T 0553/23 (Effektives Öffnen einer nächstgelegenen Tür zu einem Objekt in einem Lieferwagen/DEUTSCHE POST) of 19.07.2024
- European Case Law Identifier
- ECLI:EP:BA:2024:T055323.20240719
- Date of decision
- 19 July 2024
- Case number
- T 0553/23
- Petition for review of
- -
- Application number
- 19164008.5
- IPC class
- G06Q 10/08G06Q 50/28
- Language of proceedings
- German
- Distribution
- No distribution (D)
- Download
- Decision in German
- OJ versions
- No OJ links found
- Other decisions for this case
- -
- Abstracts for this decision
- Abstract on EPC2000 Art 083
- Application title
- VERFAHREN ZUM ÖFFNEN EINER TÜR EINES LIEFERWAGENS
- Applicant name
- Deutsche Post AG
- Opponent name
- -
- Board
- 3.5.01
- Headnote
- -
- Relevant legal provisions
- European Patent Convention Art 111(1)European Patent Convention Art 123(2)European Patent Convention Art 56European Patent Convention Art 83Rules of procedure of the Boards of Appeal Art 11
- Keywords
- Ausreichende Offenbarung - Ausführbarkeit
Ausreichende Offenbarung - Hauptantrag (nein)
Ausreichende Offenbarung - Hilfsanträge 1 bis 3 (ja)
Erfinderische Tätigkeit - nächstliegender Stand der Technik
Zurückverweisung an die erste Instanz
Zurückverweisung - (ja) - Catchword
- In einem Anspruch wird allgemein versucht, eine Vorrichtung unter Idealbedingungen zu definieren. Kann sich der Fachmann unter Berücksichtigung der Offenbarung und des allgemeinen Fachwissens erschließen, was funktioniert und was nicht, ist eine beanspruchte Erfindung hinreichend offenbart, auch wenn eine breite Auslegung einen Gegenstand einschließen könnte, der nicht funktioniert. Im vorliegenden Fall ist der Fachmann in der Lage, Situationen direkt zu erkennen und auszuschließen, die offenkundig die angestrebte Wirkung nicht erzielen (etwa aufgrund einer verdeckten Sicht) und darauf durch eine angepasste Positionsbestimmungsvorrichtung zu reagieren. Die Kammer hat keine Zweifel daran, dass der Fachmann im Rahmen seines allgemeinen Fachwissens das funktionale Merkmal einer optischen Positionsbestimmungsvorrichtung den Größenverhältnissen der zu transportierenden Objekte anpassen würde (vgl. Entscheidungsgründe 3.6 und 3.7).
Zur Bewertung der erfinderischen Tätigkeit sollte als nächstliegender Stand der Technik in der Regel ein Dokument des Stands der Technik herangezogen werden, das einen Gegenstand offenbart, der zum gleichen Zweck oder mit demselben Ziel entwickelt wurde. Dabei sollte der Formulierung der ursprünglichen Aufgabe und der beabsichtigten Verwendung sowie der zu erzielenden Wirkungen generell mehr Gewicht beigemessen werden als einer Höchstzahl identischer technischer Merkmale (vgl. Entscheidungsgründe 4.2 bis 4.5). - Cited cases
- T 0042/90T 0870/96T 0066/97T 1434/06T 1473/13T 1711/13T 0383/14T 1845/14T 0314/15T 2496/17T 2773/18
- Citing cases
- T 1800/23
Entscheidungsformel
Aus diesen Gründen wird entschieden:
1. Die angefochtene Entscheidung wird aufgehoben.
2. Die Angelegenheit wird zur weiteren Entscheidung an die Prüfungsabteilung zurückverwiesen.