European Patent Office

T 1242/04 (Bereitstellung produktspezifischer Daten/MAN) of 20.10.2006

European Case Law Identifier
ECLI:EP:BA:2006:T124204.20061020
Date of decision
20 October 2006
Case number
T 1242/04
Petition for review of
-
Application number
02026715.9
IPC class
G06F 17/60
Language of proceedings
German
Distribution
Published in the EPO's Official Journal (A)
Other decisions for this case
-
Abstracts for this decision
-
Application title
Verfahren und System zur Bereitstellung produktspezifischer Daten in einer Servicestation
Applicant name
MAN Nutzfahrzeuge Aktiengesellschaft
Opponent name
-
Board
3.5.01
Headnote

1. Die Vorschrift der Regel 45 EPÜ bezieht sich ausschließlich auf die Durchführbarkeit einer Recherche und nicht auf die mögliche Relevanz ihres Ergebnisses bei der Verwendung für die später vorzunehmende Sachprüfung (Punkt 8.3 der Gründe).

2. Bei Anmeldungsgegenständen mit nicht-technischen Aspekten kann eine Erklärung nach Regel 45 EPÜ nur in Ausnahmefällen ergehen, in denen der beanspruchte Gegenstand, d.h. der gesamte Anspruchssatz einschließlich nebengeordneter und abhängiger Ansprüche, offensichtlich keinen technischen Charakter aufweist (Punkt 8.4 der Gründe).

Relevant legal provisions
European Patent Convention Art 111(1) 1973European Patent Convention Art 112(1)(a) 1973European Patent Convention Art 52(2) 1973European Patent Convention Art 52(3) 1973European Patent Convention Art 56 1973European Patent Convention R 44(1) 1973European Patent Convention R 45 1973European Patent Convention R 86(4) 1973Guidelines_für die Prüfung im Europäischen PatentamtB-VIII, 3Mitteilung des Europäischen Patentamts vom 26. März 2002 über Geschäftsmethoden (ABl. EPA 2002, 260)
Keywords
Erklärung nach R. 45 EPÜ
Zusätzliche Recherche
Große Beschwerdekammer - Befassung durch die Beschwerdekammer (verneint)
Zurückverweisung (bejaht - auf der Grundlage des
weiteren Hilfsantrags)
Catchword
-

ENTSCHEIDUNGSFORMEL

Aus diesen Gründen wird entschieden:

1. Die angefochtene Entscheidung wird aufgehoben.

2. Die Angelegenheit wird zur Fortsetzung des Prüfungsverfahrens auf der Grundlage des mit der Beschwerdebegründung eingereichten "weiteren" Hilfsantrags an die erste Instanz zurückverwiesen.

3. Die vorrangigen Anträge werden zurückgewiesen.