Alicja Kwade

Kwade (JPG)Stand by (Ab2), 2002
C-Print, Alu Dibond
30 x 25 cm
Berlin, Konferenzbereich
(c) Alicja Kwade; Foto: Courtesy Galerie Johann König, Berlin

Alicja Kwade (*1979 Katowice, PL) zeigt eine fast abstrakte Bildfläche mit mal weniger, mal stärker verstreuten Lichtpunkten. Gelegentlich sind Objekte zu erahnen, eine digitale Uhrzeitanzeige ist zu erkennen. Die Aufnahme gehört zu einer ganzen Reihe an Bildern, die Kwade im Dunkeln in ihrer Wohnung fotografiert hat. Die Bilder dieser Serie, von denen sich drei im Besitz des EPA befinden, zeigen jene Lichtsignale, die technische Geräte im Stand by-Modus aussenden. Kwade rückt damit Alltäglichkeiten in den Mittelpunkt, die uns ständig begleiten und denen wir deshalb kaum Beachtung schenken. Die fotografischen Kompositionen, in denen die Künstlerin diese nüchternen Umstände festhält, wirken trotz ihres technischen Inhalts nicht technoid, sondern muten vielmehr malerisch und poetisch, manchmal auch dramatisch an: die schnöden Geräte scheinen, ihrer eigentlichen Funktion beraubt, miteinander in einen selbstbestimmten Dialog jenseits ihrer Funktionalität zu treten. Damit stehen die Werke für das Interesse von Alicja Kwade, die in unterschiedlichen Medien von der Fotografie bis zur Installation immer wieder hintersinnige Fragen nach Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit sowie nach gesellschaftlich verabredeten Wertungen und Wertungskonventionen stellt.

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