European Patent Office

T 0367/90 (Gebührenermäßigung) of 02.07.1991

European Case Law Identifier
ECLI:EP:BA:1991:T036790.19910702
Date of decision
2 July 1991
Case number
T 0367/90
Petition for review of
-
Application number
84114954.5
IPC class
G01R 31/36
Language of proceedings
French
Distribution
No distribution (D)
Download
-
OJ versions
No OJ links found
Other decisions for this case
T 0367/90 1992-06-30
Abstracts for this decision
-
Application title
Procédé de mesure de l'état de décharge d'une pile et appareil mettant en oeuvre ce procédé
Applicant name
ASULAB
Opponent name
N.V.Philips
Board
3.4.01
Headnote

Folgende Fragen werden der Großen Beschwerdekammer vorgelegt:

(1) Wann muß ein in einer zugelassenen Nichtamtssprache abgefaßtes maßgebliches Dokument eingereicht werden, damit der Anspruch auf eine Gebührenermäßigung nach Regel 6 (3) EPÜ erworben werden kann?

(2) Ist es insbesondere möglich, ein solches Dokument am selben Tag wie seine Übersetzung in eine Amtssprache des EPA einzureichen, ohne daß damit der Anspruch auf eine Ermäßigung der entsprechenden Gebühr erlischt?

(3) Muß im Falle einer Beschwerde die Beschwerdebegründung in einer zugelassenen Nichtamtssprache abgefaßt sein, damit der Anspruch auf eine Gebührenermäßigung nach Regel 6 (3) EPÜ erworben werden kann? (4) Falls die Frage 3 bejaht wird und das daraus resultierende Erfordernis nicht innerhalb der in Artikel 108 EPÜ festgelegten Frist erfüllt wird, sind dann zwanzig Prozent der Beschwerdegebühr als "geringfügiger Fehlbetrag der zu entrichtenden Gebühr" im Sinne des Artikels 9 (1) der Gebührenordnung zu verstehen? Ist ferner die Beschwerde zulässig, wenn der fehlende Betrag nach Ablauf der in Artikel 108 EPÜ vorgesehenen Zahlungsfrist entrichtet wird?

Keywords
Anspruch auf Gebührenermäßigung
Vorlage an die Große Beschwerdekammer
Catchword
-
Cited cases
-
Citing cases
-

ENTSCHEIDUNGSFORMEL

Aus diesen Gründen wird entschieden:

In Anwendung der Vorschriften des Artikels 112 (1) a) EPÜ werden der Großen Beschwerdekammer folgende Fragen vorgelegt:

(1) Wann muß ein in einer zugelassenen Nichtamtssprache abgefaßtes maßgebliches Dokument eingereicht werden, damit der Anspruch auf eine Gebührenermäßigung nach Regel 6 (3) EPÜ erworben werden kann?

(2) Ist es insbesondere möglich, ein solches Dokument am selben Tag wie seine Übersetzung in eine Amtssprache des EPA einzureichen, ohne daß damit der Anspruch auf eine Ermäßigung der entsprechenden Gebühr erlischt?

(3) Muß im Falle einer Beschwerde die Beschwerdebegründung in einer zugelassenen Nichtamtssprache abgefaßt sein, damit der Anspruch auf eine Gebührenermäßigung nach Regel 6 (3) EPÜ erworben werden kann?

(4) Falls die Frage 3 bejaht wird und das daraus resultierende Erfordernis nicht innerhalb der in Artikel 108 EPÜ festgelegten Frist erfüllt wird, sind dann zwanzig Prozent der Beschwerdegebühr als "geringfügiger Fehlbetrag der zu entrichtenden Gebühr" im Sinne des Artikels 9 (1) der Gebührenordnung zu verstehen? Ist ferner die Beschwerde zulässig, wenn der fehlende Betrag nach Ablauf der in Artikel 108 EPÜ vorgesehenen Zahlungsfrist entrichtet wird?