T 0470/97 (Schwachschäumende Waschmittel/SASOL) du 10.07.2001
- Identifiant européen de la jurisprudence
- ECLI:EP:BA:2001:T047097.20010710
- Date de la décision
- 10 juilliet 2001
- Numéro de l'affaire
- T 0470/97
- Requête en révision de
- -
- Numéro de la demande
- 90124032.5
- Classe de la CIB
- C11D 10/04
- Langue de la procédure
- Allemand
- Distribution
- Distribuées aux présidents et aux membres des chambres de recours (B)
- Téléchargement
- Décision en allemand
- Versions JO
- Aucun lien JO trouvé
- Autres décisions pour cet affaire
- -
- Résumés pour cette décision
- -
- Titre de la demande
- Schwachschäumende Maschinen-Waschmittel
- Nom du demandeur
- SASOL Germany GmbH
- Nom de l'opposant
- Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien
- Chambre
- 3.3.06
- Sommaire
- -
- Dispositions juridiques pertinentes
- European Patent Convention Art 114(2) 1973European Patent Convention Art 83 1973
- Mots-clés
- Verfahrensmißbrauch (ja) - erstmalige Geltendmachung weiterer Patenthinderungsgründe in der mündlichen Verhandlung nicht zugelassen
Mangelnde Offenbarung (nein) - falsche (unmögliche) Prozentangaben sind im Lichte der Beschreibung auszulegen - Exergue
- 1. Stützt sich die einsprechende Beschwerdeführerin vor Ablauf der Frist zur Beschwerdebegründung nur auf einen einzigen Grund (hier mangelnde Offenbarung, Artikel 83 EPÜ), ohne die von der ersten Instanz zu anderen Patenthinderungsgründen getroffene Entscheidung zu bestreiten, dann ist das Beschwerdeverfahren grundsätzlich auf diesen Grund beschränkt. Dies folgt aus analoger Anwendung der Entscheidung G 9/91, OJ EPA 1993, 408, wonach ein Einsprechender grundsätzlich auf die Gründe beschränkt ist, die er vor Ablauf der Einspruchsfrist angegeben hat, es sei denn, die Gegenpartei stimmt zu, daß weitere Gründe behandelt werden. Die Einführung weiterer Gründe in das Beschwerdeverfahren, wie mangelnde Neuheit und erfinderische Tätigkeit des Anspruchgegenstandes, liegt daher im Ermessen der Beschwerdekammer, gegebenenfalls mit Zustimmung der Gegenpartei.
2. Ein erstmalig in der mündlichen Verhandlung vor der Beschwerdekammer gestellter Antrag, auch mangelnde erfinderische Tätigkeit des Anspruchsgegenstandes zu behandeln, stellt jedenfalls dann einen Verfahrensmißbrauch dar, wenn die Beschwerdeführerin eine Mitteilung der Beschwerdekammer unbeantwortet läßt, in der die Parteien mehr als ein halbes Jahr vor der Verhandlung darauf hingewiesen wurden, daß sich diese auf die Diskussion mangelnder Offenbarung (Artikel 83 EPÜ) beschränken werde. Ein solcher Antrag wird von der Beschwerdekammer nicht zugelassen (Sachverhalt und Anträge, Punkt V. und Entscheidungsgründe, Punkte 1.1 bis 1.4). - Affaires citées
- G 0002/88G 0006/88G 0009/91G 0004/92G 0004/93G 0001/99J 0022/86T 0002/80T 0013/83T 0014/83T 0220/83T 0633/97
- Affaires citantes
- T 1152/10
ENTSCHEIDUNGSFORMEL
Aus diesen Gründen wird entschieden:
Die Beschwerde wird zurückgewiesen.