9.3.1
Ermäßigung der Recherchengebühr für eine ergänzende europäische Recherche 

Die Recherchengebühr für eine ergänzende europäische Recherche wird für PCT-Anmeldungen ermäßigt, bei denen das Patentamt der USA, Japans, Chinas, Australiens, Russlands oder Koreas die Internationale Recherchenbehörde war. In diesen Fällen wird die Gebühr für eine ergänzende europäische Recherche um einen festgelegten Betrag ermäßigt (siehe ABl. EPA 2005, 548).

Zudem wird die Recherchengebühr für eine ergänzende europäische Recherche für internationale Anmeldungen, bei denen das Patentamt Österreichs, Finnlands, Spaniens, oder Schwedens oder der Türkei, oder das Nordische Patentinstitut oder das Visegrad-Patentinstitut die Internationale Recherchenbehörde war oder den ergänzenden internationalen Recherchenbericht erstellt hat (siehe Beschlüsse des Verwaltungsrats vom 27. Oktober 2011, ABl. EPA 2011, 616; vom 25. Oktober 2012, ABl. EPA 2012, 584, und vom 13.16. Dezember 20132015, ABl. EPA 2014, A5ABl. EPA 2016, A2 und vom 28. Juni 2017, ABl. EPA 2017, A57), um einen festgelegten Betrag ermäßigt.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Gebührenermäßigung bei Erfüllung der Voraussetzungen immer nur einmal gewährt wird, d. h. für die zusätzliche Recherchengebühr nach Regel 159 (1) e). Sie ist unabhängig davon anwendbar, ob die erste Erfindung in den Ansprüchen in der internationalen Phase von der ISA recherchiert wurde. Sie ist nicht anwendbar auf weitere Recherchengebühren, die nach Regel 164 (1) zu entrichten sind.

Bei PCT-Anmeldungen, für die eine andere als die vorstehend genannten Behörden Internationale Recherchenbehörde war, besteht kein Anspruch auf Ermäßigung der Gebühr für die ergänzende europäische Recherche (siehe ABl. EPA 2012, 212). Den aktuellsten Überblick über die zu zahlenden Gebührenbeträge enthält die Mitteilung des EPA vom 15. Februar 2016 (ABl. EPA 2016, A20).

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