfahren für die Berichtigung von Mängeln nach Regel 139 Satz 1 EPÜ.
Frage 4
In Anbetracht der Antworten auf die Fragen 1 und 3 muss die Frage 4 nicht beantwortet werden. - Zitierte Akten
- G 0008/92G 0006/95G 0003/97G 0004/97G 0003/99G 0002/04J 0008/80J 0004/85J 0006/91J 0002/92J 0027/96J 0006/02J 0019/03J 0023/03T 0340/92T 0001/97T 0097/98T 0656/98T 0964/98T 0015/01T 1091/02T 0128/10
- Zitierende Akten
- G 0001/13G 0003/14G 0001/18G 0001/19G 0002/19G 0002/21J 0013/14J 0005/19J 0007/19J 0008/19J 0014/19J 0013/21T 0445/08T 0545/08T 0662/09T 0719/09T 0755/09T 1911/09T 1961/09T 2045/09T 0124/10T 2330/10T 2369/10T 0577/11T 1269/11T 1835/11T 2561/11T 0001/12T 0244/12T 0854/12T 0979/12T 1050/12T 1338/12T 1458/12T 1706/12T 2085/12T 2477/12T 2564/12T 0006/13T 0335/13T 0467/13T 0562/13T 1226/13T 0489/14T 0598/14T 0615/14T 0725/14T 1201/14T 1638/14T 1755/14T 1954/14T 2254/14T 2256/14T 0103/15T 0603/15T 0756/15T 0819/15T 0924/15T 1807/15T 1924/15T 2175/15T 0579/16T 1452/16T 1700/16T 0296/17T 1418/17T 1513/17T 1779/17T 2341/17T 2558/17T 0116/18T 0590/18T 0695/18T 0874/18T 1287/18T 1337/18T 1356/18T 1920/18T 2058/18T 2620/18T 2645/18T 2941/18T 0130/19T 0158/19T 0317/19T 0442/19T 1000/19T 1165/19T 1474/19T 1520/19T 1538/19T 2034/19T 2474/19T 2719/19T 3098/19T 3103/19T 0239/20T 0444/20T 0450/20T 1146/20T 1371/20T 0071/21T 0158/21T 0408/21T 0433/21T 0467/21T 1121/21T 1207/21T 1678/21T 2036/21T 2168/21T 2170/21T 0186/22T 0719/22T 0832/22T 0483/23T 0976/23T 1456/23T 1857/23T 1936/23T 2020/23T 0406/24T 1382/24T 0491/25
Entscheidungsformel
Aus diesen Gründen wird entschieden:
Die der Großen Beschwerdekammer vorgelegten Fragen werden wie folgt beantwortet:
Frage 1
Die umformulierte Frage 1 - nämlich ob es in dem Fall, dass eine Beschwerdeschrift entsprechend der Regel 99 (1) a) EPÜ den Namen und die Anschrift des Beschwerdeführers nach Maßgabe der Regel 41 (2) c) EPÜ enthält und behauptet wird, es sei aus Versehen die falsche Identität angegeben worden und die wirkliche Absicht sei es gewesen, die Beschwerde im Namen der juristischen Person einzulegen, die sie hätte einlegen sollen, möglich ist, diesen Fehler nach Regel 101 (2) EPÜ auf einen Antrag hin zu korrigieren, den Namen durch den des wahren Beschwerdeführers zu ersetzen - wird bejaht, sofern die Erfordernisse der Regel 101 (1) EPÜ erfüllt sind.
Frage 2
Im Verfahren vor dem EPA findet der Grundsatz der freien Beweiswürdigung Anwendung. Dies gilt auch für den Problemkreis in dieser Vorlagesache.
Frage 3
Im Falle einer fehlerhaften Angabe des Namens des Beschwerdeführers greift nach den in der Rechtsprechung der Beschwerdekammern aufgestellten Bedingungen das allgemeine Verfahren für die Berichtigung von Mängeln nach Regel 139 Satz 1 EPÜ.
Frage 4
In Anbetracht der Antworten auf die Fragen 1 und 3 muss die Frage 4 nicht beantwortet werden.