European Patent Office

W 0003/93 (Wiedereinsetzung) vom 21.10.1993

Europäischer Rechtsprechungsidentifikator
ECLI:EP:BA:1993:W000393.19931021
Datum der Entscheidung
21. Oktober 1993
Aktenzeichen
W 0003/93
Antrag auf Überprüfung von
-
Anmeldenummer
-
Verfahrenssprache
Deutsch
Verteilung
Nicht verteilt (D)
Download
-
Amtsblattfassungen
Weitere Entscheidungen für diese Akte
W 0003/93 1993-05-21
Zusammenfassungen für diese Entscheidung
-
Bezeichnung der Anmeldung
Neue Biotenside Ester und Phosphatide mit Vitamin-D- und Vitamin-E-Verbindungen; Ihre Herstellung und Aufarbeitung zu spontan dispergierbaren Konzentraten, sowie ihre Verwendung zur Behandlung von Tumoren
Name des Antragstellers
-
Name des Einsprechenden
-
Kammer
3.3.01
Leitsatz

1. Artikel 48 (2) PCT ist in Anlehnung an die von der Großen Beschwerdekammer in der Entscheidung G 1/83 (ABl. EPA 1985, 60, Punkt 5 und 6 der Gründe) für die Auslegung des EPÜ entwickelten Grundsätze so auszulegen, daß im Falle der Versäumnis der Frist nach Regel 40.3 PCT dieselben Rechtsbehelfe wie bei Versäumnis anderer vergleichbarer Fristen unter dem PCT oder dem EPÜ zur Verfügung stehen (siehe auch W 4/87 (ABl. EPA 1988, 425, Punkt 7 der Gründe) (Punkt 1.1 der Gründe).

2. Die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand stellt den Rechtszustand vor Erlaß der Entscheidung über die Unzulässigkeit des Widerspruchs wieder her, d. h. sie durchbricht deren Rechtskraft, so daß es keiner Aufhebung oder Abänderung dieser Entscheidung bedarf (Punkt 2.4 der Gründe).

3. Das Widerspruchsverfahren nach Regel 40.2 PCT dient der materiell-rechtlichen Überprüfung der Berechtigung der Zahlungsaufforderung; es ist daher lediglich zu prüfen, ob in Anbetracht der von der IRB angeführten Gründe im Lichte des Widerspruchsvorbringens die Einbehaltung weiterer Recherchengebühren gerechtfertigt war. Die Kammer kann daher nicht von Amts wegen untersuchen, ob ein Einwand mangelnder Einheitlichkeit aus anderen als den angegebenen Gründen gerechtfertigt gewesen wäre (Punkt 4 der Gründe).

Schlagwörter
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach rechtskräftiger Zurückweisung eines Widerspruchs gemäß Regel 40.2 c) PCT durch die Beschwerdekammer wegen Fristversäumnis (ja)
Widerspruch zulässig
Uneinheitlichkeit a priori (nein)
Orientierungssatz
-
Zitierte Akten
-

ENTSCHEIDUNGSFORMEL

Aus diesen Gründen wird entschieden:

1. Dem Antrag der Anmelderin auf Wiedereinsetzung in die Frist zur Einreichung des Widerspruchs gegen die Aufforderung zur Zahlung zusätzlicher Recherchengebühren vom 4. Juli 1992 wird stattgegeben.

2. Die Rückzahlung der zusätzlich entrichteten Recherchengebühr wird angeordnet.