European Patent Office

T 0920/20 (Schwalbenschwanzzahn/MARTINREA HONSEL GERMANY GMBH) of 23.06.2022

European Case Law Identifier
ECLI:EP:BA:2022:T092020.20220623
Date of decision
23 June 2022
Case number
T 0920/20
Petition for review of
-
Application number
09776027.6
Language of proceedings
German
Distribution
Distributed to board chairmen (C)
OJ versions
No OJ links found
Other decisions for this case
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Abstracts for this decision
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Application title
VERFAHREN UND WERKZEUG ZUR ERZEUGUNG EINER OBERFLÄCHE VORBESTIMMTER RAUHEIT
Applicant name
Martinrea Honsel Germany GmbH
Gühring KG
Opponent name
Walter AG
KS HUAYU AluTech GmbH
Board
3.2.01
Headnote
-
Relevant legal provisions
European Patent Convention Art 123(2)Rules of procedure of the Boards of Appeal 2020 Art 013(1)Rules of procedure of the Boards of Appeal 2020 Art 013(2)
Keywords
Änderungen - Zwischenverallgemeinerung Hauptantrag (ja)
Änderungen - Zwischenverallgemeinerung Hilfsanträge 2 bis 4 (ja)
Änderung nach Ladung - Hilfsantrag 1
Änderung nach Ladung - außergewöhnliche Umstände (nein)
Änderung des Beschwerdevorbringens (ja)
Änderung des Beschwerdevorbringens - Änderung der Verfahrensökonomie abträglich (ja)
Änderung des Beschwerdevorbringens - Eignung der Änderung zur Lösung der aufgeworfenen Fragen (nein)
Änderung des Beschwerdevorbringens - Änderung gibt Anlass zu neuen Einwänden (ja)
Catchword
Artikel 12(4) VOBK 2020 enthält keine Einschränkung dahin, dass sich jede Partei in der Beschwerde nur auf diejenigen Gegenstände des Vorverfahrens beziehen dürfte, die sie selbst dort "in zulässiger Weise vorgebracht" hat. Daher erscheint es legitim, sich auch auf Angriffslinien zu beziehen, die von anderen Beteiligten ins Einspruchsverfahren eingeführt worden waren. Geschieht dies, liegt insoweit daher keine zulassungsbedürftige Änderung des Vorbringens vor (siehe Punkt 4.4).

Entscheidungsformel

Aus diesen Gründen wird entschieden:

1. Die angefochtene Entscheidung wird aufgehoben.

2. Das Patent wird widerrufen.