European Patent Office

T 0117/87 (Deutsches Patentamt) du 06.07.1988

Identifiant européen de la jurisprudence
ECLI:EP:BA:1988:T011787.19880706
Date de la décision
6 juilliet 1988
Numéro de l'affaire
T 0117/87
Requête en révision de
-
Numéro de la demande
79302462.1
Classe de la CIB
A61N 1/36
Langue de la procédure
Anglais
Distribution
Publiées au Journal officiel de l'OEB (A)
Téléchargement
-
Autres décisions pour cet affaire
T 0117/87 1991-04-22
Résumés pour cette décision
-
Titre de la demande
Programmable medical device
Nom du demandeur
Medtronic
Nom de l'opposant
Biotronik Mess- Therapie.
Chambre
3.4.01
Sommaire

Der Großen Beschwerdekammer werden folgende Rechtsfraqen von grundsätzlicher Bedeutung vorgelegt:

(i) Ist der Präsident des EPA, der mit einer anderen Organisation (hier: dem Deutschen Patentamt) eine Vereinbarung trifft, befugt, in diese Vereinbarung eine Bestimmung aufzunehmen, wonach das EPA unter bestimmten Umständen ein Schriftstück, das bei ihm nach Ablauf einer im EPÜ gesetzten Frist eingereicht wird, so behandeln muß, als sei es fristgerecht eingereicht worden?

(ii) Falls der Präsident des EPA nicht zum Abschluß einer Vereinbarung, die eine solche Bestimmung enthält, befugt ist, welche Rechtswirkung hat dann diese Bestimmung im Hinblick darauf, daß die Vereinbarung im Amtsblatt veröffentlicht worden ist, damit die Beteiligten in den Verfahren vor dem EPA davon in Kenntnis gesetzt werden und sich darauf verlassen können?

(iii) Ist im vorliegenden Fall für die Frist und den Ort für die Einreichung der Einspruchsschrift beim EPA Artikel 99 (1) EPÜ allein maßgebend, oder muß er in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 3 der Verwaltungsvereinbarung vom 29. Juni 1981 gesehen werden?

Mots-clés
Einspruchsschrift eingereicht beim Deutschen Patentamt - beim EPA eingereicht nach Ablauf der Frist von 9 Monaten
Verwaltungsvereinbarung DPA/EPA vom 29.Juni 1981 - Wirkung
Exergue
-
Affaires citées
-
Affaires citantes
T 0117/87T 0545/91

ENTSCHEIDUNGSFORMEL

Aus diesen Gründen wird entschieden:

Der Großen Beschwerdekammer werden folgende Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zur Entscheidung vorgelegt:

(i) Ist der Präsident des EPA, der mit einer anderen Organisation (hier: dem Deutschen Patentamt) eine Vereinbarung trifft, befugt, in diese Vereinbarung eine Bestimmung aufzunehmen, wonach das EPA unter bestimmten Umständen ein Schriftstück, das bei ihm nach Ablauf einer im EPÜ gesetzten Frist eingereicht wird, so behandeln muß, als sei es fristgerecht eingereicht worden?

(ii) Falls der Präsident des EPA nicht zum Abschluß einer Vereinbarung, die eine solche Bestimmung enthält, befugt ist, welche Rechtswirkung hat dann diese Bestimmung im Hinblick darauf, daß die Vereinbarung im Amtsblatt veröffentlicht worden ist, damit die Beteiligten in den Verfahren vor dem EPA davon in Kenntnis gesetzt werden und sich darauf verlassen können?

(iii) Ist im vorliegenden Fall für die Frist und den Ort für die Einreichung der Einspruchsschrift beim EPA Artikel 99 (1) EPÜ allein maßgebend, oder muß er in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 3 der Verwaltungsvereinbarung vom 29. Juni 1981 gesehen werden?