Zusammenfassung von Art 13(2) RPBA 2020 für die Entscheidung T0018/21 vom 24.10.2023
Bibliographische Daten
- Entscheidung
- T 0018/21 vom 24. Oktober 2023
- Beschwerdekammer
- 3.3.02
- Inter partes/ex parte
- Inter partes
- Sprache des Verfahrens
- Deutsch
- Verteilungsschlüssel
- Nicht verteilt (D)
- EPC-Artikel
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- EPC-Regeln
- -
- RPBA:
- Rules of procedure of the Boards of Appeal Art 13(2) 2020
- Andere rechtliche Bestimmungen
- -
- Schlagwörter
- amendment after summons (yes) - procedural request - request not to admit the new main request of the proprietor - exceptional circumstances (no)
- Zitierte Akten
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- Rechtsprechungsbuch
- V.A.4.2.2, 10th edition
Zusammenfassung
In T 18/21 beantragte die Einsprechende während der mündlichen Verhandlung erstmals die Nichtzulassung des Hauptantrages, der als Hilfsantrag 1 mit der Beschwerdebegründung eingereicht worden war. Die Kammer prüfte die Zulassung des Antrags der Einsprechenden auf Nichtzulassung des Hauptantrages nach Art. 13(2) VOBK. Dazu stellte sie zunächst fest, dass die Einsprechende im schriftlichen Beschwerdeverfahren in der Sache, nämlich im Hinblick auf die erfinderische Tätigkeit, zum Hauptantrag Stellung genommen hatte. Aus Sicht der Kammer stellte der in der mündlichen Verhandlung gestellte prozedurale Antrag auf Nichtzulassung des Hauptantrags eine Änderung gegenüber diesem bisherigen Vorbringen im Beschwerdeverfahren dar. Außergewöhnliche Umstände waren weder von der Einsprechenden genannt, noch konnte die Kammer solche erkennen. Daher entschied die Kammer unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Art. 13(2) VOBK, den Nichtzulassungsantrag der Einsprechenden nicht zuzulassen. Die Kammer merkte auch an, dass ihr keine Gründe ersichtlich seien, weshalb der Hauptantrag nicht in das Verfahren zugelassen werden sollte. Entsprechend entschied sie, den Hauptantrag in das Verfahren zuzulassen.