J 0014/91 (Akteneinsicht) du 06.11.1991
- Identifiant européen de la jurisprudence
- ECLI:EP:BA:1991:J001491.19911106
- Date de la décision
- 6 novembre 1991
- Numéro de l'affaire
- J 0014/91
- Requête en révision de
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- Numéro de la demande
- 90124892.2
- Classe de la CIB
- B05D 5/08
- Langue de la procédure
- Allemand
- Distribution
- Publiées au Journal officiel de l'OEB (A)
- Téléchargement
- Décision en allemand
- Autres décisions pour cet affaire
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- Résumés pour cette décision
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- Titre de la demande
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- Nom du demandeur
- Alt
- Nom de l'opposant
- Mahler
- Chambre
- 3.1.01
- Sommaire
1. Eine Berufung auf eine europäische Patentanmeldung i.S.v. Artikel 128 (2) EPÜ liegt jedenfalls auch dann vor, wenn sich die Berufung nach ihrem Wortlaut auf eine Erstanmeldung in einem Vertragsstaat bezieht, aber die europäische Nachanmeldung gleichzeitig erwähnt ist (vgl. Nr. 4 der Entscheidungsgründe).
2. Besteht zwischen dem Anmelder und einem Dritten Streit über dessen Berechtigung zur Akteneinsicht nach Artikel 128 Absatz 2 EPÜ, so wird über diesen Streit zweckmäßigerweise in einer kurzfristig anberaumten mündlichen Verhandlung entschieden (vgl. Nr. 3 der Entscheidungsgründe).
3. In Fällen vorstehender Art kann die in Regel 71 (2) EPÜ vorgesehene Ladungsfrist verkürzt werden. Es genügt eine Frist, die den Beteiligten nach den Umständen des Falles eine ausreichende Vorbereitung erlaubt (vgl. Nr. 2.5 der Entscheidungsgründe).
- Dispositions juridiques pertinentes
- European Patent Convention Art 125 1973European Patent Convention Art 128(2) 1973European Patent Convention Art 164(2) 1973European Patent Convention R 71(1) 1973
- Mots-clés
- Akteneinsicht, vorzeitige/auch bei Berufung auf Prioritätsanmeldung
Ladungsfrist, Verkürzung - nach Grundsätzen nationalen Rechts im Eilverfahren - Exergue
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- Affaires citées
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- Affaires citantes
- J 0007/00
ENTSCHEIDUNGSFORMEL
Aus diesen Gründen wird entschieden:
1. Die angefochtene Entscheidung wird aufgehoben.
2. Die Einsicht in die Akten der europäischen Patentanmeldung Nr. 90 124 892.2 wird gewährt.
3. Die Hilfsanträge auf Befassung der Großen Beschwerdekammer werden abgelehnt.